Bagger kommen erst nächstes Jahr

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Gerhard Mahler Firmenchef von Möbel Mahler. Foto: archiv

Wolfratshausen - Die Planung für die Erweiterung des Möbelhauses Mahler im Gewerbegebiet schreitet voran. Bis zum Frühjahr wird das Unternehmen die Baupläne einreichen.

Das berichtet Firmenchef Gerhard Mahler auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Bagger rollen heuer aber nicht mehr an: „Baubeginn ist definitiv nicht mehr in diesem Jahr.“ Die Erweiterung wäre demnach frühestens in der zweiten Hälfte nächsten Jahres realisierbar.

Wie berichtet will das Möbelhaus seine Gesamtfläche am Hans-Urmiller-Ring von derzeit 30 000 auf 50 000 Quadratmeter ausbauen. Auf den zusätzlichen Flächen sollen besonders hochwertige Möbel angeboten werden. Geplant ist, das Hauptgebäude mit einer vierten Etage aufzustocken. Auf einem angrenzenden Grundstück, das der Unternehmer bereits vor einigen Jahren erworben hat, soll ein weiteres vierstöckiges Gebäude entstehen. Dazu kommen soll ein Parkdeck mit mehreren Ebenen.

Grundsätzlich grünes Licht vom Stadtrat hat Mahler für das Projekt seit Juli 2013. Zuletzt konzentrierte sich das Unternehmen aber nach eigenen Angaben auf die Eröffnung seines neuen Einrichtungszentrums in Neu-Ulm. Die Gesamtfläche dort: 74 000 Quadratmeter. Eröffnet wurde das Wolfratshauser Möbelhaus im Jahr 1982. Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde die Verkaufsfläche erstmals massiv bis zur heutigen Größe erweitert.

Laut Mahler arbeiten derzeit die Architekten an den genauen Plänen für die Expansion. Anfang Februar habe er die nächste Besprechung in Hannover. Mit Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner sprach der Firmeneigentümer nach eigenen Angaben am Mittwoch. Es war das erste offizielle Zusammentreffen der beiden seit dem Amtsantritt Heilinglechners als Rathauschef im Mai.

„Der Standort Wolfratshausen ist zu 100 Prozent ein guter“, betont Mahler. Dass die Erweiterung noch dauert, sei Arbeiten im Hintergrund geschuldet. Bevor gebaut wird, müsse die nötige Infrastruktur geschaffen werden. Nicht nur im Bereich Verkauf, sondern beispielsweise auch bei der Montage und der Logistik. Insgesamt, schätzt Mahler, benötigt das Unternehmen 50 bis 100 weitere Arbeitskräfte in Wolfratshausen. Die Besetzung dieser Stellen gestalte sich aber mitunter als schwierig. „Wie Sie wissen, haben wir ja Vollbeschäftigung“, so der Firmeneigentümer. Mit Neueinstellungen hat Mahler Erfahrung: Für den Neu-Ulmer Standort mussten aus dem Stand heraus 450 neue Mitarbeiter gefunden werden. (dor)

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