- VonJulian Limmerschließen
In der Truderinger Straße in Berg am Laim entstehen in den nächsten zwei Jahren über 200 bezahlbare Wohnungen. Nun sind die Rohbauten fertig. Am Dienstag wurde das Richtfest auf dem neuen Areal gefeiert.
München – Im Münchner Osten wächst ein bezahlbares Stück Stadt in die Höhe: Exakt 201 Wohnungen entstehen an der Truderinger Straße (Berg am Laim) für die städtische Münchner Wohnen. Bis 2027 sollen die Bleiben, ein bis drei Zimmer groß, für rund 500 Mieter bezugsfertig sein. Geplant sind außerdem Gemeinschaftsdachgärten und eine Photovoltaikanlage für günstigen Strom. Ein Meilenstein ist nun erreicht: Der Rohbau steht, am Dienstag wurde Richtfest gefeiert: Als „starkes Signal“ für unsere Stadt und Quartier für die „Münchner Zukunft“, bezeichnete Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) das Projekt.
Insgesamt entstehen rund 800 Wohnungen in dem neuen Quartier in Berg am Laim
Gerade in schwierigen Zeiten mit extrem angespanntem Wohnungsmarkt sei es wichtig, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dafür arbeitet die städtische Gesellschaft auch mit Projektpartnern zusammen – an der Truderinger Straße mit der Büschl-Unternehmensgruppe, die die Wohnungen für die Münchner Wohnen baut. Eine „gelebte Kooperation“, sagt Ralf Büschl, Beiratsvorsitzender der Firma.
Sein Unternehmen errichtet auf dem Baufeld nebenan noch zusätzlich über 220 Wohnungen, allerdings frei finanziert. Heißt: Der Quadratmeter zum Kauf kostet rund 13 000 Euro. Insgesamt entstehen in dem neuen Quartier an der Truderinger Straße sogar rund 800 Wohnungen – der Rest wird von privaten Bauträgern umgesetzt. Für das Quartier sollen sogar Teile des Hachinger Bachs aus einem unterirdischen Kanal wieder an die Oberfläche geholt werden.
Die Mietpreise liegen bei den bezahlbaren Wohnungen zwischen elf und 15 Euro pro Quadratmeter
In den vier Einzelgebäuden der Münchner Wohnen auf dem Gelände soll es dann verschiedene Preismodelle geben: Der größte Teil, knapp 40 Prozent, sind klassische „Sozialwohnungen“. Darüber hinaus gibt es noch Wohnungen des München-Modells (20 Prozent), also für Familien mit mittleren Einkommen, sowie preisgedämpfte Wohnungen (20 Prozent). Der Rest sind eigenfinanzierte Wohnungen, also ohne staatliche Förderung.
Die Mietpreise sollen sich je nach Modell voraussichtlich zwischen rund elf und 15 Euro bewegen, sagt MW-Geschäftsführer Christian Müller. Zum Vergleich: Auf dem freien Markt zahlen Mieter bei Neuvermietungen in München oftmals über 20 Euro pro Quartermeter.
Trotz schwieriger Zeiten mit klammen Kassen und hohen Baukosten baut die Münchner Wohnungen derzeit an 3200 Wohnungen (siehe Kasten). In Zukunft sei das Unternehmen dafür auf weitere Förderungen angewiesen, sagt Müller.
Hier entstehen Wohnungen
Auf der Karte (oben) wird ersichtlich, wo in München überall Wohnungen entstehen oder geplant sind. Bei jedem Wohnprojekt ist eine Teil geförderte Wohnungsbau. Besonders viele Wohnungen entstehen derzeit im Norden Stadt, im künftigen Stadtteil Neufreimann: Allein dem Münchner Wohnen will hier bezahlbare Bleiben für 6.000 Menschen schaffen. Sie ist für acht Einzelwohnprojekte verantwortlich. Insgesamt schafft das Unternehmen im neuen Stadtquartier mehr als 1600 Wohnungen.
Ein weiteres großes privates Projekt: die Kirschgärten: Dort entstehen 1500 neue Wohnungen für etwa 3000 Menschen. 40 Prozent der Geschossflächen sind für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Der erste Bauabschnitt soll im Jahr 202
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