Warnung an Eltern

„Blackout-Challenge“: Nach Tod von 13-Jähriger – Gefährlicher TikTok-Trend verbreitet sich auch in München

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Auf der Videoplattform TikTok verbreitet sich derzeit ein gefährlicher Trend. Inzwischen gab es auch Fälle in Bayern. Die Schulen sind alarmiert.

München – Immer wieder sorgen TikTok-Trends unter Kindern und Jugendlichen für Aufmerksamkeit – und Sorgenfalten bei Eltern. Ins Gedächtnis kommt da zum Beispiel die „Hot Chip Challenge“, die Ende vergangenen Jahres für Entsetzen sorgte. Nun gibt es einen neuen Trend, der sogar gefährlicher scheint – denn beim „Pilotentest“ wird dem Probanden die Sauerstoffzufuhr abgeschnitten. In Hessen ist dabei kürzlich ein Mädchen (13) gestorben.

„Pilotentest“ unter Kindern und Jugendlichen: Gefährlicher TikTok-Trend verbreitet sich

Eine vermeintliche Mutprobe ist derzeit auf TikTok im Umlauf, die Kinder und Jugendliche aber in ernste Gefahr bringen kann. Beim „Pilotentest“, auch bekannt unter der „Blackout-Challenge“, geht es darum, dass die Kinder und Jugendlichen schnell ein- und ausatmen, erklärt der BR. Dann drückt eine weitere Person ihnen fest auf den Brustkorb oder den Hals, um die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden. So kommt es zum Sauerstoffmangel im Gehirn, und kurz vor der Ohnmacht soll sich ein Rauschgefühl einstellen – das Ziel der „Challenge“.

Ein gefährlicher TikTok-Trend verbreitet sich derzeit unter Kindern und Jugendlichen – auch in Bayern. Die Schulen warnen Eltern. (Symbolbild)

Dem BR zufolge gab es inzwischen schon mehrere Fälle in Bayern, bei denen sich Kinder und Jugendliche an dem „Pilotentest“ versuchten. Drei davon in Regensburg, darunter auch ein Grundschüler. Schlimmeres wie bei dem dramatischen Fall in Hessen sei nicht passiert, das Amt für Kinder und Jugendliche versendete aber einen Brief an Eltern und Erziehungsberechtigte, in dem vor den Folgen des gefährlichen Trends gewarnt wird. Laut BR hieß es in dem Brief, dass die „Challenge“ schnell zu einem Spiel von Leben und Tod ausarten könne.

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„Pilotentest“-Fälle auch in München – Folgen der „Challenge“ können verheerend sein

Auch in München gab es drei Fälle, die dem Münchner Referat für Bildung und Sport gemeldet worden waren – sie alle stammten von einer Realschule. Laut BR wurde jeweils der Notarzt gerufen sowie Schulsozialarbeit und Eltern eingeschaltet. Durchgeführt hatten den „Pilotentest“ drei Mädchen aus der sechsten und siebten Klasse. Zum Glück, so hieß es, sei nichts Ernsthaftes passiert. Denn die Folgen der „Blackout-Challenge“ können verheerend sein. Wenn den Kindern und Jugendlichen die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn zu lange abgeschnitten wird, kann selbiges ernste Schäden davontragen.

Wichtig ist nun die Prävention sowie die Aufklärung zu den Gefahren der TikTok-Mutprobe. Eine weitere Münchner Realschule habe inzwischen einen Brief an Eltern verschickt, in dem vor den Folgen gewarnt wird und um Aufklärung der Kinder gebeten wird. Das Schulamt in Nürnberg, so der BR, habe sich an die Schulen gewandt und erwirkt, dass diese nach den Ferien die Schüler zu den Gefahren der „Blackout-Challenge“ aufkläre.

So bleibt zu hoffen, dass der gefährliche TikTok-Trend – wie die „Hot Chip Challenge“ – schon bald wieder der Vergangenheit angehört und ohne ernste Folgen bleibt. (fhz)

Rubriklistenbild: © Sven Simon / IMAGO

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