- VonWolfgang Schörnerschließen
Groß und modern sollen die neuen Fahrradständer am Penzberger Bahnhof werden. Nun liegt eine Variante für eine Anlage vor, in der 200 Fahrräder Platz haben, und zwar auf zwei Etagen. Sie soll noch heuer den Schandfleck neben dem Bahnsteig ersetzen.
Penzberg – Bislang haben bei dem Radlparkplatz beim Penzberger Bahnhof etwa 80 Fahrräder Platz. Sie stehen unter einem löchrigen Wellblechdach auf einer aufgekiesten Fläche, angelehnt an rostigen Ständern. Diese Fahrradständer sollen durch eine moderne Abstellanlage für insgesamt 200 Fahrräder ersetzt werden. Geschehen könnte dies laut Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann noch heuer, wenn der Stadtrat Ja sagt. Holzmann stellte nun ein Modell für diese neue Anlage vor. Demnach geht es um eine doppelstöckige und überdachte Fahrradabstellanlage, die von beiden Seiten zugänglich ist. Auf die zweite Ebene können Fahrräder über eine Schiene hinauf- und heruntergefahren werden, ohne großen körperlichen Aufwand, so Holzmann. Solche doppelstöckigen Modelle seien dort sinnvoll, wo wenig Platz ist.
Laut Holzmann waren vor kurzem Bahnvertreter vor Ort. Sie halten ihm zufolge eine Abstellanlage für 150 bis 200 Fahrräder am Penzberger Bahnhof für sinnvoll. Dies bemisst sich an den täglichen Bahnkunden: Es sollen mindestens 1800 am Tag sein. Wird der aktuelle Schandfleck durch eine moderne Anlage ersetzt, glaubt Holzmann, dass auch mehr Leute dort ihre Fahrräder abstellen werden.
Für dieses Modell wird die Stadt nun einen Förderantrag stellen. Er muss bis 31. März bei der Bahn eingereicht sein, um in ein neues „Bike+Ride“-Förderprogramm zu rutschen. Die Stadt Penzberg, so Holzmann, werde eine der ersten zehn Kommunen sein, die davon profitieren. Die Bahn würde 40 Prozent der Kosten für den Abriss der alten Anlage sowie für Gründung und Bau der neuen Anlage übernehmen. Zusätzlich versucht die Stadt weitere 40 Prozent als Förderung vom Freistaat zu erhalten. Eine Kostenschätzung liegt allerdings noch nicht vor.
Nicht gefördert werden dagegen abschließbare Boxen, die man zum Beispiel für wertvolle Fahrräder oder E-Bikes anmieten kann. Solche Boxen sind laut Holzmann daher nicht Teil des aktuellen Förderantrags. Sie seien aber in der Planung berücksichtigt. Der Bahnhofsgelände könnte damit einmal nachgerüstet werden. Platz wäre näher zur Sindelsdorfer Straße hin, sagte er. Für die Zukunft nahm er auch den Vorschlag auf, Ladestationen für E-Bikes zu schaffen.
Der Ordnungsamtsleiter hatte ihn der jüngsten Stadtratssitzung noch zwei andere Varianten erläutert. Bei beiden wäre allerdings nur Platz für 120 Fahrräder gewesen, außerdem hätten sie zum Teil kein Dach gehabt. Kerstin Engel (Grüne) erinnerte in der Sitzung daran, dass ihre Fraktion den Antrag für eine neue Anlage gestellt und auch auf das Förderprogramm hingewiesen hatte.