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Die Gründungsversammlung ging nun im Klosterbräustüberl Reutberg über die Bühne. 3000 Mitglieder gehören dem Dachverband an.
Bad Tölz-Wolfratshausen – Der eine Fanclub hat Tickets für Spiele des FC Bayern im Überfluss, der andere bekommt gar keine Eintrittskarten. Der eine Fanclub will ein Turnier ausrichten, der andere würde gerne bei einem Turnier mitspielen. Das einzige Problem: Die beiden wissen nichts voneinander. All dies will Andreas Rammler ändern. Aus diesem Grund regte er an, einen Fanclub-Dachverband zu gründen. Die Gründungsversammlung ging nun im Klosterbräustüberl Reutberg über die Bühne. 3000 Mitglieder gehören dem Dachverband an. Zum Vorsitzenden wurde Rammler gewählt.
Rammler ist Chef des FC-Bayern-Fanclubs „Bavaria Oberland 2011“. Mit 180 Mitgliedern sei dies „eher einer der kleinen Fanclubs“. Und für die sei es schwer, beim Verein Gehör zu finden, beispielsweise wenn es um die Busparkplätze oder die Toilettensituation in der Allianz-Arena geht. Ein Dachverband hat da schon ein ganz anderes Gewicht. Noch dazu wenn er ein großes Gebiet umfasst. Zum Dachverband Oberland gehören die Fanclubs in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau.
Es gebe aber noch viele weitere Vorteile, sagt Rammler. Beispielsweise wenn es um rechtliche Fragen geht. „Datenschutz ist zum Beispiel eine Herausforderung für alle“, sagt der Vorsitzende. „Bis jetzt hat jeder sein eigenes Supperl gekocht und versucht, sein Halbwissen in die Praxis umzusetzen.“ Es sei sinnvoller, wenn sich einer darum kümmert, „der dann 1000-prozentig Bescheid weiß. Er hat ein fundiertes Wissen, das er an andere weitergeben kann.“ Rechtliche Beratung könne es auch für Fanclubs geben, die es nicht wagen, einen Verein zu gründen, „weil sie sich nicht auskennen und nicht wissen, welche Vorteile das bringt“.
Bei einem ersten Treffen wurden die Clubs eingeladen, und es wurde eine Satzung erarbeitet. Zwei Wochen später erfolgte die Wahl des sechsköpfigen Vorstands. Der Start sei ausgesprochen erfolgreich verlaufen, sagt Rammler. So wollte der Fanclub in Tegernsee ein Turnier veranstalten. Es sagten jedoch zwei Teams ab. Das Problem wurde in einer WhatsApp-Gruppe kommuniziert, prompt sprangen zwei andere Fanclubs ein.
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Auch die Kommunikation mit dem FC Bayern kommt ins Rollen. Uli Hoeneß rief bei Rammler an und bot einen Gesprächstermin im August an. Dort wollen die beiden besprechen, wie die Kommunikation in Zukunft laufen soll. Rammler: „Er weiß, dass er eine große Menge Fans erreicht, wenn wir die Nachrichten verteilen.“
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