2008 hatte er es schon einmal versucht

Sebastian Klinger (CSU) - Bürgermeister im zweiten Anlauf?

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Das Team der CSU Forstern (vorne, v. l.): Sarah Kinstetter, Annett Taubert, Bürgermeisterkandidat Sebastian Klinger und Sabine Greska, (mittlere Reihe, v. l.) Norbert Ludwig, Caroline Falterer, Gerhard Eicher, Martin Huber, Josef Obermaier und Stephanie Briesemann sowie (hinten, v. l.) Andreas Baierl, Franz Wintermayr, Stefan Ganghofer, Virgil Weizenbeck, Matthias Briesemann, Alois Eicher und Anton Oskar.
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2008 hatte er es schon einmal versucht, jetzt will es Sebastian Klinger noch mal wissen: Der 61-Jährige tritt für die CSU als Bürgermeisterkandidat in Forstern an.

Forstern – Vom Vize zum Chef: Sebastian Klinger will für die CSU Forstern die Nachfolge von Bürgermeister Georg Els (AWG) antreten. Einstimmig wurde er am Dienstagabend beim Hirschbachwirt zum Kandidaten gekürt. Es ist bereits Klingers zweiter Anlauf: Schon 2008 hatte er Amtsinhaber Els herausgefordert und damals mehr als 30 Prozent der Stimmen bekommen. 2014 verzichtete er auf eine Kandidatur, jetzt will es der 61-Jährige noch einmal wissen.

Bürgermeisterkandidat der CSU in Forstern: Die Neugier war groß

Wen schickt die CSU ins Rennen ums Bürgermeisteramt? Die Neugier in Forstern war groß. Zur Aufstellungsversammlung waren neben den Listenkandidaten und den CSU-Mitgliedern derart viele Interessierte gekommen, dass nicht alle in den Nebenraum des Hirschbachwirts gepasst haben. Besonders viele Anhänger der Alten Wählergemeinschaft, darunter auch deren Bürgermeisterkandidat Rainer Streu, ließen sich die Nominierung nicht entgehen. „Ich freue mich, dass die AWG so stark vertreten ist. Das zeigt, dass die Kollegen genauso neugierig sind wie wir“, sagte Gemeinderat Stefan Ganghofer in Anspielung darauf, dass Vertreter seiner Partei vorige Woche die Versammlung der AWG besucht hatten.

Klinger: „Will Transparenz, Wertschätzung, Offenheit und Verantwortung zeigen“

Auch Klinger freute sich über die vielen Gäste und kündigte an, bei diversen Wahlveranstaltungen des politischen Gegners vorbeizuschauen. Politische Gegner ja, aber letztlich gehe es im Gemeinderat um die Zusammenarbeit aller Fraktionen. „Ich will Transparenz, Wertschätzung, Offenheit und Verantwortung zeigen“, erklärte Klinger zu seinen Prinzipien als Bürgermeisterkandidat. Er betonte, er werde in der Gemeinderatsarbeit „keinen aus den anderen Fraktionen ausschließen oder bekämpfen“, sondern stattdessen mit ihnen viele Gespräche führen, denn eine Mehrheit erreiche die CSU wohl nicht. Das sah Andreas Baierl, der selbst schon eine Periode im Gemeinderat war und die Liste als Ersatzkandidat unterstützt, anders: „Den Bürgermeister stellen und die Mehrheit gewinnen – das muss unser Ziel sein.“

CSU Forstern: Wahlthemen von Bürgerbus bis Pflegeeinrichtung

Klinger stellte einige Wahlthemen vor, die die Kandidaten zusammen in Workshops erarbeitet hatten. Dazu gehörte der Erhalt der Schule am Ort ebenso wie der Ausbau der offenen Jugendarbeit und die Umsetzung der Pflegeeinrichtung für Senioren. Auch ein Fernwärmenetz würde die CSU gerne umsetzen, ebenso einen ehrenamtlich betriebenen Bürgerbus unter dem Motto „Bürger fahren Bürger“. Mit dem Thema Mobilität habe er sich zwei Jahre lang beschäftigt, erklärte Klinger, und nannte den ÖPNV ebenfalls als Schwerpunktthema.

Sebastian Klinger, seit 2002 im Gemeinderat, seit 2014 Vize-Bürgermeister

Klinger ist 61 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt in Wetting und arbeitet „bei einem bayerischen Automobilhersteller, aber das würde sich ändern, wenn ich gewählt würde“, sagte der KfZ-Meister. Klinger ist seit 2002 im Gemeinderat, seit 2014 Vize-Bürgermeister. „Ich habe immer sehr gut mit Georg Els zusammengearbeitet“, sagte er und betonte abermals, man habe nicht gewollt, dass Els geht, als man den Antrag gestellt hat, dass der Bürgermeister von Forstern künftig hauptamtlich ist. „Das war nicht unsere Intention. Wir hätten auch mit einer weiteren Amtszeit von ihm leben können, aber es war letztlich seine persönliche Entscheidung, nicht mehr anzutreten“, sagte Klinger.

Da der Bürgermeisterkandidat bereits die gemeinsamen Ziele der CSU formuliert hatte, beschränkten sich die Listenbewerber auf kurze persönliche Vorstellungen. Alle amtierenden Räte treten nochmals an, jüngste Kandidatin ist die 27-jährige Sarah Kinstetter. Für den Wahlkampf wünschte sich Klinger, dass er fair bleibt: „Der Ton muss stimmen.“

Die CSU-Kandidaten in Forstern

1. Sebastian Klinger, 2. Anton Oskar, 3. Gerhard Eicher, 4. Stefan Ganghofer, 5. Franz Wintermayr, 6. Stephanie Briesemann, 7. Sarah Kinstetter, 8. Annett Taubert, 9. Norbert Ludwig, 10. Josef Obermaier, 11. Alois Eicher (parteifrei), 12. Martin Huber (parteifrei), 13. Sabine Greska (parteifrei), 14. Virgil Weizenbeck, 15. Caroline Falterer (parteifrei), 16. Matthias Briesemann. Ersatz: Christian Werner, Andreas Baierl.

vam

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