VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
In schwierigem und sehr steilem Gelände laufen seit rund zwei Wochen Bauarbeiten am Blomberg. Die Bauarbeiter kämpfen aber nicht nur mit den Herausforderungen am Berg, sondern auch mit uneinsichtigen Wanderern, die sich in Lebensgefahr begeben.
Wackersberg – Immer wieder würden die Absperrungen und Umleitungsschilder ignoriert, berichtet Blombergbahn-Chef Hannes Zintel. „Wenn wir die Leute darauf ansprechen, bekommen wir unverschämte Antworten“, sagt er resigniert. „Wir stellen die Schilder aber nicht zum Spaß auf. Da können wirklich Steine runterkommen.“ Dennoch würden immer wieder Uneinsichtige auf dem eigentlich gesperrten Weg in den Baustellenbereich laufen. „Und dann bleiben sie oft auch noch im gefährlichsten Bereich stehen“, sagt Zintel.
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Eine Spezialfirma aus Österreich kümmert sich um die Hangsicherungsmaßnahmen. Bis zu zwölf Meter tiefe Verankerungen mussten laut Zintel für die Stützwand gesetzt werden. Hinterfüllt ist die Wand mit grobem Schotter. Der konnte wegen der Steilheit, aber auch wegen des labilen Geländes nur mit Hubschraubern angeliefert werden. Gesichert wird durch die Maßnahme unter anderem das Fundament der Liftstütze 19. Rund 100 000 Euro investiert die Blombergbahn in das Projekt.
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Die Bauarbeiten sollen Ende der kommenden Woche abgeschlossen sein. Bis dahin appelliert Hannes Zintel dringend an alle Wanderer, die Umleitungsschilder zu beachten und „ab dem Stichweg“ auf den Wirtschaftsweg oder den Alten Zwieselsteig auszuweichen.
