Keulung am Montag

Tier-Tragödie in Bayern: 15.000 Puten müssen getötet werden – dringender Verdacht auf Geflügelpest

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Wegen des dringenden Verdachts auf einen Ausbruch der Geflügelpest müssen in einem Hof nahe Ansbach 15.000 Puten getötet werden (Symbolbild).
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Auf einem Hof in Ansbach besteht der dringende Verdacht, dass die Geflügelpest ausgebrochen ist. Rund 15.000 Puten müssen getötet werden.

Ansbach – Um eine Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern, mussten 15.000 Mastputen in Bayern getötet werden. Die Keulung war für Montag, 13. März, vorgesehen. Darüber informierte das Landratsamt Ansbach in einer Mitteilung. Betroffen ist ein Hof in Leutershausen im Landkreis Ansbach.

15.000 Mastputen müssen getötet werden – Verdacht auf Geflügelpest

Zuvor war dem Veterinäramt am Wochenende von Polizei und Tiermedizin gemeldet worden, dass Tiere auf dem betroffenen Hof verendet waren. Daraufhin seien umgehend die notwendigen Schritte eingeleitet worden, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Der dringende Verdacht: Ausbruch der Geflügelpest. Eine endgültige Bestätigung der Diagnose des Friedrich-Löffler-Instituts wird in den kommenden Tagen erwartet.

Im Umkreis von zehn Kilometern um den Bauernhof in Leutershausen wird eine Sperrzone errichtet, um eine mögliche weitere Ausbreitung der Tierseuche möglichst zu verhindern. Die Geflügelpest werde in Deutschland inzwischen nicht mehr nur von Zugvögeln eingeschleppt, sondern habe sich auch in den hiesigen Populationen verfestigt und trete somit unabhängig von der Jahreszeit auf.

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Tod der Tiere gewiss – auch ohne die Keulung

Dem Leiter des Veterinäramtes des Kreises Ansbach Ralf Zechmeister zufolge sei der Tod für die Tiere gewiss – auch ohne die Keulung, die für Montag vorgesehen war. Puten seien empfindlicher als andere Geflügeltiere und die Viruslast könne erhöht sein. „Daher ist unser schnelles Eingreifen geboten gewesen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern und wirtschaftliche Schäden so weit als möglich zu begrenzen“, so Zechmeister.

Die Ursache für den Ausbruch der Seuche sei weiterhin unklar. Für den Menschen gilt sie derweil als nicht ansteckend. Dennoch sollten Bürgerinnen und Bürger, die tote Vögel auffinden, diese nicht anfassen und entsprechende Funde den lokalen Behörden melden, warnte das Veterinäramt. (fhz mit Material von dpa)

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