Olching

Bereit für Bürgermeister: CSU-Kandidat nun offiziell nominiert

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Herzensthema neuer Wohnraum: Maximilian Gigl wurde bei der Nominierungsversammlung der CSU mit einem eindeutigen Votum zum Bürgermeisterkandidaten gewählt.
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Einstimmig wurde Maximilian Gigl auf der Nominierungsversammlung von Olchings CSU zum Bürgermeister-Kandidaten gewählt. Und der 33-Jährige legte dar, worauf die Wähler bei ihm zählen können.

Olching – Er will etwas schaffen, woran Kandidaten der Christsozialen seit 1984 in Olching scheiterten. Damals war Manfred Krug noch Bürgermeister: „Ich bin bereit. Ich will unserer Stadt als Erster Bürgermeister dienen“, betonte Maximilian Gigl in seiner Bewerbungsrede.

Gigl kandidiert damit nach 2020 zum zweiten Mal für das höchste Amt in der Stadt. Aus der Niederlage in der damaligen Stichwahl, Gigl hatte gegen Amtsinhaber Andreas Magg respektable 43 Prozent geholt, bezieht der 33-Jährige aber durchaus Selbstvertrauen. Er habe als Zweiter Bürgermeister viel Erfahrung – und erlebt, was es heißt, Verantwortung zu tragen.

Einen Schwerpunkt bilden bei Gigl die Grundschulen. Die in Olching müsse dringend erweitert, die in Esting generalsaniert werden. Der offene Ganztag müsse an allen drei Einrichtungen möglich sein. „Gleichwertige Bedingungen für alle Kinder der Stadt schaffen.“

Gar ein Herzensthema nennt Gigl die Schaffung neuen Wohnraums für junge Familien, was er mit seniorengerechtem Wohnen für Senioren kombinieren möchte. Junge Menschen seien finanziell überfordert, ältere würden oft in Häusern leben, die zu groß geworden seien. „Ich will daraus einen Wohntausch möglich machen“, sagt der CSU-Kandidat.

Es gelte, die Lebensqualität der Stadt zu erhalten. „Gleichberechtigt für alle Stadtteile“, betonte Gigl. Bei aller Notwendigkeit der Entwicklungen um Hauptstraße oder die neue Mitte Geiselbullach dürften Esting und Neu-Esting „nicht immer hintenrunterfallenn“. Allein das Bahnhofsumfeld signalisiere Handlungsbedarf.

Nicht antasten will Gigl dagegen die Unterstützung für die Vereine und die dort ehrenamtlich Engagierten. „Sie sind der Kit, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“ Deshalb sieht Gigl die Zuwendungen in diese Richtung nicht als freiwillige Leistung an. „Das muss für uns Pflicht sein“, forderte er.

Ebenso bediente Gigl die Forderung nach Bürokratieabbau. Er räumte zwar ein, da nicht alle Hürden beseitigen zu können. „Aber wir können den Bürgern und den Betrieben zumindest den Eindruck geben, wieder zuhören zu können. Und dass wir uns kümmern.“ Der direkte, persönliche Kontakt sei dabei wichtig. „Ich will ins Miteinander investieren.“

„Ein Bürgermeister kann viel bewegen“, hatte Tomas Bauer zu Beginn der Versammlung erklärt, warum er Gigl vorschlug. Der CSU-Fraktionssprecher hatte Schwachstellen aller Nachfolger Krugs seit 1984 aufgeführt. Daraus zog Bauer den Schluss mit einem wohlbekannten Seitenhieb Richtung Amtsinhaber: „Olching braucht einen Bürgermeister, der fleißig ist und der die Verwaltung im Griff hat.“

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