Wasserstand sinkt nur langsam

Kläranlagen-Situation in Bruckmühl bleibt wegen Hochwasser kritisch: Dieses Verbot gilt

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Grundwasser und eingeleitetes Wasser bereiten in Bruckmühl weiterhin Probleme.
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Das Grundwasser bereitet in Bruckmühl nach wie vor Probleme. Auch am Mittwoch (18. September) bittet die Marktgemeinde ihre Bürger, sich an die Vorgaben zu halten, um das System zu entlasten. Doch wie ist die aktuelle Lage?

Bruckmühl – Die Lage in Teilen der Marktgemeinde Bruckmühl bleibt weiterhin kritisch. Auch am Mittwochvormittag (18. September) bereiten das Grundwasser und das eingeleitete Wasser nach wie vor Probleme. Am Vortag hatte die Kommune erstmals darauf hingewiesen, dass aufgrund der Wassermengen und des steigenden Grundwassers die Kapazitäten der Kläranlage Bruckmühl ausgeschöpft sind. Da das Wasser deshalb in den Kanal rückgestaut werden musste, besteht ein Risiko für die umliegenden Haushalte, so die Warnung. So könne es in Waldheim und Heufeld zu Wasser in den Häusern beziehungsweise Kellern durch den Kanal kommen.

Nun teilte eine Sprecherin der Marktgemeinde zunächst am Mittwochvormittag mit, dass der Grundwasserpegel und der Wasserstand in der Kläranlage „unvermindert hoch“ blieben. Man weise deshalb noch einmal ausdrücklich daraufhin, „dass generell kein abgepumptes Wasser aus Kellern oder Oberflächenwasser in das Kanalnetz eingeleitet werden darf“. Genau das habe nämlich zur aktuellen Überlastung und zur brenzligen Lage geführt. 

Sandsäcke stehen zur Abholung bereit

Auch Bürgermeister Richard Richter hatte gegenüber dem OVB an die Vernunft der Bürger appelliert und die betroffenen Menschen darum gebeten, die Anweisungen zu berücksichtigen. Dagegen sollten möglichst wertvolle Gegenstände in Waldheim und Heufeld aus den Kellern entfernt werden. Wegen des ansteigenden Grundwassers stellte die Feuerwehr Heufeld zudem mehrere Gitterboxen gefüllt mit Sandsäcken zur eigenen Abholung im Bereich Spielplatz/Waldschlössl in Waldheim auf. Vom Hochwasser geschädigte oder gefährdete Haushalte sollen so mehr geschützt werden. Noch am Dienstagabend (17. September) war die Gemeinde davon ausgegangen, dass sich die Pegelstände am Mittwoch, auch aufgrund der Wetterprognose, wieder normalisieren.

Nach einem leichten Rückgang über Nacht war der Pegel am Mittwochvormittag an der Einlaufstelle zum Klärwerk jedoch wieder bei 250 (normal 90), hieß es seitens der Markgemeinde. Feuerwehren, Bauhof und Verwaltung sind also nach wie vor im Einsatz und haben ein wachsames Auge auf die Situation. Etwas später vermeldete die Kommune, dass der Pegelstand an der Bruckmühler Kläranlage langsam sinkt (von 250 auf aktuell 215). Die Lage bleibe jedoch vorerst ernst, aber die Maßnahmen greifen langsam.

Das Bürgertelefon ist wieder aktiviert

Laut einer Bruckmühler Pressemitteilung gilt deshalb: „Wasser unter keinen Umständen in den Kanal oder die Straßenentwässerung abpumpen. Nur in Privatgärten und Wiesen ableiten. Alle Maßnahmen, die den Kanal belasten, sind zu vermeiden. Tipps zur weiteren Entlastung des Systems: Verzichten Sie vorerst auf den Betrieb von Waschmaschinen, Spülmaschinen sowie Vollbäder et cetera.“

Für alle Betroffenen ist auch an diesem Mittwoch wieder ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 08062/59-252 eingerichtet worden. Zwar sind insbesondere die Ortsteile Waldheim und Heufeld betroffen. Das Einleit-Verbot in das Kanalsystem gilt jedoch generell und für die ganze Gemeinde. Die Verwaltung bittet die Bürger, auch alle Nachbarn, die womöglich betroffen sein könnten, ebenfalls zu informieren.

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