VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Christkindlmärkte sind ein beliebter Tummelplatz für Taschendiebe. Ein solcher war möglicherweise am Donnerstag auch in Bad Tölz unterwegs
Bad Tölz – Laut Polizei war eine 54-jährige Frau aus Unterhaching am Donnerstag gegen 19 Uhr gemeinsam mit ihrem Ehemann auf dem Tölzer Christkindlmarkt. Nachdem sie sich an einem Stand etwas zu Essen gekauft hatte, verstaute sie ihren Geldbeutel wieder in ihrer Handtasche. Dabei habe sie unter Umständen den Reißverschluss nicht geschlossen, vermutete die Frau später bei der Polizei.
Taschendieb nutzt längeres Gespräch
Anschließend begab sich das Ehepaar zu einem weiteren Stand. Dort wollte die Unterhachingerin nach einem längeren Gespräch mit dem Standbetreiber etwas kaufen. Dabei stellte sie fest, dass sich ihr Geldbeutel samt Inhalt nicht mehr in ihrer Handtasche befand.
Eine Absuche der Umgebung blieb erfolglos. Es ist davon auszugehen, dass ein unbekannter Täter das Gespräch mit dem Standbetreiber nutzte, um den Geldbeutel aus der Handtasche zu entwenden. Ein „Anrempeln“ fand laut der Geschädigten nicht statt. Der Beuteschaden beläuft sich auf laut Polizei auf rund 110 Euro. Hinweise auf den Täter nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 08041/761060 entgegen.
Taschendiebe: Experte gibt Tipps, wie man sich schützen kann
Tipps, wie man sich auch auf Weihnachtsmärkten vor Taschendieben schützt, hat Christoph Fuchs, Sicherheitsberater beim Weißen Ring Bad Tölz-Wolfratshausen: „Bewahren Sie Handy und Schlüssel in den vorderen Hosentaschen auf. Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen“, rät Fuchs. „Nutzen Sie für Ihren Geldbeutel eine verschließbare Innentasche der Kleidung. Tragen Sie die Handtasche mit der Verschlussseite zum Körper unterm Arm, legen Sie Schulterriemen quer über den Oberkörper.“ Wer sich bedrängt fühlt, solle laut rufen und gezielt Passanten zur Hilfe auffordern.
Wer dennoch Opfer eines Diebs geworden sind, sollte sich an die Polizei wenden, so Fuchs. Im Falle des Verlustes von Giro- und Kreditkarten seien diese unverzüglich zu sperren. Das geht telefonisch unter der Rufnummer des zentralen Sperrnotrufs 116 116 (keine Vorwahl erforderlich).
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