Nur Rang drei

„Typisch München“: Wie entsetzt CSU reagiert, nachdem Kandidat bei OB-Wahl scheitert

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CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner landete nur auf Platz drei in München. Im Parkcafé herrschte Entsetzen, als die ersten Ergebnisse durchsickerten.

München – Seine blaue Brille sollte zum Markenzeichen werden. Doch der Erfolg für Clemens Baumgärtner (49) blieb aus: Mit nur knapp über 20 Prozent darf der Ex-Wirtschaftsreferent nicht zur Stichwahl antreten – ein enttäuschendes Ergebnis für die CSU! Um 19.15 Uhr sickerten erste Ergebnisse bei der Wahlparty im Parkcafé durch. Und sorgten für Entsetzen. „Was zum Teufel!“ und „typisch München“ war aus dem Publikum zu hören.

CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner.

OB-Wahl in München: Entsetzen über Wahl-Ergebnisse der CSU

Hunderte Christsoziale blickten ernüchtert auf ihre Handys, gingen zum Rauchen oder gleich ganz nach Hause. Baumgärtner musste sich nach der Schlappe eine halbe Stunde lang sammeln, dann erst trat er auf das Podium. Trotz der Niederlage bekam er einen donnernden Applaus.

Erste Ergebnisse, CSU Wahlparty um Spitzenkandidat Clemens Baumgärtner, Kommunalwahl in Bayern, Park Café, München, 8. März 2026, Foto: Jens Hartmann

CSU-München-Chef Georg Eisenreich ist stolz auf seine Partei

Zunächst sprach aber Münchens CSU-Chef Georg Eisenreich. Er sei „stolz auf die CSU München“ und dankte „allen für den Einsatz und die Solidarität in den letzten Wochen und Monaten“. Baumgärtner sei „ein großartiger OB-Kandidat“, der ein „respektables Ergebnis“ erreicht hätte – zumal die Ausgangssituation schwierig gewesen sei. Klar, dass sich die CSU mit Baumgärtner bessere Zahlen versprochen hatte. Eisenreich lobte aber, „dass wir das Niveau von vor sechs Jahren erreicht haben“. Sein Fazit: „Es war ein toller Wahlkampf, der einzige, der wirklich wahrgenommen wurde. Wir haben auf die richtigen Themen gesetzt.“

Clemens Baumgärtner bedankt sich: „Habe es gerne gemacht“

Baumgärtner, sichtlich enttäuscht, fasste sich kurz: „Danke an jeden Einzelnen. Wir haben alles gegeben. Ich habe es gerne gemacht.“ Wie auch Eisenreich gratulierte er Reiter und Krause. Wie ein Kämpfer klang Baumgärtner, als er seine Partei nochmal zu motivieren versuchte: „Unsere Themen waren gut, unsere Präsenz war phänomenal. Wir haben München gezeigt, wie Kampagne geht.“ Mit der Brille versuchte er sich ein Kandidaten-Logo zurechtzulegen – modern & kompetent. Doch bei den Münchnern kam die Strategie nur bedingt an.

Rubriklistenbild: © Jens Hartmann Für Tz/merkur/Jens Hartmann

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