Spontan-Protest

Hupend durch die Innenstadt: Bauern demonstrieren gegen Dünge-Verordnung

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Bei Puchheim-Ort reihten sich die Bauern auf.
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Etliche Landwirte haben am Mittwochabend ihrem Ärger Luft gemacht. Sie beklagen, dass immer mehr reguliert werde.

Fürstenfeldbruck - „Erst wenn der letzte Bauer, Bäcker und Metzger zu Tode reguliert wurde, wird man feststellen, dass Politiker und Kontrolleure nichts lebensnotwendiges herstellen.“ Dieser Spruch stand auf einem Transparent an einem der Traktoren, die am frühen Mittwochabend hupend durch Fürstenfeldbruck rollten. Etliche Bauern beteiligten sich an dem Protest. Später sammelten sich die Gefährte unter anderem neben der B2 bei Puchheim-Ort, wo sie im Feierabend-Verkehr natürlich viel Aufmerksamkeit erhielten. Die vielen hell erleuchteten Groß-Maschinen hätten beeindruckend gewirkt, schilderten Autofahrer. Vorher waren die Bauern auf einer Wiese an der Kaisersäule bei Puch zusammengekommen. Die Polizei in Fürstenfeldbruck bewertete die Protestaktion in ihrem Zuständigkeitsbereich als komplett friedlich. Rein formell gesehen habe man sich darauf geeignet, dass es sich um eine „Spontan-Demo“ gehandelt habe, sagte ein Sprecher am Abend.

Der Protest der Landwirte richtete sich in erste Linie gegen eine neue Düngeverordnung, die unter anderem zum Ziel hat, den Nitrat-Gehalt im Boden zu senken. Das treffe die Bauern in der Region unverhältnismäßig hart.

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