VonJörg von Rohlandschließen
Nach dem tödlichen Unfall im Oktober, ist es auf der B472 westlich von Schongau heute schon wieder zu einem folgenschweren Unfall gekommen. An der Kreuzung nach Altenstadt hat am Vormittag ein Schulbus einen Pkw gerammt.
Altenstadt – Nach dem tödlichen Unfall im Oktober hat es auf der Kreuzung der B472 westlich von Schongau schon wieder gekracht. Ein Schulbus hat gestern Vormittag einen Pkw gerammt, der in die Leitplanke schleuderte. Die Fahrerin erlitt einen offenen Armbruch, hatte insgesamt aber noch Glück.
Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Unfall um 10.53 Uhr. Er geschah an der selben Stelle, an der vor drei Monaten eine 79-jährige Radfahrerin tödlich verunglückte. Sie war damals von Altenstadt kommend auf die Bundesstraße eingefahren und wurde von einem Auto touchiert, bevor sie stürzte.
Schulbus hatte zum Glück keine Kinder an Bord
Diesmal war es ein Pkw, der zunächst am STOP-Schild Halt machte. Die am Steuer sitzende 63-jährige Schongauerin fuhr los und wollte nach links in Richtung Schongau abbiegen. Dabei übersah sie den von links kommenden Schulbus, der glücklicherweise keine Kinder an Bord hatte.
Beherztes Manöver rettet Schongauerin womöglich das Leben
Der 44-jährige Fahrer reagierte geistesgegenwärtig, riss sein Steuer nach links und konnte so verhindern, dass der Bus in die Fahrerseite des Pkw krachte. Das beherzte Manöver des Denklingers hat der Frau möglicherweise das Leben gerettet.
Die Wucht des Aufpralls war dennoch enorm. Neben anderen Fahrzeugteilen, die quer über die Straße verteilt lagen, wurde zum Beispiel die Autobatterie des VW Golf 20 Meter weit in eine Wiese geschleudert. Die 63-Jährige wurde vom Rettungsdienst ins Schongauer Krankenhaus gebracht, der Busfahrer kam mit dem Schrecken davon.
Polizei rät an der Stelle zu erhöhter Vorsicht
Die zur Hilfe gerufene Feuerwehr aus Altenstadt war laut Kommandant Johann Deschler mit 16 Mann vor Ort, leitete den Verkehr an der Unfallstelle vorbei und beseitigte ausgelaufene Betriebsmittel. Die Unfallstelle war nach einer Stunde geräumt. Der beschädigte Bus blieb noch eine Weile am Straßenrand stehen und wurde später von einem Spezialunternehmen geborgen. Am VW entstand laut Polizei Totalschaden in Höhe von 10 000 Euro. Die Reparatur des Busses, der an Front und an Vorderachse beschädigt wurde, wird ebenfalls 10 000 Euro kosten. Die Polizei rät zu erhöhter Vorsicht an der Kreuzung, an der Tempo 70 gilt
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