Kommunalwahl 2020

Albert Zimmerer (SPD) ist Bürgermeisterkandidat in Isen

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Die SPD-Liste (vorne, v. l.): Monika Kollmus-Lahner, Rosa Kunzmann, Sarah Berndt, Dunja Bockhorni und Marika Hiermann sowie (hinten, v. l.) Klaus Hamal, Michael Kunze, Karl Kinzel, Peter Faßl, Albert Zimmerer, Maximilian Wittmann, Gerhard Aimer-Kollroß und Richard Lechner.

Seit langem ist bekannt, dass SPD-Gemeinderat Albert Zimmerer Isens Bürgermeisters werden will. Jetzt wurden seine Kandidatur und die Gemeinderatsliste bestätigt.

Isen – Seit gut einem halben Jahr ist bekannt, dass SPD-Gemeinderat Albert Zimmerer um das Amt des Isener Bürgermeisters kämpfen will. Jetzt hat er seine Kandidatur bestätigt und die 14 Kandidaten der Gemeinderatsliste vorgestellt. Obwohl auf der Liste nur vier Parteimitglieder kandidieren, wird man offiziell als SPD in die Kommunalwahl gehen. Der Wunschname Parteifreie und SPD hätte bedeutet, eine neue Wählergruppe organisieren zu müssen. Für diese wären die Unterschriften von 120 Wahlberechtigten nötig gewesen.

Zimmerer, der bereits 2014 kandidiert hat und dabei knapp 30 Prozent der Stimmen eingefahren hat, steht 2020 nur als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung. „Ich werde nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren, weil zwölf Jahre genug sind. Ich mach den Platz frei für Kandidaten und Kandidatinnen, die für frischen Wind sorgen“, sagte er in der Aufstellungsversammlung am Mittwochabend.

Kommunalwahl 2020: „Vor Ort ist das neue Öko“

In seiner Bewerbungsrede als Bürgermeisterkandidat stellte er seine Schwerpunkte vor. Besonders wichtig sei ihm, dass Isen die Möglichkeiten bereit halte, vor Ort zu arbeiten, einzukaufen und Freizeitaktivitäten nachzugehen. „Vor Ort ist das neue Öko“, sagte er.

Sich selbst beschrieb er als Kandidat mit Erfahrung und einer Portion Robustheit. „Erfahrung ist notwendig, weil in Isen hohe Investitionen anstehen. Robustheit und Verhandlungsgeschick sind gefragt, wenn wir den Umzug von Volksfestplatz und Sportgelände vornehmen werden“, sprach Zimmerer einen zentralen Punkt des Wahlprogramms an.

Bürgermeisterkandidat will selbstverwaltetes Jugendzentrum für Isen

Ein weiteres wichtiges Thema des ehemaligen Jugend- und aktuellen Seniorenreferenten – der nach eigener Aussage einen guten Draht zu Jugendlichen und Senioren hat – ist, in Isen wieder ein selbst verwaltetes Jugendzentrum zu schaffen. Auch über den öffentlichen Nahverkehr hat sich der 57-jährige Fahrzeug-Elektroniker Gedanken gemacht. Statt auf den ÖPNV zu setzen, bei dem schnell vergessen werde, dass jede neue Linie von der Kommunen bezahlt werden müsse, favorisiert Zimmerer gemeindeeigene Bürgertaxis. Dass diese funktionierten, sehe man in der Isener Partnergemeinde Ernstbrunn.

Als Herzensangelegenheit bezeichnete Zimmerer die Wiedereinführung der Marktnacht. Auch Bürgerbeteiligung schreibt Zimmerer groß: die Erfahrungen mit der Schulsanierung hätten ihm gezeigt, dass bei großen Investitionen die Bevölkerung über Bürgerentscheide in die Entscheidung eingebunden werde müsse.

Spitzenkandidat Michael Kunze: Schule, Sportplatz und Wiederbelebung des Ortes

In einer zweiten Runde stellten sich die Kandidaten vor, die im Blockwahlverfahren gewählt wurden. Spitzenreiter ist Michael Kunze. Das 47-jährige SPD-Mitglied saß als Nachrücker drei Jahre im Gemeinderat. Seine Themen sind Schule, Sportplatz und die Wiederbelebung des Ortes. Ihm folgen Rosa Kunzmann und Karl Kinzel. Die beiden bilden zusammen mit Marika Hiermann (Platz 4), die als Expertin in Fragen der Migration und Integration gilt, Monika Kollmus-Lahner (6) und Richard Lechner (14) die Fraktion der Über-60-Jährigen. Jüngste Kandidaten sind Peter Faßl und Maximilian Wittmann.

Für die Verlegung des Sportgeländes setzt sich Gerhard Aimer-Kollroß (5) ein. Fachfrau für Soziales ist VdK-Vorsitzende Monika Kollmus-Lahner. Klaus Hamal (7), der in der Vergangenheit bei den Freien Wählern kandidierte, hat nicht nur Großprojekte auf der Agenda. Er steht für Barrierefreiheit und einen eingezäunten Hundespielplatz. Weitere Spezialgebiete der Kandidaten: Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (Kinzel) und Jugendzentrum (Wittmann). Die ersten sechs Kandidaten wurden doppelt gesetzt. In einem Workshop soll im Januar das genaue Wahlprogramm erarbeitet werden. 

Die Kandidaten:

1. Michael Kunze (SPD),
2. Rosa Kunzmann (SPD),
3. Karl Kinzel (SPD),
4. Marika Hiermann,
5.Gerhard Aimer-Kollroß,
6. Monika Kollmus-Lahner,
7. Klaus Hamal,
8. Dunja Bockhorni,
9. Peter Faßl,
10. Sarah Berndt (SPD),
11. Stefan Dürr,
12. Giusy Giglio,
13. Maximilian Wittmann,
14. Richard Lechner.

Anne Huber

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