Abzocke im Internet

Täuschend echt wirkende Bilder, Stimmen und Videos: Warnung vor neuen Maschen auf Dating-Apps

  • schließen

Abzocke im Internet verursacht bayernweit Millionenschäden. Vor allem zwei neue Betrugsmaschen sorgten zuletzt für Aufsehen. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) erklärt, wie potenzielle Opfer sich schützen können.

München - Im Rahmen der Vorstellung von Bayerns Verbrechensstatistik 2022 warnte Justizminister Georg Eisenreich auch vor neuen Betrugs-Phänomenen. Diese spielen sich immer öfter im Internet ab und verursachen massive Schäden. Bayernweit geht es hier sogar um mehrere Millionen Euro.

Konkret wies Eisenreich auf die Masche des illegalen Cybertradings hin. Falsche Broker bieten hier ihren Opfern - beispielsweise auf Fake-Online-Plattformen - angeblich lukrative Finanzinstrumente mit hohen Gewinnen an. Die Folge sei oftmals ein „Totalverlust des eingesetztes Kapitals“.

München: Betrugsmaschen im Internet verursachen jedes Jahr Millionen-Verluste

Bei Aktionszeiträumen wie dem Black Friday sollte man einen klaren Kopf bewahren und zunächst das Angebot und Preise überprüfen.

Eisenreich rät deshalb im Vorhinein zur genauen Prüfung. „Bevor man sein Geld investiert, muss man sicher sein, dass es sich um ein seriöses Geldinstitut handelt.“ Denn für die betroffenen Betrugsopfer gibt es nach einem solchen Fall kaum noch Chancen, ihr verlorengegangenes Geld später wieder zurückzuerhalten.

Zu den neuen Betrugsphänomenen gehören Eisenreich zufolge auch Tinder-Schwindler - also Personen, die auf Dating-Apps versuchen, über einen romantisch anmutenden Kontakt an Geld zu kommen. „Die Täter bauen eine emotionale Bindung auf“, warnt der Justizminister. „Dann überreden sie ihre Opfer, zum Beispiel in Kryptowährungen auf gefälschten Internetseiten zu investieren.“ Auch hier seien oft hohe Verluste die Folge.

Betrug im Internet: Auf Datingportalen treiben sich immer mehr Tinder-Schwindler herum

Kriminelle seien oftmals die Ersten, die neue technische Möglichkeiten für ihre Zwecke missbrauchen, gibt Georg Eisenreich zu bedenken. Auch mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Deepfakes - also täuschend echt wirkenden Bildern, Stimmen und Videos, die die Opfer überzeugen sollen.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa/dpa-tmn

Kommentare