Erneute Kandidatur

Bürgermeisterwahl in Bernbeuren: Karl Schleich will es nochmal wissen

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Kontrahenten bei der Bürgermeisterwahl 2014: Martin Hinterbrandner (li., UWG) gegen Karl Schleich (WLB). Schleich unterlag am Ende knapp, versucht es jetzt aber erneut.
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Teil zwei im Bernbeurener Vorwahlen-Spektakel erwartet die Besucher am kommenden Donnerstag (20 Uhr) in der Auerberghalle. Karl Schleich wird sich zum Bürgermeisterkandidaten der Wählergemeinschaft Lebendiges Bernbeuren (WLB) küren lassen. Und er hofft obendrein auf möglichst viele Gemeinderats-Anwärter.

Bernbeuren – Schon vor sechs Jahren war Karl Schleich einer der Hauptdarsteller in einem schieren Wahlkrimi in Bernbeuren. Zunächst hatte sich Martin Hinterbrandner bei der Aufstellungsversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) gegen Schleich durchgesetzt. Der ließ sich davon aber nicht beirren und stellte flugs eine eigene Liste auf, die ihn zum Gegenkandidaten kürte. „Bei der Bürgermeisterwahl war ich dann ganz knapp um nur 15 Stimmen unterlegen“, erinnert er sich.

Jetzt will es der 51-Jährige noch einmal wissen. Schleichs Nominierung am Donnerstag dürfte Formsache werden, ein zweiter Kandidat für den Chefposten im Rathaus ist bei der Wählergemeinschaft Lebendiges Bernbeuren (WLB) nicht in Sicht. Die WLB wird dieses Mal aber auch Gemeinderats-Kandidaten bei der Kommunalwahl ins Rennen schicken. Der Grund: „40 Jahre lang hat es in Bernbeuren nur eine Liste gegeben, mein Ansinnen war eine zweite, damit man eine Auswahl hat“, so Schleich. Auf mindestens fünf bis sechs Freiwillige hofft der 51-Jährige, die sich am Donnerstag zur Wahl stellen.

Bei der Bürgermeisterwahl wird es Schleich im März dann voraussichtlich mit einem oder zwei Kontrahenten zu tun bekommen. Das hängt davon ab, wie sich Martin Hinterbrandner entscheidet. Der amtierende Rathauschef war am Dienstag vergangener Woche bekanntlich von seinem Herausforderer Josef Köpf düpiert worden, der bei der UWG-Aufstellungsversammlung 151 der insgesamt 201 Stimmen holte. Hinterbrandner ließ nach der bitteren Niederlage zunächst offen, ob er es ähnlich machen wird wie damals Karl Schleich und jetzt mit einer eigenen Liste ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht.

Schleich hält es für eher unwahrscheinlich, dass Hinterbrandner das macht. Zu deutlich sei seine Niederlage am Dienstag gewesen, meint er. Josef Köpf werde dagegen viele Stimmen holen, ist sich sein Herausforderer in spe sicher. Für wen es am Ende reicht, muss sich freilich erst noch zeigen.

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