VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Ein Kinderwagen samt Kind (2) geriet am Mittwoch am Brauneck ins Rollen. Dann überschlug er sich mehrmals.
Lenggries - Die vielleicht letzten schönen Sommertage locken die Menschen auf die Berge. Kein Wunder also, dass die Lenggrieser Bergwacht diese Woche bereits zu drei Einsätzen ausrücken musste. Einer davon rief die Bergretter am Mittwochvormittag auf den Platz vor der Bergstation.
Eine Familie befand sich dort. Als sich die Eltern einen Moment lang um ihren sechsjährigen Sohn kümmerten und den Kinderwagen, in dem der zweijährige Bruder saß, abstellten, geriet der Wagen ins Rollen und stürzte den Hang hinunter. „Ein Bergretter, der gerade privat am Berg war, hatte noch versucht, hinterher zu springen, konnte den Kinderwagen aber nicht einholen“, schildert Sylvia Frei, Sprecherin der Lenggrieser Bergwacht.
Dornbusch stoppt Kinderwagen
Der Wagen überschlug sich mehrmals, bis er schließlich nach einigen Metern in einem Dornenbusch hängen blieb. Der Bub erlitt Schürfwunden und Kratzer und war sichtlich geschockt. Die Bergretter, darunter ein Rettungssanitäter konnten jedoch keine schlimmeren Verletzungen feststellen. Dennoch wurde der Zweijährige mit dem Bergrettungsfahrzeug ins Tal gebracht. Der Rettungsdienst brachte den Buben zur Untersuchung ins Krankenhaus. „Glücklicherweise war das Kind gut angeschnallt und der Dornenbusch im Weg, sodass der Vorfall glimpflich ausging“, so Frei.
Lenggries: Freiwillige Bergretter kümmern sich um erschöpfte Sportler
Am Mittwochnachmittag wurden die freiwilligen Bergretter dann noch auf die Tölzer Hütte gerufen. Ein 55-jährige Radfahrer hatte nach einer langen Radtour einen Kreislaufkollaps erlitten und kam nach der Erstversorgung ebenfalls ins Krankenhaus.
Bereits am Dienstag kümmerten sich die Lenggrieser Bergwacht um eine erschöpfte Frau an der Reiseralm. Die 75-jährige Urlauberin war zusammen mit drei weiteren Wanderern vom Brauneck abgestiegen. Auf Höhe Reiseralm war sie so erschöpft und hatte wacklige Knie, so dass sie nicht mehr alleine absteigen konnte. Ihre Begleiter stiegen zunächst zu Fuß ab, um die Frau dann mit dem eigenen Auto abzuholen. Als sie merkten, dass sie die Bergstraße mit einem normalen Fahrzeug nicht hochkommen, wählten sie schließlich die 112. Die Lenggrieser Bergwacht brachte die erschöpfte Frau nach Kontrolle ihrer Herzkreislaufwerte mit dem Bergrettungsfahrzeug ins Tal.
Quelle: Sylvia Frei/Bergwacht Lenggries
Lesen Sie auch:
Am Brauneck: Wenige Minuten nach dem Start - Gleitschirm stürzt böse ab - Schwerverletzte
Bergwacht rettete abgestürzten Mountainbiker - für Wanderer (48) kommt jede Hilfe zu spät
