VonChristiane Mühlbauerschließen
Rund 100 Konzerte mit Dutzenden Mitwirkenden, und das alles bei kostenlosem Eintritt: Das bietet das Programm „Die Stadt mit der besonderen Note“. In Kürze geht’s wieder los.
Bad Tölz – Seit neun Jahren sind die Angebote im Rahmen des Programms „Die Stadt mit der besonderen Note“ ein Alleinstellungsmerkmal von Bad Tölz. Der Titel ist durchaus wörtlich zu nehmen: Sind es doch Dutzende Sänger und Instrumentalisten der Tölzer Sing- und Musikschule, die in Kooperation mit der Tourist-Info das Programm auf die Beine stellt.
Hinter der Idee zu der Reihe stand damals der Wunsch, das städtische Veranstaltungsprogramm neu zu strukturieren und gleichzeitig mehr einheimischen Musikern die Möglichkeit zu geben, auf der Bühne zu stehen. Zudem wünschte man sich bei Veranstaltungen im Kurhaus und im Kleinen Kursaal mehr Besucher aus der Region, und es sollte auch für Urlauber etwas Besonderes sein. Die Rechnung ging auf. „Es hat sich alles hervorragend eingespielt“, sagt Musikschulleiter Harald Roßberger. Von Gästen aus nah und fern gebe es ausgezeichnete Rückmeldungen.
Die Reihe startet heuer am Samstag, 27. April, mit einem Auftritt von Elisabeth und Miriam Heuberger. Bis Ende Oktober gibt es Konzerte aller Art, vom Klassikabend bis zum Tanzcafé, von hochwertigen „Jugend musiziert“-Auftritten bis hin zu Volksmusikabenden, Serenadenkonzerten und Mittelalter-Musik ist alles dabei. „Vor allem die Matineen am Sonntagvormittag laufen hervorragend“, berichtet die stellvertretende Kurdirektorin Susanne Frey-Allgaier und nennt als Beispiele die Auftritte der Tölzer Jazz-Formation „Session4four“ und Veranstaltungen mit Volksmusik. „Auch bei ,Jugend musiziert‘ haben wir treue Gäste.“
Das Puchheimer Jugendkammerorchester wartet sogar mit einer Uraufführung auf
In dieser Sparte kommt heuer wieder das Puchheimer Jugendkammerorchester. Es gastiert bereits zum achten Mal in Tölz. Bei dem Konzert am Donnerstag, 23. Mai, plane das Ensemble sogar eine Uraufführung, so Roßberger. „Das Orchester hat viele Fans bei uns.“
Die Organisation der Reihe ist sehr aufwendig, allerdings haben Musikschule und Tourist-Info mittlerweile Routine entwickelt. Konzerte finden am Mittwoch-, Donnerstag- und Samstagabend statt sowie an Sonntagen vormittags und abends. Im Durchschnitt sind es 100 Veranstaltungen zwischen Ostern und Kirchweih, die im Schnitt 60 bis 70 Gäste anziehen. „Es gibt aber auch Konzerte mit über 100 Besuchern“, sagt Roßberger. Nischenangebote, etwa Gesangsabende, sollen aber auch weiterhin ihren Platz haben.
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Zudem gibt es Ensembles, die sich eigens für diese Reihe gegründet haben und nur dort auftreten, etwa die Klarinettistengruppe „Nebenluft“ oder die Holzbläser „Art conVent“. Musiker wie Rainer Gruber oder Perry Schack, beide auch Lehrer an der Musikschule, treten mit wechselnden Partnern auf. „Und Markus Eberhard macht sowieso immer wieder was Neues“, sagt Roßberger lächelnd.
Dass man diese Reihe ins Leben gerufen habe, „war die absolut richtige Entscheidung“, sagt Frey-Allgaier. Und noch etwas ist ihr wichtig zu betonen: „Die Kooperation mit der Musikschule läuft reibungslos und erfolgreich, wir arbeiten angenehm und konstruktiv zusammen.“
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Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenlos, und das soll auch so bleiben. Das Budget, das man einst für die Kurmusik hatte, steht jetzt für diese Reihe zur Verfügung, „und ich hoffe, dass das so bleibt“, sagt Frey-Allgaier. Allen Künstlern werde eine kleine Aufwandsentschädigung bezahlt.
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Die Programmübersicht für 2019 wurde in diesen Tagen gedruckt. Sie liegt unter anderem bei Musikschule und Tourist-Info aus und ist im Internet nachzulesen. Zudem werden alle Konzerte einzeln auf den Info-Tafeln in der Stadt angekündigt.
