VonAndreas Högerschließen
Schicken die Freien Wähler (FW) Otterfing einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen? Nach der Jahreshauptversammlung ist das noch unklar. Tendenz: Eher nicht.
Otterfing – Die Chance, jemand aus den eigenen Reihen an die Spitze des Rathauses zu bekommen, war schon lange nicht mehr so groß. Mit dem langjährigen Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) räumt der Amtsinhaber das Feld, die Karten werden neu gemischt.
Doch nach Lage der Dinge treten die FW – wie schon 2014 – ohne Spitzenkandidat an. „Die Tendenz geht dahin, dass wir keinen Bürgermeister-Kandidaten stellen“, sagt FW-Sprecher Manfred Lauber.
Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag habe man das Thema besprochen und diskutiert. Man sei sich bewusst, dass ein Spitzenkandidat im Wahlkampf besondere Beachtung finde, wovon in der Regel die ganze Gemeinderatsliste profitiere.
Andererseits brauche es auch die Bereitschaft geeigneter Kandidaten, in den Ring zu steigen. „Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen“, sagt Lauber. Eine Entscheidung fällt erst am Dienstag, 26. November, bei der Aufstellungsversammlung (ab 20 Uhr im Otterfinger Hof).
Bisher steht nur ein Bürgermeisterkandidat fest
Bisher steht mit Michael Falkenhahn (SPD) erst ein Bürgermeister-Kandidat fest. Ob die Grünen ins Rennen einsteigen, wird sich am Mittwochabend zeigen; die Vorzeichen deuten auch dort darauf hin, dass es eher keinen Bewerber um den Chefposten im Rathaus geben wird. Die CSU als „Titelverteidiger“ hält sich noch bedeckt.
Unabhängig von der Gemeinderatsliste haben die FW Otterfing in der Jahresversammlung turnusgemäß ihr Personal sortiert. Ortsvorsitzender bleibt für weitere zwei Jahre Johann Killer, der dieses Amt 2015 übernommen hat. Die Position eines Stellvertreters war nach dem Wegzug von Andrea Kadner vakant, diese Aufgabe übernimmt Katrin Exner. Zweiter Stellvertreter bleibt Stefan Burgmayr. Der Schriftführer-Posten wechselt von Manfred Lauber zu Andreas Schäfer.
Im Gemeinderat besetzen die FW aktuell drei Mandate. Stefan Burgmayr und Ulrike Stockmeier, die aktuell als Zweite Bürgermeisterin fungiert, werden wohl wieder antreten. Katharina Kirmayr dagegen will nicht mehr kandidieren. Ziel sei, ab 2020 eine stärkere Fraktion zu stellen, betont Lauber. „Wir wollen 2020 mehr Sitze holen.“ Die FW Otterfing verstehen sich als parteiunabhängige Gruppierung. „Mit der im Landtag vertretenen Partei haben wir nichts zu tun.“
In den Mittelpunkt des Wahlkampfs wollen die FW die Schaffung von Wohnraum rücken – sowohl für junge Familien als auch für Senioren. „Das Projekt auf der Thomawiese sehen wir positiv“, sagte Lauber.
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