Screening in Heimen

Corona-Fallzahlsteigt nur noch gering – 15 Neuinfektionen

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160 Betten wird es vorerst in der Notfallklinik geben – alle mit einer Beatmungsmöglichkeit.
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Von Montag auf Dienstag sind im Landkreis „nur“ 15 neue Fälle bekannt geworden. Flach genug ist die Kurve allerdings noch nicht.

Erding – Der Anstieg der Corona-Fälle im Landkreis Erding hat sich erneut deutlich verlangsamt. Seit Montagnachmittag sind nach Angaben von Landrat Martin Bayerstorfer lediglich 15 neue Fälle bekannt geworden. Insgesamt gibt es im Landkreis damit 327 Covid-19-Fälle. Auch die Zahl der Patienten, die auf der Isolierstation des Klinikums behandelt werden, ist gesunken, um zwei auf 26. Allerdings nimmt nach Angaben von Klinikumsdirektor Dr. Dirk Last die Schwere der Fälle zu. Auf der Intensivstation werden neun Kranke behandelt, acht müssen künstlich beatmet werden. Drei wurden allerdings von anderen Kliniken übernommen.

Allerdings hat sich herausgestellt, dass der zweite verstorbene Corona-Patient doch aus dem Landkreis stammt – aus Moosinning. Beim ersten Todesopfer hatte es sich um einen Passagier gehandelt, der über den Flughafen gekommen war.

Alle Erdinger Gemeinden von der Krankheit betroffen

Die neuen Fälle stammen aus Berglern (4), Dorfen, Erding, Taufkirchen (je 2), Eitting, Finsing, Forstern, Pastetten und Walpertskirchen (je 1). Damit ist jetzt jede der 26 Landkreisgemeinden von der Lungenkrankheit betroffen. Die meisten kommen aus der Stadt Erding (111).

Mit der Entwicklung ist Bayerstorfer zufrieden, die Infektionskurve flacht weiter ab. „Unser Ziel bleibt aber, dass sich die Fallzahl nur noch alle zehn Tage verdoppelt, im Moment sind es sechs.“ Er sei „vorsichtig optimistisch“.

Notfallklinik im Fliegerhorst: 160 zusätzliche Beatmungsmöglichkeiten

Der Aufbau der Notfallklinik im Warteraum Asyl geht weiter. „Ende der Woche ist sie betriebsbereit. Noch gehen wir aber nicht davon aus, dass wir sie gleich benötigen“, erklärte Dr. Andreas Donhauser, Ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz. An jedem der vorerst 160 Betten gebe es eine Beatmungsmöglichkeit.

Auch ein Verbindungsarzt konnte nun benannt werden. Die Koordination übernimmt der CSU-Kreisrat und HNO-Arzt Dr. Thomas Bauer.

Vereinfachung der Diagnosen in Altenheimen

Verbessert hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz die Corona-Diagnostik in den Alten- und Pflegeheimen. Ein Arzt stellt am Telefon zentral die Indikation, wem ein Abstrich genommen werden soll. Das wird dann von Pflegekräften übernommen. Taxen fahren die Proben zu den Screeningstellen, die sie an die Labors schicken.

Die Hilfsbereitschaft hält nach den Worten Bayerstorfers weiter an, aktuell vor allem Sachspenden für tausende Masken und Mundschutz, unter anderem für Heime und Praxen. 

Hans Moritz

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