Aufgrund der Corona-Pandemie sind gestern erneut Veranstaltungen abgesagt worden, darunter die für den 3. Mai geplante große Feier zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau. Zudem gibt es zwei neue Corona-Fälle im Landkreis. Immerhin: Die Dachauer Klosterschule ist ab Donnerstag wieder geöffnet.
An Josefi, Donnerstag, 19. März, sollte das Dachauer Stadtpokalschießen beginnen, doch das Corona-Virus hat den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Die Absage ist uns bei Weitem nicht leicht gefallen“, sagen Andreas Haßlacher und Heinz Scherer von der Bürgerschützengesellschaft Dachau, aber „an erster Stelle steht die Gesundheit. Der Stadtpokal soll nun von 22. bis 25. Oktober ausgetragen werden.
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Der für den 29. März geplante Ostermarkt in Dachau, der verkaufsoffene Sonntag sowie der Flohmarkt am Pfarrplatz finden ebenfalls nicht statt; auch das für kommenden Samstag geplante Stark- und Weißbierfest der Pipinsrieder Musikanten im Altomünsterer Kapplersaal.
Besonders traurig: Nach Rücksprache mit der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, dem Bayerischen Kultusministerium sowie dem Comité International de Dachau hat die KZ-Gedenkstätte die für den 3. Mai geplanten Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau gestern abgesagt.
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Die Klosterschule in Dachau ist dagegen seit heute wieder geöffnet. Wie das Schulamt nach Rücksprache mit der Schulleitung gestern Abend noch mitteilte, ist das Testergebnis der betroffenen Lehrkraft negativ.
Außer den bisher bekannten fünf bestätigten Fällen – zwei Schüler der FOS Karlsfeld aus Schwabhausen und Karlsfeld, eine weitere damit im Zusammenhang stehende Person in Karlsfeld sowie die beiden Reiserückkehrer in Dachau und Altomünster – wurden gestern zwei weitere Personen positiv getestet. Dabei handelt es sich um einen weiteren Schüler der FOS-Karlsfeld, wohnhaft in Karlsfeld, sowie um eine Kontaktperson aus Karlsfeld zu einem bestätigten Fall aus dem Landkreis Ebersberg.
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Insgesamt wurden bisher deutlich über 350 Testungen vorgenommen. Die Rate der positiven getesteten Personen liegt mit insgesamt acht Personen – zwei der positiv getesteten Personen wohnen nicht im Landkreis Dachau – damit bei zirka zwei Prozent. Da nur Kontakt- und begründete Verdachtsfälle getestet werden, ist diese Quote im Landkreis vergleichsweise gering.
Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Besuchern gibt es eine Meldepflicht beim Landratsamt. Für Veranstaltungen bis 499 Besucher liegt die Entscheidung in der Verantwortung Veranstalters.
Weitere Informationen gibt es unter www.landratsamt-dachau.de. dn