Aktion nicht mehr am Irlachweiher

Große Emotionen: Wie ein Flashmob auf Bad Aiblings Marienplatz für Gänsehaut sorgte

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Tolle Stimmung beim Weihnachtsflashmob auf dem Aiblinger Marienplatz.
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Um den Bayerischen Blindenbund Rosenheim finanziell zu unterstützen, fand in Bad Aibling erneut ein emotionaler Weihnachts-Flashmob statt. Dieses Mal allerdings an anderer Stelle. Warum das so war und was dabei geboten wurde.

Bad Aibling – Am Dienstag (17. Dezember) war Bad Aibling erneut Schauplatz eines besonderen Ereignisses. Der mittlerweile sechste Weihnachts-Flashmob zog rund 250 Besucher auf den Aiblinger Marienplatz, wo der Joseph-Haas-Chor, die Dreder Musi und der Spielmannszug Beyharting abermals für musikalische Gänsehautmomente sorgten. Laut Organisator Alexander Wolff sei man wie bereits im Jahr 2018 zu den Wurzeln zurückgekehrt. Allerdings fiel die Wahl auf den Standort, den Marienplatz, nicht ganz freiwillig.

Noch im vergangenen Jahr fand der Flashmob am Christkindlmarkt am Irlachweiher statt, wo sich die Weihnachtsmarktstände außerhalb ihrer normalen Öffnungszeiten an der Aktion beteiligten. „Dieses Jahr war das trotz der Erfüllung aller Auflagen nicht gewünscht“, zeigt sich Wolff ernüchtert. Dennoch habe man nun das Beste daraus gemacht und ein besonderes Event auf die Beine gestellt.

Ergebnis aus dem Vorjahr übertroffen

Und auch wenn dadurch nur der eine Christkindlmarkt-Stand, „Leo Dirndl“ mit Inhaberin Renate Hundhammer, am diesjährigen Weihnachtsflashmob beteiligt sein konnte, hatte man sich dennoch vorgenommen, ein ordentliches Ergebnis zu erzielen. Denn der Erlös der Aktion kommt stets dem Bayerischen Blindenbund Rosenheim und dessen Aktivitäten zugute. Auch aus dem Grund waren bei dem Flashmob etwa blinde Menschen unter den Musikern. Mit Erfolg. Denn laut Wolff kamen alleine durch die Spendendosen 542,59 Euro hinzu. Renate Hundhammer lud zudem alle Musiker ein und spendete die Einnahmen (438 Euro), die sie durch die Teilnehmer eigentlich bekommen hätte. „Sie hat dann auch noch 200 Euro oben drauf gelegt“, erzählt Wolff dankbar.

Deshalb habe man trotz neuer Bedingungen den Erlös vom Vorjahr (1118 Euro) insgesamt tatsächlich wieder übertroffen. Und Hundhammer sammle mit Spendendosen an ihren Ständen sogar noch weiter fleißig Geld ein, was letztlich ebenfalls obendrauf gelegt werde.

Nächstes Jahr kommt nächster Flashmob

Und neben des finanziellen Erfolges sei die musikalische Veranstaltung auch emotional äußerst berührend verlaufen. „Als alle zusammen ‚Ihr Kinderlein kommet‘ gesungen haben, habe ich Menschen gesehen, die Tränen in den Augen hatten“, erzählt der Veranstalter. Für ihn ist eines sicher: „Nächstes Jahr wird es wieder einen Weihnachtsflashmob geben, wo auch immer.“

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