Veranstaltung der CSU

Bürgermeister erklärt: Darum baut die Gemeinde Lenggries das Pflegeheim selbst

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Auf der ehemaligen Krankenhauswiese soll der Neubau neben dem bestehenden Heim gebaut werden.
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Um das in Lenggries geplante neue Pflegeheim ging es jetzt bei einer Veranstaltung der CSU.

Lenggries – Die Veranstaltung „Lenggries heute, morgen“ hat bei der CSU Tradition. Der Bürgermeister geht dabei auf aktuelle und kommende Projekte in der Gemeinde ein. Da es Werner Weindls letzter Auftritt war – er tritt 2020 nicht mehr an – blickte der Rathauschef auch ein wenig zurück.

Auf der Krankenhauswiese soll wie berichtet das neue Pflegeheim entstehen und eventuell eines Tages auch ein weiterer Kindergarten. Weindl erklärte noch einmal, warum sich die Gemeinde nach langen Diskussionen dafür entschieden habe, das Großprojekt selbst zu bauen. „Natürlich waren bei mir einige private Investoren, die gesagt haben, sie bauen das sofort, wenn ihnen die Gemeinde den Grund verkauft“, sagte der Bürgermeister. Der Haken: Nach dem Bau „teilen die das Heim wie Eigentumswohnungen auf und verkaufen die Pflegeplätze als Geldanlage“. Für 20 Jahre werde dann noch ein Vertrag mit einem Betreiber geschlossen. „Aber was ist nach diesen 20 Jahren?“, fragte Weindl. Wer schließe dann einen neuen Vertrag, wenn die Pflegeplätze im schlimmsten Fall auf 100 Eigentümer aufgeteilt sind, „die ich unter einen Hut bringen muss?“ Weil die Gemeinde wolle, „dass das immer ein Heim bleibt“, habe man sich zum Bau entschieden.

Pflegeheim: Neuen Betreiber in die Planung mit einbinden

Den künftigen Betreiber, die Caritas, wählte man gemeinsam mit dem Landkreis aus, weil von ihm Personal übernommen werden muss. „Wir wollten, dass der Betreiber von Anfang an bei der Planung eingebunden ist.“ Da es Letztere noch nicht gibt, könnte man noch keinen Vertrag mit der Caritas schließen. Am 24. Juli wird nun aber eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, „damit die Bevölkerung sieht, dass etwas weitergeht“, sagte Weindl.

Derzeit läuft die Ausschreibung der Planungsleistung. Dafür sind umfangreiche Gespräche notwendig. „Es sind anstrengende Tage“, sagte Weindl. Im Laufe des Jahres „wissen wir, wer den Auftrag bekommt. Dann geht es ans Eingemachte.“ Aufgezeigt werden muss dann auch, wie der Neubau unter laufendem Betrieb realisiert werden kann und wie und ob Teile des Bestandsgebäudes weiter genutzt werden können.  va

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