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Balanstraße in München: Bauausschuss verhindert grün-rote Radl-Pläne - „Vernunft statt Aktionismus“

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Die Balanstraße wird nun doch nicht zur Einbahnstraße. Das hat der Münchner Bauausschuss entschieden.
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Die Balanstraße wird auch nach der Sanierung der Brücke zwei Fahrspuren pro Richtung haben. Das hat der Bauausschuss entschieden. Grüne und SPD hatten einst andere Pläne.

München - Der Zoff um die Zukunft der Balanstraße ist beigelegt. Der Bauausschuss des Stadtrates hat am Dienstag beschlossen, die Strecke nach der Sanierung der Eisenbahnüberführung nun doch nicht zur Einbahnstraße zu machen. Grüne und SPD hatten ursprünglich geplant, auf dem Teilabschnitt zwischen Haidhausen und Ramersdorf eine Fahrspur zugunsten von Radwegen zu entfernen, waren aber auf massiven Widerstand gestoßen.

Balanstraße in München: CSU und FDP hatten die Pläne kritisiert, Grüne und SPD ließen vom Vorhaben ab

Unter anderem vom Bezirksausschuss war kritisiert worden, dass der angrenzende V-Markt nicht mehr vernünftig zu erreichen sein werde. Die Rathaus-Regierung nahm nach Terminen vor Ort Abstand von den Plänen. Sehr zur Freude der Opposition. Insbesondere CSU und FDP hatten das Projekt von Anfang abgelehnt.

„Wir freuen uns darüber, dass das Baureferat verkehrspolitische Vernunft statt ideologischen Aktionismus walten lässt“, sagt Stadtrat Fritz Roth (FDP). Der Antrag von Grünen und SPD sei von Anfang an nicht zu Ende gedacht gewesen. „Der Abschnitt rund um die Überführung ist für die Verkehrsführung seit jeher von großer Relevanz.“

Balanstraße in München - CSU-Stadtrat Alexander Reissl: „Hätte man direkt auf die Menschen gehört...“

Ähnlich argumentiert auch CSU-Stadtrat Alexander Reissl. „Wir sind froh, dass hier ein Schildbürgerstreich verhindert werden konnte. Der V-Markt mit Tankstelle und Baumarkt ist ein wichtiger Gewerbestandort, der von beiden Seiten erreichbar bleiben muss.“ Die Einbahnstraße hätte zu Stau und Ausweichverkehr geführt. Den Anwohnern werde jetzt zusätzlicher Verkehr vor ihrer Haustür erspart. „Hätte man direkt auf die Menschen vor Ort und unsere Argumente gehört, hätten wir viel Zeit gespart.“

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