VonVeronika Machtschließen
In der Bürgerversammlung am Samstag ließ Georg Els die Bombe platzen: Der langjährige Bürgermeister von Forstern wird nicht mehr als solcher kandidieren.
Forstern – Lange hat sich Georg Els (AWG, 61) mit seiner Entscheidung Zeit gelassen, ob er nach fast 24 Jahren als Bürgermeister noch einmal kandidiert. Am Samstag ließ er die Bombe platzen: „Ich werde nicht mehr antreten. Das war für mich die letzte Bürgerversammlung als Bürgermeister von Forstern“, sagte er kurz und knapp.
Els: Es geht um den Generationswechsel
Gründe dafür nannte Els nicht, erklärte aber im Gespräch mit unserer Zeitung, es gehe ihm um den Generationswechsel: „Wenn man den nicht rechtzeitig hinbekommt, ist das ein Drama. Das muss jetzt passieren und nicht, wenn ich 68 bin“, ist Els überzeugt und erinnert daran, dass sein Amtsvorgänger und Schwiegervater Josef Eicher mit 62 Jahren aufgehört habe, Altlandrat Xaver Bauer mit 63 – also im gleichen Alter. Zugleich gibt Els zu: „Es fällt schon schwer und bewegt mich. Es ist nicht so, dass es mir nicht Spaß gemacht hätte und nicht noch weitere sechs Jahre Spaß machen würde. Aber es gibt auch ein Leben vor dem Tod.“
Hauptamtlicher Bürgermeister: „Das hat mich bestärkt“
Der Gemeinderatsbeschluss, dass Forsterns Bürgermeister ab Mai 2020 hauptamtlich ist, habe für seine Entscheidung sicherlich auch eine Rolle gespielt: „Das hat mich bestärkt, den Generationswechsel jetzt anzupacken“, sagt Els.
Aktuell gibt es mit Maria Feckl (Grüne) nur eine Bürgermeisterkandidatin in Forstern. Die AWG will am Montag, 2. Dezember (19 Uhr, Hirschbachwirt), ihren Bewerber präsentieren. Die CSU, die den hauptamtlichen Bürgermeister beantragt hatte, hält sich in der K-Frage indes bedeckt. Ihre Aufstellungsversammlung ist am Dienstag, 10. Dezember.
vam
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