VonFelix Herzschließen
Seit Oktober ermittelt die Kriminalpolizei Nürnberg wegen Impfpassfälschungen. Nun wurden über 90 Durchungsbeschlüsse durchgesetzt – mit Erfolg.
Fürth – Im Herbst 2021 stiegen die Fallzahlen im Bereich der Impfpassfälschungen rund um das Coronavirus in Stadt- und Landkreis Fürth in der Nähe von Nürnberg laut Polizei rasant an. Die Kriminalpolizei Fürth nahm dies zum Anlass, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich ausschließlich mit diesem Phänomen befasste. Im Verdacht standen hauptsächlich Personen, denen vorgeworfen wurde, gefälschte Impfpässe in Apotheken vorgezeigt zu haben, um unrechtmäßig an Impfzertifikate heranzukommen.
Corona: Polizei geht gegen Impfpassfälschungen in Fürth vor
Laut Pressemitteilung der Polizei wurden infolgedessen zahlreiche Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet. Im Zuge dessen beantragten die Ermittler mehr als 90 Durchsuchungsbeschlüsse für Häuser und Wohnungen in der Stadt Fürth sowie im umliegenden Landkreis.
Zwischen Februar und Mai 2022 wurden diese dann durchgesetzt. In drei gezielten Aktionen, so berichtet die Polizei, vollzogen die Kriminalbeamten die vorliegenden Beschlüsse. Die Schwerpunktaktion erwies sich dabei als Erfolg: „Den Einsatzkräften gelang es, in rund zwei Dritteln der Durchsuchungen unechte Impfnachweise und unrechtmäßig erlangte Impfzertifikate sicherzustellen“, heißt es im Polizeibericht.
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Corona: Polizei findet Impfpassfälschungen – und mehr
Zahlreiche Personen wurden bereits zu Geldstrafen wegen der gefälschten Impfpässe verurteilt. Doch bei den Haus- und Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler noch mehr – der Bericht spricht dabei von „Zufallsfunden“. Sie fanden verschiedene verbotene Gegenstände wie Butterfly-Messer und Wurfsterne sowie in mehreren Fällen geringe Mengen von illegalen Betäubungsmitteln.
Ein besonderer Fall: In der Fürther Wohnung einer 24-Jährigen stießen die Kriminalpolizisten auf rund 385 Gramm Marihuana. Auch hier drohen Konsequenzen: „Gegen sie und einen ebenfalls bei der Durchsuchung angetroffenen 27-jährigen Mann leiteten die Beamten zusätzlich ein Verfahren wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln ein“, verlautet die Pressemitteilung der Polizei. (fhz)
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