VonHenry Dingerschließen
Matthias Zimmerer wurde offiziell als Bürgermeisterkandidat der CSU Pastetten nominiert. Er führt auch die Liste an, auf der nur eine Frau steht.
Pastetten – Dass Matthias Zimmerer (CSU) beim Ringen um das Bürgermeisteramt in Pastetten gegen Peter Deischl (FWE) antreten will, war bereits seit Ende Oktober bekannt. Nun wurde der 50-Jährige bei der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Winner mit 26 Ja- und drei Gegenstimmen offiziell ins Rennen geschickt.
In der Lokalpolitik ist der Elektromeister ein alter Hase: Seit 24 Jahren sitzt Zimmerer im Gemeinderat, seit 2014 ist er Vize-Bürgermeister. „Ich konnte mitwirken, dass unsere Schulden von 3,6 Millionen Euro im Jahr 2014 auf ein Rücklagenplus von zwei Millionen Euro umgekehrt wurden“, erklärte Zimmerer am Mittwochabend. Er sei für einen schonenden Umgang mit den Finanzen, um auch für künftige Investitionen Spielraum zu haben.
Matthias Zimmerer führt auch die Liste an
Am Herzen liegt ihm nach seinen Worten auch bezahlbarer Wohnraum, „damit die Kinder aus der Gemeinde hier sesshaft werden können“. Die Unterstützung des Seniorenbeirats und die Schaffung einer Bademöglichkeit gehörten ebenso zu den Schwerpunkten einer bedarfsgerechten Familien- und Sozialpolitik wie das Vereinsleben, an dem der gebürtige Harthofener bereits seit seiner Kindheit aktiv teilnimmt.
Zimmerer führt auch die Liste für den Gemeinderat an, die im Anschluss aufgestellt und bestätigt wurde. Auf Platz 2 wurde Alois Zollner gesetzt. Der 53-jährige ist seit 2014 im Rat und wirkt unter anderem im Finanz- und Haushaltsausschuss mit. Er setze sich, so Zollner, für eine „strikte und zukunftsorientierte Finanzplanung und eine solide Haushaltsführung“ ein. Auch der soziale Wohnungsbau sei für ihn ein wichtiges Thema.
Petra Proft ist die einzige Frau auf der Liste
Auf Listenplatz 3 sollte nach den CSU-Regularien eine Frau stehen, gewählt wurde Petra Proft. Sie ist die einzige Frau auf der Liste. Die 53-jährige ist im Ort vor allem durch die Mittagsbetreuung der Schulkinder bekannt, die sie 1995 gegründet hat und heute leitet. Im Gemeinderat wolle sie sich vor allem für die Belange der Eltern einsetzen und ihre Kompetenz in puncto Offene Ganztagsschule (OGS) einbringen.
Platz 4 wurde für einen Unter-30-jährigen freigehalten. Nach einer Stichwahl steht an dieser Stelle Stefan Rackl (25). Der Reithofener studiert Elektrotechnik und will sich für die Anliegen der Jugend stark machen. Listenplatz 5 gehört den Senioren über 60 – repräsentiert von Josef Knon (69). Der frühere Flugzeugtechniker gehört dem Seniorenbeirat an und will sich vor allem für die Belange der Älteren einsetzen.
Cornelia Vogelfänger: „Passt mir gut auf mein Baschding auf“
Da sich ab Platz 6 nur zwölf weitere Mitstreiter fanden, wurden die Plätze eins bis elf doppelt belegt, um keine Stimmen zu verschenken. Fritz Deutinger und Lisa Neumaier, die heute zwei der vier CSU-Plätze im Rat bekleiden, ließen sich nicht mehr aufstellen. CSU-Ortsverbandschef und Buchs Bürgermeister Ferdinand Geisberger nutzte die Gelegenheit, um seiner Stellvertreterin und Amtskollegin Cornelia Vogelfänger für die gute Zusammenarbeit und für ihr Engagement in den vergangenen 18 Jahren zu danken.
Vogelfänger selbst ließ das Erreichte ihrer Amtszeit Revue passieren und schloss unter kräftigem Beifall mit den Worten: „Ich bin stolz auf Pastetten, es ist mein Baschding. Passt mir gut darauf auf.“
Die Kandidaten der CSU
Matthias Zimmerer, Alois Zollner, Petra Proft, Stefan Rackl, Josef Knon, Stefan Altmann, Hans Oskar, Thomas Huber, Tobias Mühlhuber, Matthias Lex, Rudi Heiss, Josef Weitzenbeck jun., Maik Schleicher, Tobias Recknagel, Alessandro Marchesano, Hans-Peter Schroers und Andreas Paul.
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