Neustart von „300 für Icking“

Neue Genossenschaft soll Bau von Photovoltaik-Anlagen ermöglichen

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Den Bau von Photovoltaik-Anlagen aller Art soll die neue Energiegenossenschaft Icking-Isartal ermöglichen. Am heutigen Montag wird das Ganze im Gemeinderat vorgestellt.
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Aus dem Projekt „300 für Icking“ wird die „Energiegenossenschaft Icking-Isartal“. Im Gemeinderat wird das Ganze am heutigen Montag vorgestellt.

Icking – Vor der Kommunalwahl 2020 rief die Unabhängige Bürgerliste Icking (UBI) die Initiative „300 für Icking“ ins Leben. Ziel war es, im Gemeindegebiet mindestens 300 Haushalte zu gewinnen, die auf ihren Dächern Photovoltaik-Anlagen errichten. Vorbild für die Aktion war die seinerzeit von UBI-Gründungsmitglied und Gemeinderat Dr. Georg Linsinger umgesetzte Initiative „700 für Icking“. Dabei wurde die Breitbandförderung genutzt, um ein eigenes Leerrohrsystem für Glasfaser in alle Ortsteile zu verlegen. „Davon profitiert heute die ganze Gemeinde“, schreibt Stefan Schneider, Chef der UBI, in einer Pressemitteilung.

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Ein vergleichbares Ziel verfolgte das UBI-Projekt „300 für Icking“, das genug Strom und Wärme zur Selbstversorgung sicherstellen sollte. In den vergangenen beiden Jahren hat die Idee von Georg Linsinger und Karlheinz Seim auch schon konkrete Formen angenommen. Aber: „Das Vorhaben stößt an seine Grenzen, nicht zuletzt wegen gesetzlicher Hürden“, so Schneider. Zudem erschweren Lieferengpässe von PV-Anlagen die Situation. Daher hat man sich jetzt zur Gründung einer unabhängigen Genossenschaft entschieden, an der sich Bürger der Isartalgemeinde beteiligen können.

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Die „Energiegenossenschaft Icking-Isartal“ ist dafür konzipiert, die Ideen der Initiative „300 für Icking“ weiterzuentwickeln und ihr Spektrum zu erweitern. So soll die Genossenschaft mit Karlheinz Seim und Johannes Voit im Vorstand allen Ickingern die Möglichkeit bieten, sich zu diesem Thema gründlich zu informieren. Die Genossenschaft soll aber auch selbst große Projekte wie die Planung, Errichtung und den Betrieb von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen oder Wärme-Quartierslösungen angehen. Einen ersten Eindruck von der Genossenschaft werden die Ickinger Gemeinderäte in der Sitzung am Montag, 25. Juli, bekommen, wenn Voit und Seim Einzelheiten erläutern.

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