Feuerwehren: Auszug in Pastetten – Hilfe von Apotheker

Desinfektionsmittel  aus Schnapsbrennerei

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Unter fachkundiger Anleitung von Stadtapotheker Armin Braun (r.) setzte die Feuerwehr am Samstag 1800 Liter Flächendesinfektionsmittel an.
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Der Kampf gegen die Corona-Pandemie ist übers Wochenende fortgesetzt worden. Im Fokus standen diesmal die Feuerwehren.

Erding – Zu einer ungewöhnlichen Maßnahme musste am Samstag die Gemeinde Pastetten greifen. Die Wehren Pastetten und Reithofen-Harthofen sind bekanntlich in einer Wache untergebracht. Weil es im Landkreis auch in Reihen der Brandschützer erste sehr vereinzelte Corona-Verdachtsfälle gibt, hat Kreisbrandrat Willi Vogl gebeten, die beiden Einheiten vorsorglich zu trennen. Das berichtet Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine Lösung war rasch gefunden. Die Einsatzkräfte aus Reithofen-Harthofen bezogen Teile einer Halle eines Harthofener Landschaftsbaubetriebs. „In unserem Gerätehaus ist es sehr eng, die Einsatzkleidung hängt zum Teil übereinander. Gerade in Corona-Zeiten ist das ein unguter Zustand“, so Vogelfänger. Die Neuregelung gilt bis zur Aufhebung des Katastrophenfalls.

Am Samstag wurden 1800 Liter Flächendesinfektionsmittel hergestellt. Vogl berichtet: „Wir hatten im Erdinger Anzeiger gelesen, dass Stadtapotheker Armin Braun dazu in der Lage ist. Wir haben ihn um Unterstützung gebeten, und er hat sofort zugesagt.“ Die Lösung wurde in großen Fässer angerührt und dann in Zehn-Liter-Kanister abgefüllt. „Das geht jetzt an Heime, Kliniken und Arztpraxis“, so Vogl. Weiter teilt er mit, dass die Feuerwehr eine stillgelegte Schnapsbrennerei reaktiviert habe – um Alkohol für Desinfektionsmittel zu brennen.

Trotz erster Verdachtsfälle betont Vogl: „Die Einsatzbereitschaft ist im ganzen Landkreis gesichert. Es bestehe kein Grund zur Sorge.“  ham

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