VonMagnus Reitingerschließen
Trauer bei Caritas und Katholischer Erwachsenenbildung im Landkreis: Mit Werner Jacob, der im Alter von 79 Jahren verstorben ist, habe man „eine der tragenden Säulen der letzten Jahrzehnte verloren“.
Weilheim – Der Caritasverband und die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis trauern um Werner Jacob: Bereits im März ist der engagierte Christ im Alter von 79 Jahren verstorben. Mit seinem Tod hätten die beiden Institutionen „eine ihrer tragenden Säulen der letzten Jahrzehnte verloren“, heißt es in einem gemeinsamen Nachruf, der dieser Tage veröffentlicht wurde. Jacob war 1988 Gründungsmitglied des Caritasverbandes für den Kreis Weilheim-Schongau – und von 1996 bis 2014 dessen 1. Vorsitzender. „Seinen immensen Wissens- und Erfahrungsschatz konnte die Caritas jederzeit nutzen“, sagt Geschäftsführer Thomas Koterba: „Er teilte sein Wissen immer gerne und war jederzeit, bis ins hohe Alter, am Fortgang ,seiner’ Caritas interessiert.“
Er zeigte auch sein Talent als Unterhalter
Ein Herzensanliegen war dem Weilheimer auch die Katholische Erwachsenenbildung (KEB): Werner Jacob war vier Jahrzehnte 1. Vorsitzender der KEB im Landkreis und hat deren Aktivitäten mit Gesundheitsprogrammen, Vorträgen und Kreativkursen entscheidend geprägt. Bei seinen informativen Bildungsfahrten habe er auch „sein Talent als Unterhalter ausspielen können und die Menschen im Bus und bei Veranstaltungen erfreut und begeistert“, sagt Weggefährte Martin Gregori. Die KEB im Bistum Augsburg würdigt Jacob als „Nestor der Katholischen Erwachsenenbildung“, der diese „mit viel Energie und Herzblut durch die sich wandelnden Zeiten geleitet“ habe.
Ein typischer Jacob-Satz: „Das Leben kann so schön sein...“
Bei Besprechungen „überzeugten seine lebensfrohe Art und sein großes Fachwissen“, blicken Caritas und KEB zurück. Eine typische Aussage von Werner Jacob sei gewesen: „Das Leben kann so schön sein, wir müssen nur das Beste daraus machen.“
Die Musik war für Werner Jacob lebenswichtig
Beruflich wirkte Jacob als Regionalsekretär der Diözesanregion Weilheim. Ins kirchliche Leben hat er sich in den 1980er Jahren zudem als 1. Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Pölten eingebracht. „Lebenswichtig“, schreiben Koterba und Gregori, sei für den Weilheimer stets auch die Musik gewesen. Er sang in mehreren Chören, etwa im hiesigen Kirchenchor St. Pölten und im Kolpingchor in München. Als begeisterter Zitherspieler war er lange Mitglied einer Stubnmusi, mit seinem Spiel und selbst verfassten Geschichten gestaltete er auch unzählige Seniorennachmittage in Weilheims Pfarreien.
„Ein begeisterter und begeisternder Christ“
Werner Jacob sei „ein begeisterter und begeisternder Christ“ gewesen, so die Vertreter von Caritas und KEB: „Für ihn war die liebende Botschaft des Evangeliums Mittelpunkt und Auftrag.“
