In der Brucker CSU: Markus Droth legt alle Ämter nieder

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Markus Droth will Volksfestreferent bleiben. tb-foto

Fürstenfeldbruck - Nach seiner Niederlage im Kampf um die OB-Kandidatur hat Markus Droth seine Ämter in der CSU niedergelegt.

Ob er wieder als Stadtratsbewerber antritt und für wen, ist offen.

Das Votum war deutlich ausgefallen: 120 CSU-Mitglieder hatten für Andreas Lohde als Bürgermeisterkandidaten gestimmt. Sein Kontrahent Markus Droth hatte nur 62 Stimmen erhalten. Aus der klaren Niederlage zieht der 46-Jährige nun offenbar seine Konsequenzen. Seine Ämter als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Beisitzer im Ortsvorstand hat er niedergelegt. „Ich ziehe mich zurück und konzentriere mich auf Beruf und Privatleben.“

Die verlorene Wahl sei ein Grund für den Rückzug. „Ich bin weder beleidigt noch ein schlechter Verlierer.“ Er habe gemerkt, dass die CSU in eine andere Richtung tendiere, als er sie sehe. „Ich möchte neuen Entwicklungen nicht im Wege stehen.“

In einer E-Mail hat Droth seine Entscheidung dem Ortsvorstand mitgeteilt. Brucks CSU-Chef Hans Schilling ist enttäuscht und ein wenig sauer. „Wenn man miteinander viele Schlachten geschlagen hat, sollte man miteinander reden.“ Die E-Mail sei ihm zu billig. Die Entscheidung sei bedauerlich. „Vielleicht ist er grantig.“ Schilling vermutet, dass Droth mehr an der Niederlage knabbert als er zugibt. Die Gründe, dass er dem Ortsverband nicht im Wege stehen will, seien doch eher an den Haaren herbeigezogen.

Markus Droth sitzt seit 23 Jahren für die CSU im Stadtrat. Sein Amt als Referent für Feste und Märkte will er bis zum Ende der Legislaturperiode ausfüllen. „Ich will noch Dinge voranbringen.“ Den stellvertretenden Fraktionsvorsitz wird Andreas Lohde künftig alleine übernehmen. Droth will sich stattdessen verstärkt seinem Amt als Geschäftsführer des Bundes der Selbständigen widmen. Hier wolle er einen neuen Bundesverband aufbauen. Auch im öffentlichen Leben will er sich weiter einbringen.

Ob es ein Rückzug für immer ist, ist noch offen. „Nach der derzeitigen Planung werde ich nicht mehr für den nächsten Stadtrat kandidieren“, sagt er. Eine Hintertüre lässt er sich jedoch offen. Man wisse nicht, was in einem halben Jahr ist. Es wird gemunkelt, dass sich Droth womöglich einer anderen Wählergruppierung anschließen und für sie auf der Kandidatenliste stehen könnte. Es habe keine Gespräche gegeben, sagt der 46-jährige. Die Entscheidung hänge auch davon ab, mit welchen Inhalten sich die CSU im Sommer aufstelle.

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