Zum wiederholten Mal wurde ein totes Tier entdeckt. Der Vorsitzende der Jagdgenossen Bad Kohlgrub wählt drastische Worte.
Bad Kohlgrub – In Bad Kohlgrub ist erneut ein toter Rehbock gefunden worden, den laut Anton Degele, Vorsitzender der Jagdgenossen Bad Kohlgrub, offenbar ein frei laufender Hund gerissen hat. Gefunden hat man das Tier bereits am 1. Juni bei Mäharbeiten in der Nähe der Kläranlage. An dem Kadaver hatte sich deshalb bereits ein Fuchs gütlich getan. „Ich werde meine Jäger anweisen, wildernde Hunde zu erschießen, wenn nicht die Hundehalter endlich Verantwortung für ihre Tiere übernehmen und sie nicht mehr frei laufen lassen“, teilt Degele mit.
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Für Aufregung hatten zu Jahresbeginn Vorfälle in den Ammergauer Alpen gesorgt, wo frei laufende Hunde am Altherrenweg in Oberammergau sowie an einer Wildfütterung am Hörnle Rehe und Hirschkälber gejagt beziehungsweise gerissen hatten. Anfang Mai wurden weitere, ähnlich gelagerte Fälle in Bad Kohlgrub und Saulgrub bekannt. In der vergangenen Woche war in Murnau ein erst wenige Tage altes Rehkitz vermutlich ebenfalls von einem wildernden Hund getötet worden.
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Ein Jäger hat zwei Hunde einer Frau erschossen. Die Staatsanwaltschaft erwirkte einen Strafbefehl, da der Mann Beschwerde einlegte kommt es zum Prozess in Augsburg.