Am Berghotel Sudelfeld können nun auch Wanderer, Radler und jedermann sonst einkehren: in der neuen Brösel Alm. Der Bürgermeister sieht darin einen Gewinn für den Tourismus.
Bayrischzell – Es ist geschafft: Nach zwölf Monaten Planung und Bauzeit wurde nun die neue Brösel Alm am Berghotel Sudelfeld feierlich eingeweiht. Buchstäblich in der letzten Minute waren die Arbeiten und Vorbereitungen für die Feierlichkeit abgeschlossen worden, zu der zahlreiche Ehrengäste geladen waren.
In dem südwestlich des Berghotels gelegenen Gebäude ist nun im Erd- und Obergeschoss die Gastronomie untergebracht, im Hotel selbst verbleiben die Gästezimmer und Seminarräume, wie Hotelier Andreas Greither, Inhaber der Tegernseer Westerhof-Gruppe, erklärte. Der Neubau ist für ihn ein großer Zugewinn: „Das Hotel selbst liegt so versteckt, die Leute haben das gar nicht gesehen.“ Die Erweiterung habe nun zu einer Öffnung in Richtung Sudelfeld geführt, es sei damit eine Verbindung zum Skigebiet geschaffen.
So bleibt die Restauration in der Alm keineswegs den Hausgästen vorbehalten, sondern soll besonders auch Skifahrer und Wanderer anziehen. Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer (CSU) zeigt sich erfreut über das Projekt: „Wir begrüßen das ausdrücklich und erhoffen uns natürlich positive Auswirkungen auf die Touristenzahlen.“ Auch er sieht einen großen Pluspunkt darin, dass das Skigebiet und das Berghotel mit seiner „großen Tradition“ näher zusammenrücken. Gastronomie und Bewirtung seien wichtige Bestandteile für einen Ort, der vorwiegend auf den Tourismus angewiesen ist.
Kittenrainer wertet die Erweiterung des Berghotels vor diesem Hintergrund als „Schritt in die richtige Richtung“. Nachdem der Fremdenverkehr um die Jahrtausendwende sehr rückläufig gewesen sei, habe man durch die nötigen Investitionen gegengesteuert. Eine neue Beschneiungsanlage, ein Sechser- und jetzt auch ein Achtersessellift hätten den Skiurlaub am Sudelfeld wieder attraktiv gemacht. Die Gästezahlen würden nun wieder ansteigen. Mit der Eröffnung der Alm werde diese Weiterentwicklung als Tourismusregion fortgesetzt. Auch unter einem weiteren Aspekt: „Wir wollen in Zukunft den Fokus noch stärker auf den Sommertourismus richten“, erklärt Kittenrainer. Hier sieht er Potenzial für zusätzlichen Aufschwung. Für Wanderer, Radler und Naturfreunde, die die Landschaft und Natur um Bayrischzell erleben wollen, seien solche Innovationen sicher ein Anreiz.
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Darauf setzt auch Anita Gessner, die als Marketingverantwortliche im Berghotel tätig ist: „Der Trend, wieder zu Hause Urlaub zu machen, nimmt zu.“ Den Hauptgrund sieht sie in der Erschwinglichkeit eines Urlaubs im eigenen Land, aber auch in der politischen Lage mancher Urlaubsländer. Ziel des Berghotels sei es, gerade den näheren Umkreis mit einzubeziehen und zu fragen, welche Möglichkeiten der Vernetzung sich bieten. „Die Nähe zu München und die Bahnverbindung sind ein großer Vorteil“, sagte sie. Das könne sich natürlich nicht in reinen Neuerungen realisieren lassen: „Hier ist auch eine umfassende Auseinandersetzung mit der Tradition, mit dem Gewachsenen, wichtig.“
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Tag der offenen Tür
Die Bevölkerung kann die Brösel Alm bei einem Tag der offenen Tür an diesem Samstag kennenlernen. Beginn ist um 11 Uhr. Nach dem Einzug des vierspännigen Pferdefuhrwerks der Hofbräu Traunstein gibt es Bier vom Fass sowie Grillspezialitäten, Knödel, Suppen und anderes.
Stefan Gernböck