Rosmarie Weigert und Hannes Döllel zeigen ihre Bilder im Frauenkircherl

Ausstellung in Erding: Detailgenau und farbgewaltig

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Porträts, Landschaften und vieles mehr zeigen Rosmarie Weigert und Hannes Döllel in ihrer gemeinsamen Ausstellung im Frauenkircherl.
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Die Isener Künstlerin Rosmarie Weigert und Hannes Döllel aus Aufkirchen stellen ihre Werke noch bis Freitag, 12. August, im Erdinger Frauenkircherl aus.

Erding – Wenn sich eine „Träumerin“ und ein „Klassiker“ treffen, wie der Titel der Ausstellung von Rosmarie Weigert (Isen) und Professor Hannes Döllel (Aufkirchen) im Frauenkircherl vorgibt, könnten Besucher starke Gegensätze in den gezeigten Kunstwerken erwarten. Doch tatsächlich – bei durchaus eigenen Charakteren und Malformen – ist durchaus Gemeinsames auszumachen. Noch bis Freitag, 12. August, sind die Bilder der beiden Künstler täglich von 16 bis 22 Uhr am Schrannenplatz zu besichtigen.

Weigert und Döllel haben sich den historischen Kirchenraum aufgeteilt: An zwei Wänden hängen Impressionen der Isenerin, die hier vor allem in großer Buntheit Motive von lasziver weiblicher Verführung zeigt. Aber auch wilde Tiere wie Panther oder Tiger scheinen den Betrachter anzuspringen, Mickey Maus grüßt als Oktoberfest-Besucher, ein Porträt Marilyn Monroes ziert die schlicht-weißen Wände.

„Eigentlich wollte ich Modedesign studieren, habe dann aber erste Malaufträge aufgenommen, lernte vor allem viel bei Kirchenmalermeister Robert Grundler und besuche noch heute seine Kurse“, erzählt Weigert.

Professor Hannes Döllel, der sein Talent nicht nur als Hobby auslebt, sondern zum erfolgreichen Beruf gemacht hat, zeichnet und malt besonders gerne Porträts: „Mich inspirieren Besonderheit und Individualität eines Menschen, sein Körper, sein Gesicht, seine Hände.“ Tatsächlich zeigt sein Bild von Papst Franziskus schon fast fotografische Detailgenauigkeit. Und auch die nebeneinander präsentierten Köpfe des Kirchenoberhaupts, des Reformers Martin Luther und des ehemaligen Kanzlers Willy Brandt veranschaulichen schon auf den ersten Blick hohe persönliche Authentizität.

Auch von Erding hat Döllel ein farbenfrohes Stadtporträt gemalt, jedes einzelne Haus ist zu erkennen, daneben ein Waldsee zwischen hohen Fichten – die wohltuende Stille dort ist trotz vieler Menschen bei der Vernissage sofort fühlbar. Da bleibt auch für Laudator Frank Halatsch, Vorsitzender des Kunstvereins Erding, als Quintessenz nur die Feststellung, beiden Kunstschaffenden „einen hohen Anspruch an Detailgenauigkeit“ zu bestätigen. Schließlich stellten sowohl er als auch 3. Bürgermeister Harry Seeholzer fest, „dass Kunst endlich wieder sichtbar ist“.

Und Hannes Döllel offenbart sich gar sehr persönlich: „Ich freue mich nicht nur darüber, mal wieder Freunde und Bekannte zu treffen. Jetzt kann ich auch zeigen, was ich den ganzen Tag so mache.“

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