Feuerwehren im Großeinsatz

Superzelle über Holzkirchen: Bilder zeigen Ausmaß der Schäden – Aufräumarbeiten laufen

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  • Andreas Höger
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Ein Unwetter zieht über den Landkreis Miesbach. Besonders im Raum Holzkirchen hat der Sturm zahlreiche Bäume gefällt. Straßen und Schienen sind betroffen, eine Turnhalle wurde geflutet.

Update, 14.45 Uhr: Wer nach dem Gewittersturm vom 10. Juli in Holzkirchen Unwetterschäden in Haus oder Keller entsorgen hat, kann ab sofort ein Sonderangebot der Vivo nutzen. Bürgermeister Christoph Schmid vereinbarte mit dem Entsorgungsunternehmen, dass Betroffene kostenlos bis zu zwei Kubikmeter Müll je Haushalt kostenlos entweder am Wertstoffhof in der Thanner Straße oder direkt bei der Vivo im Warngauer Gewerbegebiet Birkerfeld abgeben können. Voraussetzung ist ein Bestätigungsschreiben, das Geschädigte im Ordnungsamt des Rathauses bekommen.

Weiterhin laufen auch auf öffentlichen Flächen die Aufräumarbeiten. Unter anderem Mitarbeiter der Bauhöfe sind im Einsatz.

An der Holzkirchner Spinne beseitigt das Straßenbauamt Rosenheim Bäume mit schwerem Gerät.
Aufräumen am Herdergarten: Nach dem Sturm muss viel Gehölz abtransportiert werden.
Sollen wieder frei werden: Gehwege wie hier an der Münchner Straße kurz vor dem Bahnhof Holzkirchen.

Update, 12.45 Uhr: Auch ein Zug der Bayerischen Regiobahn (BRB) ist mit einem umgestürzten Baum kollidiert. „Das Fahrzeug ist für längere Zeit zur Schadensbehebung im Betriebswerk“, teilt Sprecherin Annette Luckner mit. „Die Streckensperrung dauerte von 16.42 Uhr bis 20.22 Uhr. Heute gab es morgens nur eine Zugschwächung gegen 7 Uhr von München nach Holzkirchen, sonst keine Auswirkungen mehr.“

Zu sehen ist der verunfallte Zug auch in einem Video im Netz, das weitere Eindrücke aus dem Landkreis-Norden liefert.

Update, 12.05 Uhr: Weitere Details zu den Schäden und den Einsätzen werden bekannt. Bäume und Äste krachten auf Straßen, Häuser und Autos. Viele Keller standen unter Wasser, auch die Batusa-Dreifachturnhalle erwischte es schwer. Die Gewitter-Superzelle, die am Mittwochnachmittag eine halbe Stunde durch Holzkirchen peitschte, zog eine Schneise der Verwüstung durch den Ort. 150 Einsätze zählte die Feuerwehr. Und doch atmeten die Einsatzkräfte gestern am Tag danach durch, denn verletzt wurde in diesem Unwetter niemand.

Eine der ersten Sturmböen, die Holzkirchen gegen 16.15 Uhr trafen, knickte neben der B 318, auf Höhe des Geothermie-Kraftwerks, mehrere Bäume um. Zwei Autos, die in Richtung Warngau unterwegs waren, wurden getroffen. Laut Polizei hatten ein 32-jähriger BMW-Fahrer aus Holzkirchen und ein 54-jähriger VW-Fahrer aus Großerlach (Baden-Württemberg) Glück im Unglück: Die Bäume prallten nicht mit voller Wucht auf die Autos, sondern beschädigten jeweils nur die Windschutzscheiben. Schaden: 1500 Euro. Fahrer und Beifahrer in beiden Pkw kamen mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehr Föching beseitigte die Bäume. Etwa eine halbe Stunde war die Bundesstraße in Richtung Süden gesperrt.

Update, Donnerstag, 11. Juli, 11.20 Uhr: Das Wasser ist fast überall abgeflossen, fürs Erste soll auch kein weiterer Regen mehr fallen. Nun laufen allerorts die Aufräumarbeiten. Bruchstückhaft fügt sich langsam auch ein Gesamtbild der Lage zusammen. Wie unter anderem aus Daten des Hochwassernachrichtendienstes Bayern hervorgeht, handelte es sich bei dem Unwetter über Holzkirchen wohl um ein 10-jährliches Regenereignis. Über 53 Liter pro Quadratmeter fielen in den vergangenen 24 Stunden, rund 47 Liter davon zwischen 16.15 Uhr und 16.35 Uhr.

Der rund 20-minütige Starkregen war laut Kachelmannwetter aus Richtung Westen in den Landkreis gezogen. Neben Holzkirchen erwischte es auch Teile der umliegenden Gemeinden. Die Feuerwehren rückten mehrheitlich wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller aus. Am Holzkirchner Bahnhof war unter anderen die Fußgängerunterführung geflutet. Viele Bilder geben einen Eindruck des Ausmaßes der Schäden.

Zerstörte Gärten: Diese rund 100 Jahre alte Rotbuche stürzte in der Folge des Sturms an der Roggersdorfer Straße um.
Endstation: Die Züge der BRB mussten teils wegen auf die Gleise gefallener Bäume auf freier Strecke anhalten, wie hier in Oberlaindern.
Unter Wasser: Der Starkregen flutete auch die Batusa-Turnhalle der Marktgemeinde.
Beeindruckend: die Unwetterfront, die am Nachmittag des 10. Juli über Holzkirchen gezogen ist.

Update, Mittwoch, 10. Juli,18.45 Uhr: Die vorläufige Bilanz des Unwetters

Wie die Polizei Holzkirchen am Abend mitteilt, warf der etwa halbstündige Sturm mehrere Bäume auf die B318; betroffen war der Abschnitt zwischen der Ausfahrt Gewerbegebiet (Geothermie) und dem Autobahn-Anschluss. Gegen 16.20 Uhr wurde ein fahrendes Auto getroffen; laut Polizei blieben alle Insassen unverletzt. In der Folge war die B318 etwa eine halbe Stunde in Richtung Süden gesperrt. Die Feuerwehr entfernte die Bäume. Umgestürzte Bäume blockierten bei Oberlaindern zudem die Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Mitterdarching.

Superzelle über Oberbayern – Bilder des Gewittersturms und der Schäden

Eine Superzelle setzte binnen Minuten Holzkirchen (Kreis Miesbach) unter Wasser. Die Straßen wurden zu reißenden Bächen.
Eine Superzelle setzte binnen Minuten Holzkirchen (Kreis Miesbach) unter Wasser. Die Straßen wurden zu reißenden Bächen. © Thomas Gaulke
Das alles mitten im Berufsverkehr. In Kürze bildeten sich Staus in alle Richtungen.
Das alles mitten im Berufsverkehr. In Kürze bildeten sich Staus in alle Richtungen. © Thomas Gaulke
Die Feuerwehr musste teils Unterführungen sperren, weil diese vollgelaufen waren.
Die Feuerwehr musste teils Unterführungen sperren, weil diese vollgelaufen waren. © Thomas Gaulke
Apropos Feuerwehr, hier beim Sichern eines Dachs: Die überfluteten und verstopften Straßen stellten auch die Retter vor große Herausforderungen.
Apropos Feuerwehr, hier beim Sichern eines Dachs: Die überfluteten und verstopften Straßen stellten auch die Retter vor große Herausforderungen. © Thomas Gaulke
Die Feuerwehr Holzkirchen forderte Unterstützung aus dem ganzen Landkreis an. Hier die Feuerwehr Tegernsee im Einsatz.
Die Feuerwehr Holzkirchen forderte Unterstützung aus dem ganzen Landkreis an. Hier die Feuerwehr Tegernsee im Einsatz. © Thomas Gaulke
Alles dicht: Die Feuerwehren werden noch bis tief in die Nacht im Einsatz sein und Keller auspumpen.
Alles dicht: Die Feuerwehren werden noch bis tief in die Nacht im Einsatz sein und Keller auspumpen. © Thomas Gaulke
Durch eine Sturmböe wurde ein Trampolin hunderte Meter weit geschleudert.
Durch eine Sturmböe wurde ein Trampolin hunderte Meter weit geschleudert. © Thomas Gaulke
Hagelkörner mit drei Zentimeter Durchmesser trommeln auf den oberbayerischen Ort, hier der Bahnhof Holzkirchen.
Hagelkörner mit drei Zentimeter Durchmesser trommeln auf den oberbayerischen Ort, hier der Bahnhof Holzkirchen. © Thomas Gaulke
Der Zugverkehr kam durch das Unwetter komplett zum Erliegen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und stürzten auf Gleise und Oberleitungen.
Der Zugverkehr kam durch das Unwetter komplett zum Erliegen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und stürzten auf Gleise und Oberleitungen. © Thomas Gaulke
Der Zugverkehr kam durch das Unwetter komplett zum Erliegen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und stürzten auf Gleise und Oberleitungen.
Der Zugverkehr kam durch das Unwetter komplett zum Erliegen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und stürzten auf Gleise und Oberleitungen. © Thomas Gaulke
Der Zugverkehr kam durch das Unwetter komplett zum Erliegen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und stürzten auf Gleise und Oberleitungen.
Der Zugverkehr kam durch das Unwetter komplett zum Erliegen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und stürzten auf Gleise und Oberleitungen. © Thomas Gaulke
Zerstörte Sonnenschirme im Biergarten.
Zerstörte Sonnenschirme im Biergarten. © Thomas Gaulke
Der Gewittersturm fällte Bäume im ganzen Ort.
Der Gewittersturm fällte Bäume im ganzen Ort. © Thomas Gaulke
Der Sturm knickte Bäume um und warf schweres Geäst unter anderem auf die Bahnstrecke bei Oberlaindern.
Der Sturm knickte Bäume um und warf schweres Geäst unter anderem auf die Bahnstrecke bei Oberlaindern. © tp
Ein Unwetter ist über den Raum Holzkirchen niedergegangen.
Ein Unwetter ist über den Raum Holzkirchen niedergegangen. © Thomas Plettenberg
Eine Unwetterfront zieht am 10. Juli 2024 auf Holzkirchen zu.
Eine Unwetterfront zieht am 10. Juli 2024 auf Holzkirchen zu. © privat

Nach Angaben der Polizei wurden in Holzkirchen etliche parkende Autos von Bäumen und Ästen beschädigt. Verletzt wurde dabei nach ersten Informationen niemand. Der Starkregen flutete zudem die Bahnunterführung in der Erlkamer Straße. Gegen 17 Uhr stand das Wasser so hoch, dass die Polizei die Tunnel sperrte.

Entwurzelt: Am Albrecht-Dürer-Ring unterspülte das Wasser einzelne Bäume so sehr, dass sie dem Sturm nachgaben.

Einige hundert Meter weiter, in der Münchner Straße, war Manfred Papst gerade in seiner Cateringküche beschäftigt, als etwa 400 Meter entfernt sein Bistro voll Wasser lief. „Es war irre, so etwas habe ich noch nicht erlebt“, erzählt der Gastronom. Als er mit dem Nassstaubsauger im Bistro eintraf, hatte der Wind bereits Stühle und Tische auf den benachbarten Parkplatz geweht. „Tische mit schwerem Sockel“, betont Papst. Auch ein Sonnenschirm, geschlossen und am Boden festgeschraubt, flog etwa 15 Meter weit. „Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert“, sagt Papst.

Der Sturm knickte Bäume um und warf schweres Geäst unter anderem auf die Bahnstrecke bei Oberlaindern.

Auch das Wasser in seinem Lokal hatte er binnen einer Stunde wieder beseitigen können. „Wir machen die Bodenheizung an, dann wird das wieder trocknen“, so Papst, der das Unglück mit Galgenhumor nimmt. „Wir haben die Gäste gefragt, ob sie im Schwimmer oder im Nichtschwimmerbereich sitzen wollen.“

Die Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen, unterstützt von Kameraden aus Föching, Hartpenning, Otterfing, Valley, Mitterdarching, Hohendilching, Miesbach und Tegernsee, eilte pausenlos von einem Einsatz zum nächsten. Kreisbrandmeister Franz Huber meldete gegen 18 Uhr insgesamt etwa 120 Einsätze: Bäume auf Autos, Bäume auf Häuser, vollgelaufene Keller. Geflutet war unter anderem auch die Batusa-Turnhalle der Gemeinde. „Wir arbeiten alles nach Priorität ab.“ Im Einsatz waren etwa 100 Aktive der Feuerwehren.

Das ganze Ausmaß der Unwetter-Schäden dürfte erst im Laufe des Donnerstags, 11. Juli, absehbar sein.

Hagel, Hitze und Blutregen: Wetterphänomene in Bayern – 25 spektakuläre Bilder

Hitzewelle, Kinder laufen durch die Wasserfontänen des Stachusbrunnens, Karlsplatz, München, August 2024 Deutschland, Mü
Bei der Hitze muss man sich den Regen herdenken: Deshalb springen viele Kinder in den Stachus-Brunnen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Touristen und Münchner sitzen am Fischbrunnen, Wassertropfen blitzen im Sonnenlicht, Marienplatz, München, 12. August 20
Den Anfang macht die Hitze: Hier knallt die Sonne auf den Marienplatz. Münchner und Touristen genießen die Wärme am Fischbrunnen.  © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Saharastaub in München: Hier sind Rathaus und Marienplatz in rotes Licht getaucht
Es war ein spektakuläres Wetterphänomen: Südwestwinde haben vergangenes Jahr Saharastaub nach Nieder- und Oberbayern getragen – und das Rathaus in ein unwirkliches orange-rotes Licht getaucht. Danach kam der „Blutregen“: Der Namen kommt von der rötlichen Farbe des Sandes, der durch den Niederschlag zu Boden geschwemmt wird. © IMAGO/Offenberg
Saharastaub auf der Autoscheibe, Blick auf die Münchner Frauenkirche, München, 17. März 2022 Deutschland, München, 17.03
Vom Himmel legte sich der Saharastaub auf alles nieder. Durch eine dreckige Scheibe kann man die Münchner Frauenkirche gerade noch so erkennen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch.
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch. © IMAGO / Alexander Rochau
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu.
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu. Im Sommer kommt es zu Gewittern, wenn warme und kalte Luftmassen aufeinander treffen. © IMAGO / MiS
Sturmwolken über Frieding in Bayern
Hier braut sich ein Sturm über Frieding in Bayern zusammen. Sturm entstehen durch Temperaturunterschiede: Die leichtere warme Luft schiebt sich dabei über die schwerere kalte Luft. © IMAGO / blickwinkel
Foehnsturm ueber den Nordalpen, im Vordergund der Chiemsee mit glatter Wasseroberflaeche
Ein Föhnsturm über dem Chiemsee. Am häufigsten kommt der Föhn im Frühjahr und Herbst vor. © IMAGO / blickwinkel
Die Ortschaft Wertach im Oberallgäu in Nebelschwaden
Herbstzeit ist Nebelzeit. Das Wetterphänomen entsteht, wenn der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert. So wie hier in der Ortschaft Wertach im Oberallgäu. © IMAGO / imagebroker
Die Türme der Stadt Straubing (Niederbayern) im Morgennebel The towers of the town of Straubing (Lower Bavaria) in the m
Wenig sieht mystischer aus als Türme, die aus dem Nebel ragen. Durch das warme Morgenlicht sieht die Stadt Straubing in Niederbayern immerhin nicht gruselig aus. © IMAGO/imagebroker
Kühe liegen an einer trockenen Wasserstelle auf einer dürren Weide
Dürreperioden und extreme Hitzewellen werden immer häufiger. Auch für Tiere eine Herausforderung - wie für diese Kühe, die an einer trockenen Wasserstelle auf einer Weide liegen. © IMAGO/A. Hartl
Kammlach, Bavaria, Germany - June 16, 2024: A dry corn field with young corn plants growing out of cracked, dry soil. Sy
Fruchtbare Erde sieht anders aus: Auf einem Maisfeld in der Gemeinde Kammlach im Unterallgäu ziehen sich tiefe Risse durch den dürren Boden. © IMAGO/Bihlmayerfotografie
Wolkenformation mit vollständigem Regenbogen über Augsburg nach einem Regenschauer
Ein perfekter Regenbogen über Augsburg: Das farbenrohe Wetterphänomen entsteht, wenn die Regentropfen auf Sonnenlicht treffen. ©  IMAGO / Alexander Rochau
Winterregenbogen mit tiefem Neuschnee bei Sonnenaufgang Winter rainbow with deep fresh snow at sunrise Copyright: imageB
Deutlich seltener sieht man Regenbogen in Verbindung mit Schnee, das macht es um so besonderer – wie hier bei Balderschwang. © IMAGO/imagebroker
Abendroter Himmel bei Tabertshausen in bayern
Ein gern gesehenes Wetterphänomen: Das Abendrot. Denn: „Abendrot: Schön-Wetterbot“!  © IMAGO/MARTIN ERDNISS
Kaiserburg Nürnberg im Sonnenuntergang, 11.10.2024 Die Kaiserburg in Nürnberg erstrahlt im intensiven Licht eines herbst
Vor diesem Wetterphänomen muss man sich keinesfalls im Haus verstecken, im Sommer sollte man sich eher raussetzen, um es zu beobachten. In Nürnberg sieht das Abendrot über der Kaiserburg geradezu märchenhaft aus. © IMAGO/Ardan Fuessmann
Einsatzkräfte versuchen, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen
Hochwasser und Überschwemmungen sind Auswirkungen von heftigem Starkregen infolge immer extremerer Wetterlagen. Hier versuchen Einsatzkräfte, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen.  © IMAGO / Bernd März
Hochwasser in Passau am 05.06.2024. Ueberflutete Uferpromenade in der Altstadt, Ein umgestuerzets Fahrrad liegt im Wasse
Die Hochwasserkatastrophe im Frühsommer 2024 hinterließ starke Schäden in weiten Teilen Bayerns. Als Stadt, in der drei Flüsse zusammenfließen, war Passau besonders betroffen. © IMAGO/Sven Simon
Ein heftiger Hagelschauer ging im Juni bei Memmingen ab
Um Steinheim bei Memmingen fielen im Juni 2022 Hagelkörner von bis zu vier Zentimetern Größe vom Himmel.  © IMAGO/B&S/Bernd März
Russia Weather 8736435 30.07.2024 A woman demonstrates hailstones following a hail storm in Kazan, Republic of Tatarstan
Verursacht werden derartige Hagelschauer mit solchen großen Körnern oft durch sogenannte „Superzellen“: Das sind riesige und langlebige Gewitterwolken.  © IMAGO/SNA
Eine Mutter kommt mit ihren beiden Kindern auf der Theresienwiese in ein Unwetter mit kräftigen Regenschauern
Ein Unwetter mit heftigem Regenschauer hat eine Mutter mit ihren Kindern auf der Theresienwiese überrascht. Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu einem Wechsel aus extremer Hitze und heftigen Regenfällen. © IMAGO / Smith
Extremer Starkregen und heftige Gewitter zogen in den Abendstunden über die Alpen hinweg. Besonders dramatisch war die L
2024 war für Südbayern sogar das nasseste Jahr seit 1950, teilte die Bayerische Staatsregierung mit. © IMAGO/Bernd März
Eine dicke Schneeschicht bedeckt Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.
Wenn der Schnee sogar in der Innenstadt liegen bleibt: Hier bedeckt eine dicke Schneeschicht Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.  © IMAGO / Lindenthaler
Snowshoeing, Schneeschuhwandern on the trail Hochmoor in the ski arena Oberjoch with mountains Iseler, Wannenjoch, on Ma
Für Freizeitsportler ein Highlight: Der viele Schnee in den Bergen des Freistaats bringt die Bayern in die Natur.  © IMAGO/ActionPictures
Sogenanntes Haareis bildet sich bei perfekten Bedingungen an totem Holz
Dieses Naturphänomen entsteht nur bei perfekten Bedingungen: Wenn totes Holz von Regen mit Wasser getränkt ist und es Temperaturen um die Null Grad hat – dann bildet sich sogenanntes Haareis. © IMAGO/Dominik Kindermann

Update, Mittwoch, 10. Juli,17.30 Uhr: Bundesstraße wieder frei, Batusa-Turnhalle geflutet

Die Einsatzkräfte haben alles gegeben, die Sperrung der B318 ist offenbar wieder aufgehoben. Dafür sind die Feuerwehren an anderer Stelle noch stark gefordert. Auch in Weyarn und Valley gibt es viele Einsätze zu bewältigen. In Holzkirchen wurde durch den Starkregen auch die Batusa-Turnhalle unter Wasser gesetzt.

Erstmeldung Mittwoch, 10. Juli, 17 Uhr: Schweres Unwetter zieht über Holzkirchen

Holzkirchen – Das schwülheiße Sommerwetter der vergangenen beiden Tage hatte einen hohen Preis. Am Mittwochnachmittag, 10. Juli, sind heftige Gewitterzellen von West nach Ost über den Landkreis Miesbach gezogen. Ein Schwerpunkt des Unwetters lag ersten Informationen zufolge über dem Raum Holzkirchen. Hier hat der Sturm Bäume entwurzelt, durch Starkregen liefen etliche Keller voll.

Mit Starkregen und Sturm ist ein Unwetter über dem Raum Holzkirchen niedergegangen.

B318 wegen Unwetter gesperrt, Bahnstrecke auch betroffen

Auch die Verkehrswege sind betroffen. So rückten die Feuerwehren wegen umgestürzter Bäume zur B318 zwischen der Holzkirchner Spinne und dem Gewerbegebiet Fichtholz aus, die Straße ist aktuell voll gesperrt. Offenbar ist auch die Bahnstrecke Holzkirchen-Miesbach auf Höhe von Valley blockiert. Der Einsatz dauert an. sg

Rubriklistenbild: © THOMAS PLETTENBERG

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