VonAndreas Steppanschließen
Eingerichtet wurden sie als Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete aus der Ukraine. Nun löst der Landkreis die erste von drei Notunterkünften in Turnhallen wieder auf.
Bad Tölz-Wolfratshausen – Drei Turnhallen hat der Landkreis wie berichtet zu Notunterkünften für Geflüchtete aus der Ukraine umfunktioniert. Wie das Landratsamt auf Anfrage mitteilt, soll nun die erste davon aufgelöst werden. Laut Behörden-Sprecherin Marlis Peischer wird die Turnhalle der Mittelschule an der Adalbert-Stifter-Straße in Geretsried „im Laufe des Juli“ an die Stadt zurückgegeben.
Notunterkünfte in Bad Tölz und Wolfratshausen bleiben bestehen
Die anderen beiden – in der Turnhalle des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums in Bad Tölz sowie in der Mehrzweckhalle im Wolfratshauser Stadtteil Farchet – bleiben laut Peischer hingegen noch bestehen. In der Tölzer Notunterkunft leben ihr zufolge aktuell 56 Personen, in Wolfratshausen 47. Die Geretsrieder Turnhalle ist demzufolge nicht mehr belegt.
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Gewandelt hat sich die Nutzung der Notunterkünfte: Ursprünglich wurden sie als Erstaufnahmeeinrichtungen für die ersten Tage nach der Ankunft eingerichtet. Damals kamen Geflüchtete noch busseweise im Landkreis an. Das ist mittlerweile anders. Die Zahl der Ukraine-Flüchtlinge im Landkreis liege seit Mai konstant ungefähr bei 1600, so Peischer.
Turnhallen „füllen sich langsam“
In den Turnhallen leben heute generell Geflüchtete, die kein anderes Quartier haben – sei es, weil Mietverträge für ihre bisherige Unterbringung auslaufen oder weil sich auch nach längerer Suche nichts für sie findet. Es sei zu beobachten, „dass es Grenzen der Aufnahme gibt“, so Peischer. Die Turnhallen „füllen sich langsam“, sagt sie. Die Kapazitäten würden also weiter benötigt.
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