Das Bergfilm-Festival Tegernsee stellt sein Sponsoring neu auf. Mit dem Unternehmen Bergzeit haben die Verantwortlichen einen passenden Partner gefunden.
Tegernsee – Dauerhafte Sponsoren sollen das internationale Festival breit absichern und Investitionen etwa in die Vorführtechnik ermöglichen. Der Vertrag mit Bergzeit wurde jetzt in der Bergzeit-Filiale in Moosrain unterzeichnet, teilt das Festival mit. „Wir teilen die Leidenschaft für das Thema Berge und können von solch einer langfristigen Partnerschaft nur profitieren“, wird Festivalleiter Michael Pause zitiert.
Hier scheint zusammenzukommen, was zusammengehört: Beide Partner haben in den vergangenen rund 15 Jahren eine steile Entwicklung hingelegt. Das Unternehmen Bergzeit mit Filialen in Großhartpenning und Moosrain sowie dem neuen Firmensitz mit Logistikzentrum, der derzeit bekanntermaßen in Otterfing gebaut wird, steigt als Sponsor beim Internationalen Bergfilm-Festival ein, das heuer zum 15. Mal stattfindet. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt. Das Sponsoring von Bergzeit umfasst etwa ein Zehntel des Budgets des Festivals. Das Engagement wird auch bei den Preisen des Filmwettbewerbs zu erkennen sein: Der Preis in der Kategorie „Naturraum Berg“ wird künftig den Namen des Sponsors tragen, teilt das Bergfilm-Festival in einer Presseerklärung mit.
Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn freut demnach besonders, dass der Sponsoringpartner aus der Region kommt. In Otterfing entsteht derzeit eine neue Zentrale, von der aus täglich mehrere Tausend Pakete an mehr als eine halbe Million Kunden in 23 Ländern verschickt werden. Rund 200 Personen werden dort in Büros arbeiten, weitere rund 50 im Lager. Das florierende oberbayerische Unternehmen, das Outdoor-Ausrüstung vertreibt, wurde 2012 von der Sportler AG aus Südtirol übernommen.
Der regionale Bezug gefällt auch Bergzeit-Geschäftsführer Max Hofbauer. „Die Zusammenarbeit mit dem Bergfilm-Festival ist optimal für uns: Mit einem Festival mit regionalen Wurzeln das aber auch international enorm an Bedeutung gewonnen hat.“
Neben der Überarbeitung des Internet-Auftritts des Festivals, der im Sommer online gehen soll, wurde zum kleinen Jubiläum auch das Sponsoring-Konzept umgestellt, teilt die Festivalorganisation mit. Forciert werden sollen längerfristige Partnerschaften – ohne dadurch die zahlreichen, meist regionalen Partner, die das Festival seit vielen Jahren unterstützen, ins Abseits zu schieben. Man wisse sehr wohl, was man an ihnen habe, betont der Tegernseer Bürgermeister. „Mit unserem Anspruch, zu den besten Bergfilm-Festivals Europas zu gehören, müssen wir aber neue Entwicklungen aufgreifen, wie etwa bei der Vorführtechnik – und das kostet Geld“, sagt Hagn. „Es wäre fatal, hier noch mehr sparen zu müssen.“ Für die Durchführung des Festivals fielen zuletzt jährlich mehr als 160 000 Euro an – auch wenn rund 120 Mitarbeiter ehrenamtlich anpacken, hauptsächlich Mitglieder der Alpenvereinssektion Tegernsee. Auch ein Förderverein, die Bergfilmfreunde Tegernsee, unterstützt die Finanzierung.
ag