VonAndreas Högerschließen
Bei Holzkirchen kommt man weiter nicht auf die Autobahn. Weil sich die Anschlussarbeiten zwischen der B 318 und dem neuen Brückenbauwerk verzögern, bleibt die B 318 noch bis einschließlich 24. Juli ein Sackgasse.
Holzkirchen - Die Sperrung der Autobahn-Anschlussstelle Holzkirchen geht in die Verlängerung. Ursprünglich sollten die Arbeiten für den Anschluss der beiden neuen Brückenteile an die B 318 bis zum Donnerstag (20. Juli) abgeschlossen sein. Doch offenbar gab es Verzögerungen im Bauablauf.
Laut den elektronischen Hinweistafeln, die entlang der B 318 aufgestellt sind, bleiben die Sperrungen bis einschließlich Montag, 24. Juli, wirksam. Demnach ist es erst ab Dienstag, 25. Juli, wieder möglich, von Holzkirchen auf die Autobahn einzufahren – sowohl in Richtung München als auch nach Süden in Richtung Salzburg.
Wie die Autobahn GmbH (Niederlassung Südbayern) zu Beginn der Arbeiten mitteilte, sind die Sperrungen nötig, um den zweispurigen Anschluss der B 318 an die neue Brücke herzustellen und gleichzeitig die Einfahrtsrampe in die Autobahn Richtung Salzburg anzupassen. Umgeleitet wird in Richtung München über die Staatsstraße 2573 (ehemals B 13) und Sauerlach zur Anschlussstelle Hofoldinger Forst. Wer in Richtung Süden will, nutzt die Staatsstraße 2073, um das Mangfalltal zu durchqueren und dann bei Weyarn auf die A 8 aufzufahren. Eine Anfrage, warum es zu den Verzögerungen kam, ließ die Autobahn GmbH bis Donnerstag unbeantwortet.
Das neue, zweigeteilte Brückenbauwerk soll Ende des Jahres unter Verkehr gehen. Der Neubau ersetzt den Vorgängerbau von 1979, der erhebliche Schäden in Form von Rissen und Betonabplatzungen aufwies. Eine Sanierung war nicht mehr möglich.
Zur Anbindung der in mittlerweile vierstreifig ausgebauten Bundesstraße 318 und Im Vorgriff auf den achtstreifigen Ausbau der Autobahn wird die Brücke daher neu gebaut und auf den Ausbau der Autobahn ausgelegt.
Um auch während der Arbeiten für den Brückenneubau den Verkehr aufrechterhalten zu können, wurde eine Behelfsbrücke gebaut. Um eine spätere Sanierung oder Erneuerung zu erleichtern wird die Brücke, wie bei vierspurigen Straßen üblich, in Form von zwei nebeneinanderliegenden Brücken errichtet. Die Brücken werden als Dreifeldbrücken mit einer Länge von jeweils 120 Metern errichtet. Jede Brücke nimmt zwei Fahrspuren auf, die Gesamtbreite beider Brücken zusammen beträgt rund 23 Meter.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 21 Millionen Euro.
