Tauziehwettbewerb voller Erfolg

Bilanz der Lenggrieser Festwoche: „Besser hätte es nicht laufen können“

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Zum Kräfteausgleich durften bei den Herren fünf Männer, bei den Damen sieben Frauen ein Team bilden. Das Publikum fieberte bei allen mit. 
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  • Christiane Mühlbauer
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In Lenggries ist am Montag die Festwoche beendet worden. Die Veranstalter sind vollauf zufrieden mit dem Verlauf. „Wir hätten uns keine schönere Festwoche wünschen können“, sagt Peter Gascha.

Lenggries – Zehn Tage lang, nämlich vom 5. bis 15. August, stand ganz Lenggries im Zeichen der Festwoche. Corona-bedingt gab es seit 2019 keine Festwoche mehr. Entsprechend groß war jetzt der Andrang, berichtet Peter Gascha, der zusammen mit seinem Bruder Michael die Festwoche organisiert. „Die Leute haben sich so gefreut, dass wieder etwas los ist“, berichtet Peter Gascha. Aus seiner Sicht lief in den vergangenen Tagen alles „top“: „Es gab keine Vorfälle, keine Raufereien, alles war friedlich. Die Leute waren einfach nur gut drauf.“

Schausteller extrem zufrieden

Mit rund 4500 verkauften Hendlportionen und fast 300 Hektolitern Bier liegen die Zahlen auf dem Niveau von 2019. Der Gewinn, berichtet Gascha auf Nachfrage, sei allerdings nicht auf dem Niveau von damals, weil man nun höhere Preise im Einkauf hatte, die man nicht vollumfänglich an die Festbesucher weitergegeben habe. Von einem „hervorragenden Geschäft“ hätten auch die Schausteller berichtet. „Für sie lief es sogar besser als in 2019“, wurde Gascha mitgeteilt.

16 Mannschaften und damit so viele wie noch nie beteiligten sich am Sonntag beim Tauziehen. 

Jeden Tag gab es auf der Festwoche ein besonderes Programm, und die Feuerwehr Lenggries holte am 7. August die Feier zum 150. Gründungsjubiläum nach. Alles sei bestens angenommen worden, berichtet Gascha. Musikalischer Höhepunkt war wie berichtet das Konzert des neuen österreichischen Volksmusikstars Melissa Naschenweng, das mit 1400 Besuchern ausverkauft war. „Das war echt Wahnsinn“, erinnert sich Gascha. „Die Stimmung war sofort da, die Leute standen gleich auf den Bänken.“ Aber auch die anderen Musikveranstaltungen – von bayerischer Blasmusik bis zu hin Rock und Pop – hätten den Geschmack getroffen. „Es war für jeden was dabei, die Rückmeldungen waren alle sehr gut.“ Generell, so hat Gascha festgestellt, seien die Besucher „viel lockerer gewesen als in den vergangenen Jahren: Jeder ist dankbar, dass sich wieder was rührt.“ Beim Seniorennachmittag nutzten rund 600 Einheimische über 65 Jahren das Angebot, ein halbes Hendl und eine Mass Bier zu bekommen, gestiftet von Gemeinde und Festwirten. Auch die anderen Aktionen wurden gut angenommen. „Es hätte nicht besser laufen können“, sagt Gascha.

Auftritt von Volksmusikstars Melissa Naschenweng lockt 1400 Besucher ins Lenggrieser Festzelt

Das gilt auch für das Tauziehen am Sonntag. Mit 16 angemeldeten Mannschaften war der Wettbewerb so stark besetzt wie noch nie, und so viele begeisterte Zuschauer hatte es dabei bislang auch nicht gegeben. Mit über vier Stunden Veranstaltungsdauer wurde zudem ein weiterer Rekord gebrochen.

Peter und Michael Gascha moderierten die Bierzeltgaudi. Die Mannschaften waren bei der Namensgebung äußerst kreativ gewesen. Da gab es „Helden in Strumpfhose“, „Durstige Fische“ und „Seilschiaba“, die mit viel „Irxenschmalz“ ans Werk gingen, um den Gegner über den ominösen Strich zu ziehen. Logisch, dass dabei die drei reinen Frauenmannschaften vom begeisterten Publikum am stärksten bejubelt wurden, vor allem, wenn es ihnen gelang, eine Männermannschaft zu besiegen. Um ein klein wenig die Chancengleichheit herzustellen, durften sieben Frau an dem Tau ziehen, bei den Männern „nur“ fünf Personen.

5 gegen Willi: Gruppe Isarwinkler Burschen erkämpfen ersten Platz

Den „Wegscheida Bindamallan“ gelang es am besten. Sie schlossen auf Platz sechs ab und sicherten sich so die sieben Prosecco-Flaschen, die fürs beste Frauenteam ausgelobt worden war. Den Gutschein über 500 Euro für die Stie-Alm auf dem Brauneck, also den ersten Preis des Wettbewerbs, der offiziell von der Lenggrieser katholischen Landjugend veranstaltet worden war, holten sich dann nach zähem Kampf „5 gegen Willi“, ein loser Zusammenschluss von Isarwinkler Burschen. An die „Bohnenstangen“ ging der zweite Preis, ein 50 Liter Fass Bier. Über den dritten Platz, ein Fass mit 20 Litern, freute sich der „BV Fischbach“. In den kommenden Tagen wird alles auf dem Festplatz wieder abgebaut. Bereits Anfang September werden die Gaschas in die Planungen für 2023 gehen, denn: Nach der Festwoche ist vor der Festwoche. „Die Bands müssen frühzeitig gebucht werden“, sagt Peter Gascha.

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