VonKatharina Brombergerschließen
Noch eine Absage wegen Corona: Im Mai wird nicht über den Austragungsort der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2025 entscheiden. Garmisch-Partenkirchen muss also länger bangen.
Peter Fischer hat die Nachricht gerade eben erhalten: Der Ski-Weltverband FIS verschiebt wegen der Corona-Krise seinen für Mai geplanten Kongress in Thailand. Dort hätten die Funktionäre auch den Ausrichtungsort für die Alpine Ski-Weltmeisterschaft 2025 gewählt – ein Bewerber ist bekanntlich der Deutsche Skiverband mit Garmisch-Partenkirchen. Gelassen reagiert Fischer, Kopf der deutschen Bewerbung, am Freitagabend auf den Beschluss. „Für mich war der längst überfällig.“ Dass weder der Kongressort noch der Zeitpunkt zu halten sein würden, zeichnete sich in seinen Augen schon länger ab. „Die Entscheidung kommt vier Wochen zu spät.“ Schließlich nehmen bis 1500 Männer und Frauen aus der ganzen Welt teil – aktuell undenkbar.
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Wann wird FIS-Kongress zur WM-Entscheidung nachgeholt?
Nun stellt sich die Frage: Wann wird das Treffen nachgeholt? Dies blieb offen. Als Ziel für einen neuen Termin wurde am Freitag der Herbst dieses Jahres genannt. Auch diesen Plan hält Fischer für wenig realistisch. Denn um alles zu organisieren, Flüge zu buchen Hotel zu reservieren, braucht man Vorlaufzeit. Etwa drei Monate, schätzt Fischer. Geht man also von einem Kongress im Oktober aus, muss der Termin im August stehen. „Ich glaube, das ist kaum machbar.“
Neben Garmisch-Partenkirchen müssen damit auch die Mitbewerber Saalbach-Hinterglemm und Crans-Montana länger auf eine Entscheidung warten.
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dpa/kat
