VonMelina Staarschließen
Wenn es brenzlig wird, sollen Polizisten künftig die Möglichkeit haben, mit kleinen Kameras Aufzeichnungen bei Einsätzen zu machen. Voraussichtlich ab Mai wird auch die Tölzer Inspektion mit den Bodycams ausgerüstet.
Bad Tölz – Auch im Oberland sollen Polizisten künftig mit Bodycams ausgerüstet werden – also mit Kameras, die bei Einsätzen Bewegtbild und Ton aufnehmen können. Wie Florian Streibl, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Landtag, in einer Pressemitteilung schreibt, sollen 1400 Stück an die Inspektionen Bad Tölz, Garmisch, Weilheim und Miesbach verteilt werden – voraussichtlich im Mai. Der Freistaat investiere dafür etwa 1,8 Millionen Euro.
„Vom Grundsatz her begrüßen wir die Einführung der Bodycams“, sagt der stellvertretende Leiter der Tölzer Polizeiinspektion, Andreas Rohrhofer. Man könne belegen, dass der Einsatz der Kameras eine deeskalierende Wirkung auf das Gegenüber habe. Außerdem könne man die Bilder „vor Gericht veranschaulichend verwenden“.
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Natürlich werde die Kamera nur im Konfliktfall aktiviert und sei nicht die ganze Zeit in Betrieb. „Aus Datenschutz-Gründen muss es auch angekündigt werden, wenn sie eingeschaltet wird“, sagt Rohrhofer. Was genau zu sagen sei, das lernen die Beamten in den kommenden Wochen in Schulungen. „Dabei geht es auch darum, dass wir erfahren, wie wird das Material gespeichert und wann wird es gelöscht“, sagt der stellvertretende Inspektionsleiter. Wann die ersten Tölzer Beamten mit einer Bodycam auf Streife gehen, stehe jetzt noch nicht fest. Rohrhofer: „Aber wir freuen uns darüber, das ist eine gute Einrichtung.“
