Sinkender Schuldenstand

Bürgerversammlung in Mauern: „Wir waren sehr umtriebig“

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Mauerns Ortschef Georg Krojer zog bei der Bürgerversammlung Bilanz.

Georg Krojer ist ein gut gelaunter Mensch, das war am Mittwoch bei der Mauerner Bürgerversammlung nicht anders. Der Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Gemeinde und einer Reihe von Infrastruktur-Maßnahmen.

Mauern - 3106 Menschen mit 31 verschiedenen Nationalitäten leben aktuell in der Kommune, die leicht wächst. „Wir waren sehr umtriebig“, betonte Ortschef Georg Krojer bei der Bürgerversammlung am Mittwoch mit Blick auf mehrere große wie kleine Baumaßnahmen. Im vergangenen Jahr bekam unter anderem die Feuerwehr ein neues Fahrzeug, und der Ausbau des Internet-Glasfasernetzes ist erfolgt. 

Der Bürgermeister betonte auch, dass man im Vorfeld alles getan habe, um bei dem Neubau der 1962 errichteten Brücke über die Staatsstraße „den sozialen Frieden zu wahren“. Die Gemeinde habe die Birkenstraße ertüchtigt und eine Behelfsbrücke für Fußgänger durchgesetzt. Krojer hatte die Lacher auf seiner Seite, als er von einem Autofahrer berichtete, der die kleine Brücke anfuhr und ausprobieren wollte.

Mauerns Schuldenstand sinkt

Er berichtete, dass die Gemeinde mit ihren finanziellen Mitteln sparsam umgegangen sei und die Schulden 2019 von 2,3 auf 1,9 Millionen Euro sinken würden. Im kommenden Jahr habe man aber wieder große Herausforderungen wie das Mitterfeld-Gebiet, wo Straße, Kanal oder Wasserleitungen saniert und erneuert werden sollen. Die größte Aufgabe ist natürlich das kommunale Wohnprojekt mit 14 Wohnungen zwischen 40 und 100 Quadratmetern. Krojer betonte, dass diese Anlage für die Gemeinde nur durch ein Förderprogramm möglich sei – mit einem Drittel Zuschuss.

Beim Rückblick auf das Jahr berichtete der Rathauschef von zwei Kindertagesstätten mit 166 Kindern, der Grundschule mit 139 Kindern und dem Bürgersaal im Alten Rathaus. „Auch wenn es viele Kritiker bei der Sanierung des Gebäudes gab, war diese Entscheidung richtig“, betonte er. Mittlerweile werde das Haus von vielfältigen Nutzungen wie Veranstaltungen belebt. 

Neues Trauzimmer, mehr Blumen und ein öffentlicher Bücherschrank

Geplant ist auch noch die Einrichtung eines Trauzimmers für die vier Gemeinden unter dem Dach der VG Mauern. Der Bürgermeister sprach aber auch von den kleinen Dingen, die den Ort lebenswerter machen sollen. Dabei dachte er an die erfolgreich angelaufene Aktion „Blumen für Mauern“, die witzige Idee des Mauerner Bücherschranks in einer umgebauten Telefonzelle oder einer Photovoltaikanlage auf dem alten Bauhof. „Wir versuchen, mit der Energiewende Schritt zu halten“, erklärte Krojer den zahlreichen Gästen, „auch wenn es manchmal nur kleine Schritte sind.“

In Mauern gibt es ein neues Projekt, das oberbayernweit einmalig ist: Die Verwaltungsgemeinschaft verbindet Generationen mit einer gemeinsamen Koordinatorin der Senioren- und Jugendarbeit.

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