Vorschlag der SPD

Bahn frei für Radler: Neuer Plan für Braunauer Brücke - „Nutzt die DB ohnehin nicht mehr“

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Wollen den Brückenschluss für den Radverkehr: BA-Mitglied Louisa Pehle und Stadtrat Nikolaus Gradl (beide SPD).
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Ideen für die Nutzung der brachliegenden Gleise auf der Braunauer Eisenbahnbrücke über die Isar gibt es viele. Jetzt soll die Stadt die Trasse übernehmen.

München - Gute und schlechte Nachrichten für eine neue Isarquerung: Die Pläne des Vereins Isarlust, das stillgelegte Gleis der Braunauer Eisenbahnbrücke als grüne Querung und als kulturellen Aufenthaltsort temporär umzugestalten, haben sich für dieses Jahr zumindest zerschlagen. Es fehlt noch eine Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes. Isarlust-Chef Benjamin David verriet unserer Redaktion: „Wir sind weiter in guten Gesprächen mit der Bahn und optimistisch, dass es nächstes Jahr was wird.“ Und dabei könnte die Stadt helfen.

Neuer Plan für Braunauer Brücke: Die Stadt München soll die stillgelegte Trasse übernehmen

Die SPD nämlich fordert in einem Antrag die Verwaltung auf, die Brücke von der Bahn zu übernehmen. Das stillgelegte Gleis soll sodann für Fußgänger und Radfahrer hergerichtet werden. Es wäre ein Brückenschluss für den Radverkehr, denn es entstünde eine direkte Verbindung von Untergiesing ins Dreimühlenviertel.

Die Deutsche Bahn nutzt nur noch die Südseite der Brücke, die Gleise auf der Nordseite sind seit 40 Jahren stillgelegt. Fast ebenso lange gibt es Ideen für einen Radweg auf der Brücke, zuletzt hatten CSU und Freie Wähler beantragt, die Trasse für einen Radweg umzubauen, zuvor gab es entsprechende Vorschläge aus den Bezirksausschüssen. Die SPD im Stadtrat geht nun einen Schritt weiter. Gemeinsam mit Isarlust und Sponsoren wie der Stadtsparkasse und der Baywa soll nächstes Jahr ein Provisorium ermöglicht werden, das im Anschluss in städtischen Besitz übergeht und für den Rad- und Fußverkehr ausgebaut wird.

Bahn frei für Radler - SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl: „Im Süden gibt es nur wenige Brücken über die Isar“

„Im Süden der Stadt gibt es nur wenige Brücken über die Isar“, sagt SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl. „Und die, die es gibt, sind stark vom Autoverkehr geprägt. Deshalb wollen wir eine neue Querung für Fuß- und Radverkehr auf der Eisenbahnbrücke auf den Flächen, die die Deutsche Bahn ohnehin nicht mehr nutzt.“ Das sei sinnvoll – auch mit Blick auf mögliche neue Wohngebiete an der Großmarkthalle.

Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bezirksausschuss (BA) Sendling, Louisa Pehle, ergänzt: „Eine Öffnung der Brücke für Radler und Fußgänger ist eine langjährige Forderung der SPD in Sendling. Es wäre ein großer Gewinn für unser Stadtviertel, eine barrierefreie Querungsmöglichkeit über die Isar nutzen zu können.“

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