VonGabi Wernerschließen
Alle bisherigen Pläne für ein Hotel am Wiesseer Seeufer hat Unternehmer Thomas Strüngmann wieder über Bord geworfen. Nun gibt es einen neuen Entwurf. Und der Investor ist überzeugt: Jetzt passt‘s.
Bad Wiessee – Schon mehrfach hat die Familie Strüngmann für ihr Hotelprojekt am Seeufer von Bad Wiessee Pläne präsentiert – der große Wurf war noch nicht dabei. Jetzt gibt es einen neuen Entwurf, der „in vielen Einzelheiten verfeinert“ wurde, wie die Strüngmann-Gruppe mitteilt. Die wichtigste Neuerung: Das Hotel – in der Vergangenheit schon als großer Komplex in Bananen- oder Zickzack-Form geplant – soll wesentlich weniger massiv daher kommen. Geplant sind nurmehr rund 100 Zimmer.
Die neuen Planungen sind inzwischen so weit gediehen, dass sie den Wiesseer Gemeinderäten bereits in nicht-öffentlicher Sitzung vorgelegt wurden. Dies bestätigt amtierender Bürgermeister Robert Huber (SPD) auf Nachfrage und erklärt: „Der Gemeinderat hat ein positives Signal gegeben, dass man auf diesem Weg weiter gehen kann.“ Gemeinde und Investor hätten sich bei der Planung für das neue Hotel in Premiumlage schrittweise angenähert, dennoch sei man noch ein gutes Stück entfernt von einer Planung, „die alle Belange erfüllt“, sagt Huber. „Die Situation ist sehr komplex.“
Lesen Sie hier: Hotel am Seeufer: Aufs Zickzack folgt ein Fragezeichen
Der Investor selbst scheint von der überarbeiteten Planung hingegen sehr überzeugt. „Dieser Entwurf passt sich außerordentlich harmonisch in die Landschaft und vor allem die direkt angrenzende Bebauung ein“, erklärt Professor Stephan Heller, Sprecher der Strüngmann-Gruppe, gegenüber unserer Zeitung. Bei dem nun geplanten Objekt würden natürliche Baustoffe und viel Holz verwendet. Die „alpenländische Baukultur“ finde Berücksichtigung, lässt der Sprecher wissen.
Und: Die Planung trage sowohl den Interessen und Wünschen der Nachbarn als auch denen der Gemeinde Rechnung. „Wir haben zugehört, und es ist gelungen, mit dieser Planung so ziemlich alle Interessen, Wünsche, aber auch topografischen und geologischen Herausforderungen, die die direkte Seelage mit sich bringt, zu erfüllen.“ Das Hotel wird laut Heller rund 100 Zimmer haben und über einen großzügigen Spa- und Wellnessbereich verfügen. Zudem sei „in Bestlage am See“ ein Restaurant vorgesehen, das natürlich für jedermann öffentlich zugänglich sei. Auch bei der von Beginn an geplanten flankierenden Entwicklung von Wohn- und Geschäftsgebäuden werde es bleiben.
Stellt sich die Frage nach dem weiteren Zeitplan. Der Abriss der noch verbliebenen Gebäude auf dem Areal Strüngmanns, darunter auch das Haus des Gastes und das Hotel Wittelsbach, soll nach den Worten des Sprechers ab Oktober dieses Jahres erfolgen. „Im Juni wird die endgültige Planung dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vorgestellt“, kündigt Heller an und fügt hinzu: „Das neue Hotel wird Bad Wiessee bereichern und ein wertvoller, außerordentlich schöner und stimmiger touristischer Bezugspunkt für den gesamten Tegernsee werden.“
gab
