33-Jährige schwer verletzt

Nach Todeskampf im Eisbach: Surfer-Welle bleibt gesperrt

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Ein Schild verbietet den Zugang zur Surfwelle am Eisbach.
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Achtung, Lebensgefahr: Aktuell ist das Surfen am Eisbach im Englischen Garten verboten. Nach dem schweren Unfall wägen die Behörden die nächsten Schritte ab.

München – Das Verbot bleibt: Nach dem schweren Unfall an der Eisbachwelle in München bleibt der Surfer-Hotspot weiter gesperrt. Wie lange die Anordnung aufrechterhalten werde, lasse sich aktuell nicht abschätzen, sagte eine Sprecherin der Stadt gestern. Wie berichtet, war eine 33 Jahre alte Surferin am vergangenen Mittwoch (16. April) in dem reißenden Bach am Englischen Garten verunglückt. Ihr Zustand ist kritisch, aber stabil, heißt es vonseiten der Polizei.

Nach Unfall im Eisbach: Beliebte Welle in München bleibt für Surfer vorerst gesperrt

Beim Sturz vom Board hatte sich die an ihrem Knöchel befestigte Sicherheitsleine – die Leash – am Grund verhakt. Die Frau konnte sich nicht alleine retten. Andere Surfer versuchten verzweifelt, die Verunglückte zu trennen, scheiterten aber an der starken Strömung. Erst Spezialisten der Feuerwehr gelang es, die 33-Jährige aus den eisigen Fluten zu retten.

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Die Eisbachwelle wird von Surfern zu allen Jahreszeiten genutzt. Das Wasser des Eisbachs, eine Ableitung der Isar, ist auch im Sommer sehr kalt. Das Surfen auf eigene Gefahr ist dort seit einigen Jahren erlaubt, Schwimmen und Baden sind dort verboten. Die Polizei ermittelt derzeit, wie es zu dem Drama kommen konnte. Der Lebensgefährte (35) der Frau hatte Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gestellt – ohne eine konkrete Person als Verdächtigen zu benennen. Die Behörden erwägen, den Wasserpegel bei der Welle zeitweise trockenzulegen, um den Grund des Gewässers zu untersuchen. Denkbar wäre, dass dort etwas im Verborgenen liegt – zum Beispiel ein E-Scooter.

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