Pandemie im Landkreis Starnberg

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Aktuelle Zahlen im News-Ticker

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Die Corona-Zahlen im Landkreis Starnberg steigen. (Symbolbild)

Corona im Landkreis Starnberg: Hier finden Sie die Entwicklung der Infektionszahlen bis einschließlich 10. April.

Dieser Ticker ist beendet. Zum aktuellen Corona-Ticker für Starnberg geht‘s hier.

Corona-Pandemie: Offizielle Zahlen aus dem Landkreis Starnberg

Samstag, 10. April, 17 Uhr: Der Vergleich der Wochentage ist derzeit nicht aussagekräftig - die Osterfeiertage können die Zahlen stark abweichen lassen. An diesem Samstag gab es im Landkreis 21 neue Fälle, davon allein 10 in Starnberg. Vorige Woche waren es nur neun, dafür war es Karsamstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag offiziell bei 73,90, mit den neuen Fällen dürfte sie bei maximal etwa 86 liegen. Für die Starnberger Fallzahl gibt es noch keine Erklärung.

Freitag, 9. April, 20 Uhr: Mit 24 neuen Fällen lag die Zahl der Neuinfektionen am Freitag etwas höher als in der Vorwoche, allerdings sind die Zahlen wegen der Ostertage kaum vergleichbar. Bis auf zwei Gemeinden gab es in allen Orten neue Infektionen. Die Inzidenz ist weiter niedrig, offiziell bei 71. Sie dürfte mit den neuen Fällen auf bis zu 77 steigen. Nach wie ist es ein diffuses Infektionsgeschehen praktisch flächendeckend im Landkreis. Besondere Hotspots gibt es nicht.

Donnerstag, 8. April, 19 Uhr: Mit 24 neuen Fällen lag die Zahl der Neuinfektionen am Donnerstag etwas höher als in der Vorwoche, allerdings sind die Zahlen wegen der Ostertage kaum vergleichbar. Bis auf zwei Gemeinden gab es in allen Orten neue Infektionen. Die Inzidenz ist weiter niedrig, offiziell bei 60,7. Sie dürfte mit den neuen Fällen auf bis zu 75 steigen.

Mittwoch, 7. April, 19 Uhr: Wie erwartet, lagen die Neuinfektionen am Mittwoch wieder etwas höher, aber unter dem Niveau der Vorwoche. Es waren 29. Die Zahl der Todesopfer ist auf 111 gestiegen, eine Gilchingerin (48) starb in einem Münchner Krankenhaus. Die Inzidenz lag bei 68 laut RKI, mit den neuen Zahlen wird sie wohl etwas höher liegen, aber weiter unter 100.

Positives gibt es vom Impfen: Der Landkreis bekommt diese Woche deutlich mehr Impfstoff, es sind rund 6700 Dosen.

Dienstag, 6. April, 18.20 Uhr: Die Meldezahlen am Dienstag waren mit sieben wieder vergleichsweise niedrig und lagen deutlich unter dem Wert der Vorwoche. Ob das so bleibt, werden die kommenden Tage zeigen - wenn Ergebnisse vorliegen, ob sich nach den Feiertagen viele erst am Dienstag oder Mittwoch testen lassen. Die Inzidenz lag, wie gemeldet, den dritten Tag unter 100. Deswegen gilt ab Donnerstag, 8. April, das, wie das Landratsamt am Dienstagnachmittag im Wortlaut bekanntgab:

Kontaktbeschränkung: Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist gestattet mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird. Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten jeweils als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben (§ 4 der 12. BayIfSMV).

Ausgangssperre: Die seit 31. März gültige nächtliche Ausgangssperre entfällt.

Sport: Es ist nur kontaktfreier Sport unter Beachtung der gültigen Kontaktbeschränkung sowie zusätzlich unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt. Der Betrieb und die Nutzung von Sportplätzen, Fitnessstudios, Tanzschulen und anderen Sportstätten ist nur unter freiem Himmel erlaubt (§ 10 der 12. BayIfSMV). Der Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.

Handel- und Dienstleistungsbetriebe: Die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden ist nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum zulässig (click & meet). Der Betreiber hat die Kontaktdaten der Kunden zu erheben. Darüber hinaus sind bestimmte Regelungen zu treffen bzw. einzuhalten, wie beispielsweise der Mindestabstands, die Anzahl der Kunden je Verkaufsfläche, eine Maskenpflicht sowie die Ausarbeitung eines Schutz- und Hygienekonzeptes (§ 12 der 12. BayIfSMV).

Kulturstätten: Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten können für Besucher nur nach vorheriger Terminbuchung unter bestimmten Voraussetzungen öffnen. Dazu gehören Regelungen wie beispielsweise die zulässige Besucherzahl unter Einhaltung des Mindestabstandes, die Maskenpflicht, ein Schutz- und Hygienekonzept sowie die Erhebung der Kundendaten (§ 23 der 12. BayIfSMV).

Schulen, Kindertageseinrichtungen und Bildung: Die für Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen geltenden Regelungen werden jeweils am Freitag gesondert mit eigener Bekanntmachung veröffentlicht. Die derzeit gültige Regelung ist im Amtsblatt Nr. 12a vom 01.04.2021 zu finden (Amtsblatt für den Landkreis Starnberg 12a. Ausgabe vom 1. April 2021 (lk-starnberg.de)).

Instrumental- und Gesangsunterricht ist als Einzelunterricht wieder zulässig. Hierbei ist ein Mindestabstand von 2 m einzuhalten; für das Lehrpersonal gilt eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen, für Schülerinnen und Schüler gilt FFP2-Maskenpflicht; diese Pflichten entfallen nur, soweit und solange das aktive Musizieren eine Maskenpflicht nicht zulässt; der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten.

Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz und vergleichbare Angebote anderer Träger sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote sind in Präsenzform wieder zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten (§ 20 der 12. BayIfSMV).

Pflegekräfte: Für Beschäftigte in vollstätionären Einrichtungen der Pflege, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Altenheimen und Seniorenresidenzen richtet sich die Testung nach dem jeweiligen enrichtungsspezifischen Testkonzept.

Dienstag, 6. April, 9.20 Uhr: Die Inzidenz lag laut RKI auch am Dienstag und damit den dritten Tag in Folge unter 100. Daher wird der Landkreis diesen Umstand bekanntmachen - und ab Donnerstag gelten die Regeln für Kreise mit Inzidenzen zwischen 50 und 100. Das heißt: Einkaufen auf Termin, keine Ausgangssperre nachts, gelockerte Kontaktbeschränkungen und einiges mehr. Abzuwarten bleibt, wie lange dieser Zustand dann andauert. Das RKI mahnt seit Tagen, die Zahlen von Ostern könnten wegen geringerer Test-Zahlen die Lage nicht vollständig wiedergeben. Verschärfungen gibt es wieder, wenn der Kreis drei Tage über 100 liegt. Das wäre also frühestens ab Sonntag so.

Montag, 5. April, 18.30 Uhr: Lediglich fünf Neuinfektionen hatte das Landratsamt am Montag zu melden, deutlich weniger als vor einer Woche - da war aber auch kein Feiertag. Wie sich Ostern auf die Fallzahlen auswirkt, lässt sich derzeit noch nicht absehen. Die Zahlen gelten aber als potenziell verzerrt, warnt das RKI. Am Dienstag wird sich zeigen, ob der Landkreis im Lauf der Woche lockern kann - vermutlich ja, aber sicher ist es erst, wenn am Dienstagmorgen die RKI-Zahlen vorliegen.

Gute Nachrichten kommen von den Impfungen. Der Landkreis rechnet diese Woche mit mehreren Tausend Impfdosen, so dass sogar ein Sonderimpftag im Landratsamt ins Auge gefasst wird. Details dazu sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Montag, 5. April, 12.20 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Starnberg lag am Ostermontag den zweiten Tag in Folge unter 100, nämlich bei 95,9. Bleibt der Kreis auch am Dienstag unter 100 - was von den noch nicht vorliegenden Fallzahlen von Montag und dem Meldeweg abhängt -, wären nach den aktuellen Vorgaben Lockerungen ab Donnerstag möglich. Problem: Das Robert-Koch-Institut (RKI) mahnt, dass die Zahlen wegen der Feiertage verzerrt seien: „Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt.“

Sonntag, 4. April, 16.30 Uhr: Die täglichen Fallzahlen bleiben auf niedrigem Niveau - am Sonntag waren es acht, in der Vorwoche waren es noch 15, in der Woche davor sechs. Wegen der Feiertage an Ostern sind die Zahlen jedoch mit etwas Vorsicht zu betrachten, da zwar getestet wird, aber in der Regel weniger als unter der Woche. Auch das RKI warnt vor möglicherweise falschen Rückschlüssen aus den Zahlen. Entscheidend wird sich, wie sich die Fallzahlen ab Dienstag und Mittwoch entwickeln, wenn die Ostertage vorbei sein. Für den Landkreis gibt es derzeit Hoffnungen, kommende Woche lockern zu können. Am Sonntag lag die Inzidenz erstmals seit mehr als einer Woche unter 100, nämlich bei 97,3; da am Sonntag weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet wurden, sinkt auch die Inzidenz. Sie dürfte auf Basis der vom Landratsamt gemeldeten Fälle bei etwa 100 liegen. Der Kreis muss drei Tage in Folge unter 100 sein, um Lockerungen wie Geschäftsöffnungen oder den Wegfall der nächtlichen Ausgangssperre verfügen zu können. Gut möglich ist, dass der Kreis auch am Montag auch unter 100 liegt - das hängt auch von der Schnelligkeit der Meldungen ans RKI ab.

Sonntag, 4. April, 8.20 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Starnberg liegt laut RKI erstmals seit acht Tagen unter 100. Der Wert wurde am Sonntagmorgen mit 97,3 angegeben. Um nach den aktuell gültigen Regeln lockern zu können, muss der Kreistag drei Tage in Folge unter 100 liegen. Lockerungen könnte es daher frühestens ab Donnerstag geben, weil ein Tag für die Bekanntgabe vorgesehen ist, dann erst treten Änderungen in Kraft. Steigt der Kreis wieder über 100, beginnt die Drei-Tage-Zählung von Neuem. Einige Fälle sind in die RKI-Statistik noch nicht eingearbeitet.

Der RKI selbst hat auf seinem Dashboard einen Hinweis platziert: „Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.“

Samstag, 3. April, 16.30 Uhr: Mit nur neun Neuinfektionen am Samstag lag der Tageswert erneut unter dem der Vorwochen. Am Samstag vor einer Woche waren es 13, vor zwei Wochen 20, in der Woche davor 19. Zwar wird an Feiertagen weniger getestet und weniger gemeldet, dennoch verfestigt sich scheinbar der leicht abnehmende Trend. Das gilt auch für die Sieben-Tage-Inzidenz, die das RKI am Samstag mit 104,6 angab. Allerdings sind noch nicht alle neuen Fälle der vergangenen Tage in die Berechnung eingeflossen, wie immer. Ob der Landkreis unter 100 fällt, muss sich erst noch zeigen. Rechnet man alle vom Landratsamt gemeldeten Fälle ein, ergibt sich eine Inzidenz von etwa 106. Damit die verschärften Regelungen wieder aufgehoben werden können, muss der Landkreis drei Tage in Folge unter 100 bleiben (laut RKI), am vierten Tag wird der neue Zustand festgestellt, am fünften gäbe es dann Lockerungen.

Das wäre derzeit eher eine Ausnahme als die Regel. Der Nachbarkreis Landsberg muss verschärfen, wie das dortige Landratsamt bekannt gab: „Im Landkreis Landsberg am Lech wurde der Wert der 7-Tage-Inzidenz 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten. Damit gelten für diesen neuen Inzidenzbereich ab Montag, 05.04.2021, 00:00 Uhr, neue Regelungen.“ Es sind dieselben wie im Landkreis Starnberg (siehe unten), Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr inklusive.

Freitag, 2. April, 19 Uhr: 20 neue Fälle am Freitag sind deutlich weniger als in der Vorwoche (42), was die Inzidenz wieder etwas senken wird. Von einem Unterschreiten der 100-Marke ist der Landkreis aber noch entfernt, am Freitag lag die Inzidenz bei 117,8.

Donnerstag, 1. April, 17 Uhr: Mit 15 Neuinfektionen lagen die Corona-Zahlen am Gründonnerstag im Landkreis Starnberg deutlich unter denen der Vorwoche (33) und der Woche davor (16) sowie auch des Donnerstags vor drei Wochen (23). Das allein besagt nicht viel, da die Tageswerte stark schwanken und am Mittwoch mit 51 einer der höchsten Werte des Jahres in der Statistik steht. In Summe gab es diese Woche von Montag bis einschließlich Donnerstag 101 Neuinfektionen, vorige Woche in derselben Zeit 102 und in der Woche davor 66. Auffällig sind fünf Neuinfektionen aus Andechs, eine Erklärung hat das Landratsamt nicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag laut RKI bei 126,6; da es im Wochenvergleich weniger Fälle gab, dürfte sie inklusive der neu gemeldeten Infektionen bei etwa 125 liegen.

Das Landratsamt veröffentliche - wegen des Feiertags am Freitag - die Festlegung für Kindereinrichtungen bereits am Donnerstag. Sie lautet für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen im Zeitraum 5. April bis 11. April wie bisher, weil der Landkreis bei einer Inzidenz über 100 liegt:

  • Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen im Landkreis Starnberg sind geschlossen, es wird eine Notbetreuung entsprechend den bekanntgemachten Regelungen des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales im Benehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege angeboten. Die Schutz- und Hygienevorgaben entsprechend des Rahmenhygieneplans für die Kinderbetreuung und Heilpädagogische Tagesstätten sind einzuhalten.
  • Organisierte Spielgruppen sind in dieser Zeit nicht zulässig.
  • Aufgrund der Osterferien ist eine Regelung für die Schulen im Landkreis Starnberg für die nächste Woche nicht erforderlich.

Mittwoch, 31. März, 19 Uhr: Die Zahl war für manche erschreckend - 51 Neuinfektionen stehen für Mittwoch in der Statistik des Landratsamtes. Das sind erheblich mehr als in den Vorwochen, 51 Fälle an einem Tag gab es heuer erst einmal. Drei Gemeinden (Gauting, Pöcking, Starnberg) sind stark betroffen. Konkrete Ursachen kann das Landratsamt nicht benennen. Die Inzidenz lag am Mittwoch offiziell bei 114,1, wird mit den neuen Fällen aber auf etwa 138 ansteigen. Das ist zunächst ohne Bedeutung, die seit Mittwoch gültigen Verschärftungen wie Ausgangssperre bleiben sowieso längere Zeit in Kraft - erst muss die Inzidenz wieder mindestens drei Tage am Stück unter 100 liegen.

Dienstag, 30. März, 18.30 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag lag mit 23 unter den Werten der beiden Vorwochen, als es 12 und 4 mehr waren.

Montag, 29. März, 19 Uhr: Die zwölf neuen Corona-Fälle vom Montag waren erneut deutlich mehr als in der Vorwoche (8), gaben für die „Notbremse“ jedoch nicht den Ausschlag. Da der Landkreis an drei Tagen über 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz lag, sind Verschärfungen zwingend - so sehen es die Regeln vor. In einer Übersicht stellte der Kreise die Regeln vor:

Kontaktbeschränkungen: Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur gestattet mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich einer weiteren Person; die zu den Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht; zulässig ist ferner die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten jeweils als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.

Sport: Es ist nur kontaktfreier Sport unter Beachtung der Kontaktbeschränkung erlaubt; die Ausübung von Mannschaftssport ist untersagt .Der Betrieb und die Nutzung von Sportplätzen, Fitnessstudios, Tanzschulen und anderen Sportstätten ist nur unter freiem Himmel und nur für die oben genannten Zwecke zulässig. Der Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader ist unter bestimmten den Voraussetzungen zulässig.

Handel- und Dienstleistungsbetriebe: Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist untersagt. Die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften ist zulässig (click & collect). Hierbei sei zu beachten: der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann; es gilt für das Personal Maskenpflicht und für die Kunden und ihre Begleitpersonen FFP2-Maskenpflicht; soweit im Abholbereich von Ladengeschäften durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal;
der Betreiber hat für den Kundenverkehr ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten, in dem insbesondere Maßnahmen vorzusehen sind, die eine Ansammlung von Kunden etwa durch gestaffelte Zeitfenster vermeiden, und auf Verlangen vorzulegen.

Ausgenommen von der Schließung sind der Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Pfandleihhäuser, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte, der Verkauf von Presseartikeln, Versicherungsbüros, Buchhandlungen, Tierbedarf und Futtermittel und sonstige für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte sowie der Großhandel. Der Verkauf von Waren, die über das übliche Sortiment des jeweiligen Geschäfts hinausgehen, ist untersagt.

Friseure dürfen öffnen.

Aus-, Fort- und Weiterbildungen: Folgende Angebote sind in Präsenzform untersagt: Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung; Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz und vergleichbare Angebote anderer Träger sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote; Instrumental- und Gesangsunterricht.

Abweichend hiervon sind Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks weiterhin zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten.

Kulturstätten: Die Öffnung von Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und vergleichbare Kulturstätten, Theater, Opern, Konzerthäuser, Bühnen, Kinos und ähnlichen Einrichtungen, sowie zoologische und botanische Gärten ist untersagt.

Ausgangssperre: Der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung ist von 22 Uhr bis 5 Uhr untersagt, es sei denn dies ist begründet aufgrund eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen,
der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke, der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, der Begleitung Sterbender, von Handlungen zur Versorgung von Tieren oder von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen
 

Pflegekräfte: Beschäftigte in vollstationären Einrichtungen der Pflege, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Altenheimen und Seniorenresidenzen haben sich an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche, in denen die Beschäftigten zum Dienst eingeteilt sind, einer Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu unterziehen und das Ergebnis auf Verlangen der Leitung der Einrichtung oder des Landratsamtes Starnberg vorzulegen.

Schulen und Kindertageseinrichtungen: Die für Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen geltenden Regelungen werden gesondert mit eigener Bekanntmachung veröffentlicht. Derzeit gilt: Schulen sind wegen der Ferien sowieso zu, Kindereinrichtungen sind bis auf eine Notbetreuung geschlossen. Organisierte Spielgruppen sind derzeit nicht zulässig.

Sonntag, 28. März, 9.15 Uhr: Zum ersten Mal seit einer Woche ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Starnberg am Samstag im Vergleich zur Vorwoche weniger stark gestiegen. Das Landratsamt vermeldete 13 neue Fälle, am Samstag davor waren es 20 gewesen. Dennoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gestiegen, da das Robert-Koch-Institut (RKI) zahlreiche Fälle aus den vorangegangenen Tagen nun eingerechnet hat. Die Inzidenz lag am Samstag bei 116,30 - damit hat er Landkreis erstmals seit dem 22. Januar wieder den Schwellenwert von 100 übertroffen. Ist das in drei Tagen hintereinander der Fall, droht die Notbremse mit weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Freitag, 26. März, 19,10 Uhr: Der Landkreis Starnberg hat am Freitagmittag auf die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen reagiert und eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Vom kommenden Montag, 29. März, bis Ostersonntag, 4. April, werden demnach Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen im Landkreis geschlossen. „Es wird eine Notbetreuung entsprechend den bekannt gemachten Regelungen des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales im Benehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege angeboten“, teilte das Landratsamt mit. Organisierte Spielgruppen sind in dieser Zeit nicht zulässig.

Grund dafür sind die rasant steigenden Infektionszahlen. Allein am Freitag kamen im Landkreis 42 neue Fälle hinzu. Das waren dreimal so viele Fälle wie am Freitag der Vorwoche, und es war der höchste Freitagswert seit dem 15. Januar, als 51 Neuinfektionen gemeldet worden waren.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich damit nach den offiziellen Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 96,6 erhöht. Rechnet man alle vom Landratsamt gemeldeten Fälle ein, ist die Schwelle von 100 bereits überschritten. Der Landkreis geht bereits davon aus, dass die Inzidenz weiter steigen wird. Mit der Allgemeinverfügung handele das Landratsamt deswegen „im Sinne der Planbarkeit für Kindertagesstätten und Eltern bereits heute für die gesamte kommende Woche“, hieß es in der Pressemitteilung. Sollte die Inzidenz demnächst an drei Tagen hintereinander über 100 liegen, droht dem Landkreis die Corona-Notbremse mit einer nächtlichen Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr und weiteren Kontaktbeschränkungen. Das könnte im Landkreis frühestens am nächsten Mittwoch der Fall sein.

Die 42 neuen Fälle vom Freitag haben außer Feldafing und Wörthsee alle Landkreis-Gemeinden betroffen. Neuinfektionen gab es unter anderem im Kinderhaus der Lebenshilfe in Gauting, im Gemeindekindergarten in Pöcking, in einer neunten Klasse des Gymnasiums Starnberg, in einer zweiten Klasse der Grundschule Inning und an der Franziskusschule in Starnberg.

Mit insgesamt 142 neuen Corona-Fällen von Samstag bis Freitag war die zurückliegende Woche eine der infektiösesten seit Beginn der Pandemie. Hauptursache dafür ist die britische Mutation B.1.1.7. Mittlerweile sind 218 dieser Fälle nachgewiesen, wie Landratsamtssprecherin Barbara Beck am Freitag dem Starnberger Merkur sagte. Das bedeutet, dass etwa drei von fünf Neuinfizierten der vergangenen Woche sich mit dieser Mutante angesteckt haben.

Freitag, 26. März, 8.50 Uhr: Das Landratsamt hat am Donnerstag 33 neue Corona-Fälle gemeldet. Das war der höchste Wert an einem Donnerstag seit elf Wochen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf offiziell 87,8 gestiegen, dürfte in den nächsten Tagen aber sogar den Wert von 100 überschreiten. Neue Infektionen gab es in der Gemeinschaftsunterkunft in Andechs (2), im Kinderhaus der Lebenshilfe in Gauting (4), im BRK-Kindergarten Sonnenschein in Gauting (1), im Kindergarten St. Pius in Pöcking (1), an der James-Krüss-Grundschule in Gilching (1) und an der Grundschule am Pilsensee (1).

Donnerstag, 25. März, 9.10 Uhr: Die Zahl steigt weiter: Das Landratsamt hat am Mittwoch 26 Neuinfektionen mit dem Coronavirus vermeldet. Das waren so viele an einem Mittwoch wie seit dem 13. Januar nicht mehr, als 49 neue Fälle hinzugekommen waren. Am Mittwoch vor einer Woche waren es 17 Neuinfektionen gewesen. Kurios: Obwohl damit die Zahl den zweiten Tag hintereinander deutlich gestiegen ist, ist die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erneut gesunken. Sie beträgt nun offiziell 65,10 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner und sieben Tage. Hätte das RKI bereits alle vom Landratsamt gemeldeten Fälle berücksichtigt, würde sich die Inzidenz um den Wert 90 bewegen.

Unter den neuen Fällen waren zwei weitere Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Andechs, ein Kind aus dem Kinderhaus Zwergenfarm Tutzing und drei Kinder aus dem Kinderhaus der Lebenshilfe in Gauting. Eine 87 Jahre alte Frau aus Herrsching ist das 107. Todesopfer im Zusammenhang mit der Pandemie. Sie ist bereits am 18. März in der Klinik in Herrsching mit dem Virus verstorben.

Derweil erweitert der Landkreis das Testangebot. In den kommenden Wochen bietet der BRK-Kreisverband Bürgertestungen (ab dem sechsten Lebensjahr) in Starnberg und Herrsching an. Termine sind am Samstag, 27. März, an Karfreitag, 2. April, und am Samstag, 10. April, jeweils von 10 bis 16 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Straße 4 in Starnberg – sowie am Sonntag, 28. März, und Sonntag, 11. April, ebenfalls von 10 bis 16 Uhr im Forum „StaRK in Herrsching“ (Zum Landungssteg 3). Anmeldungen dazu sind erforderlich unter www.brk-starnberg.de.

In den Gemeinden sowie in der Stadt Starnberg liefen zudem Planungen zu weiteren Schnelltest-Aktionen, teilte das Landratsamt gestern mit. So soll auf dem Gelände des Corona-Testzentrums in Gilching (Starnberger Weg) in Kürze auch ein Schnelltest-Zentrum errichtet werden. Die erforderlichen Schnelltests stellt der Landkreis zur Verfügung. Wer dort einen PCR-Test vornehmen lassen will, muss sich nach wie vor unter www.coronatest-sta.de anmelden. Die Testzeiten sind mittlerweile auf sieben Tage die Woche (auch an Feiertagen) jeweils von 8.30 bis 16.30 Uhr ausgeweitet.

„In den kommenden Wochen und Monaten, bis allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann, stellen regelmäßige Corona-Tests einen wichtigen Baustein dar, um mehr Normalität und sichere Kontakte zu ermöglichen“, betonte Landrat Stefan Frey. „Wir müssen daher gemeinsam alles unternehmen, damit sich die Bürger bei Bedarf schnell und unkompliziert testen lassen können.“ Infos über PCR- und Antigen-Schnelltest bei niedergelassenen Ärzten und Praxen sind unter lk-starnberg.de/CoronatestÄrzte zu finden, bei Apotheken unter www.stmgp.bayern.de/coronavirus/bayerische-teststrategie/#coronatest_apotheke abgerufen.

Dienstag, 23. März, 18.50 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Starnberg ist am Dienstag um 35 nach oben geschnellt. Das ist der höchste Tageswert seit 16. Januar, als das Landratsamt 38 Neuinfektionen vermeldete – und der höchste Dienstagswert seit 22. Dezember vorigen Jahres, als bei 50 Menschen das Virus nachgewiesen wurde. Zum Vergleich: Am Dienstag der vergangenen Woche waren es 27 Neuinfektionen. Auffällig sind die vielen neuen Fälle in Gauting (plus zwölf) und in Gilching (plus acht). Von einem Hotspot in den Gemeinden ist dem Landratsamt allerdings nicht bekannt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat dennoch eine auf 67,5 gesunkene Sieben-Tage-Inzidenz veröffentlicht. Rechnet man jedoch alle vom Landratsamt gemeldeten Fälle mit ein, bewegt sich der Wert in Richtung 85. Der Unterschied rührt daher, dass der Meldeweg oft eine längere Zeit in Anspruch nimmt. Unter den Neuinfektionen befindet sich nach Angaben von Landratsamtssprecherin Barbara Beck ein Kind des BRK-Kindergartens Hokuspokus aus Gauting. Insgesamt befanden sich am Dienstag im Landkreis 324 infizierte Personen und enge Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Die Anzahl der Todesopfer im Zuge der Pandemie hat sich um zwei auf insgesamt 106 erhöht. Ein 54 Jahre alter Mann aus Berg ist im Rotkreuz-Krankenhaus in München an dem Virus verstorben, wie Beck mitteilte. Er ist damit das jüngste Todesopfer der Pandemie im Landkreis. Zudem ist ein 77 Jahre alter Mann aus Herrsching mit dem Virus in einem anderen Krankenhaus außerhalb des Landkreises gestorben.

Unabhängig davon hat das Abfallwirtschaftsunternehmen AWISTA darauf hingewiesen, wie benutzte Corona-Schnelltests korrekt entsorgt werden. „Sie sind ausschließlich über die Restabfalltonne zu entsorgen“, erklärte Sprecher Sebastian Roth gestern. „Die gebrauchten Tests sind zuerst in einem stabilen, fest verschlossenen Müllbeutel zu verpacken und dürfen erst dann in die Restabfalltonne gegeben werden.“ Dies diene sowohl dem Schutz von Mitbenutzern der Tonne als auch den Müllwerkern, die die Leerung durchführen. Die gleiche Vorgehensweise gelte auch bei gebrauchten FFP2- oder medizinischen Einwegmasken, sagte Roth. „Bitte entsorgen Sie diese in der Restabfalltonne.“ Bei weiteren Fragen zur Abfallentsorgung erteilt der AWISTA unter Telefon (0 81 51) 2 72 60 Auskünfte.

Dienstag, 23. März, 8.30 Uhr: Der Trend der vergangenen Wochen hat sich auch am Montag fortgesetzt. Erneut vermeldete das Landratsamt mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus als in den Vorwochen. Insgesamt kamen gestern acht Fälle dazu – der höchste Montagswert seit zehn Wochen. Weiter gestiegen ist auch der Anteil der britischen Mutation B.1.1.7 – um zwei auf mittlerweile 142 nachgewiesene Fälle.

Da nicht alle tagesaktuellen Meldungen des Landratsamtes vom Robert-Koch-Institut (RKI) berücksichtigt werden, ist die Sieben-Tage-Inzidenz dennoch marginal auf offiziell 72,40 gesunken. Rechnet man alle Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage ein, dürfte sich zwischen 75 und 80 liegen. Neu hinzugekommen sind am Montag ein weiterer Positiv-Fall in der Gemeinschaftsunterkunft in Andechs und ein weiterer an der Arnoldus-Grundschule in Gilching. Dort befinden sich jetzt insgesamt 24 Schüler einer dritten und einer vierten Klasse in Quarantäne. Insgesamt vermeldete das Landratsamt gestern 323 infizierte Personen und enge Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Aktuell von Covid-19 betroffen sind im Landkreis rechnerisch rund 280 Menschen. Über die Verläufe ist offiziell nichts bekannt.

Sonntag, 21. März, 19 Uhr: Sechs neue Fälle am Sonntag sind einer weniger als vorigen Sonntag, allerdings sind am Wochenende die Zahlen immer niedriger, weil weniger getestet und ausgewertet wird. In der Summe waren es am Wochenende ebenso viele wie am vorigen Wochenende. Die Inzidenz wurde vom RKI mit 73,90 angegeben, etwas mehr als am Vortag.

Samstag, 20. März, 17 Uhr: Das Landratsamt meldete für Samstag 20 Neuinfektionen, eine mehr als am Samstag voriger Woche und das Vierfache von vor zwei Wochen. Das zeigt, dass die dritte Welle den Landkreis erfasst hat. Gilching meldete acht neue Fälle, der Rest verteilt sich auf acht Gemeinden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag laut RKI bei 72,40 und damit nur etwas höher als am Freitag. Das besagt allerdings nicht sehr viel, weil immer einige Fälle auf dem Meldeweg sind. Mit den neuen Fällen könnte die Inzidenz auf über 76 ansteigen. Ob die nächsten Stufe von Einschränkungen ab 100 gilt (wie derzeit vorgesehen) oder ob sich Änderungen ergeben, wird sich am Montag bei Bund-Länder-Gesprächen erweisen.

Freitag, 19. März, 17.30 Uhr: Am Freitag meldete das Landratsamt 14 Neuinfektionne, doppelt so viele wie am Freitag der Vorwoche. Die Inzidenz lag bei 70,2, etwas niedriger als am Vortag. Der Wert wird aber wegen der neuen Fälle steigen auf bis zu 77. Es gab einen weiteren Todesfall, eine Gilchingerin (83) starb mit, nicht an Corona, teilte das Landratsamt mit. Zahlreiche Infektionen gab es in Grundschulen, insgesamt zehn Fälle im Landkreis, was zur Quarantäne von mehr als 100 Kontaktpersonen führte. In diesen Einrichtungen wurden Kinder positiv getestet: Denkmit!-Zwerge Krailling (1), Grundschule Starnberg (2), Montessorischule Inning (1), Grundschule Weßling (1), Grund- und Mittelschule Herrsching (1), Grundschule Andechs (1) und Grundschule Inning (3).

Für die kommende Woche verfügte das Landratsamt für die Schulen jene Regeln, die schon in der zweiten Hälfte dieser Woche galten. Es sind:

  • Im Landkreis Starnberg findet an allen Schulen Präsenzunterricht, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, oder Wechselunterricht statt.
  • Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen im Landkreis Starnberg können nur öffnen, sofern die Betreuung in festen Gruppen erfolgt (eingeschränkter Regelbetrieb). Die Schutz- und Hygienevorgaben entsprechend des Rahmenhygieneplans für die Kinderbetreuung und Heilpädagogische Tagesstätten sind einzuhalten.
  • Organisierte Spielgruppen sind ebenfalls zulässig sofern die Betreuung in festen Gruppen erfolgt (eingeschränkter Regelbetrieb) und die entsprechenden Schutz-und Hygienevorgaben eingehalten werden.

Donnerstag, 18. März, 18.30 Uhr: Mit 16 neuen Fällen am Donnerstag lag die Zahl unter den Werten der beiden Vorwochen - was an sich gut ist. Die Inzidenz lag bei 71, dürfte dennoch noch etwas steigen. Das hängt auch von den Neuinfektionen der nächsten Tage ab. Was es definitiv nicht geben wird, sind weitere Lockerungen, wie sie eigentlich in der nächsten Stufe vorgesehen waren - es ging um Außengastronomie, Kino und dergleichen. Allerdings hatte der Freistaat in die Regel eingebaut, dass er zustimmen muss - und das will er nicht, wie am Donnerstagnachmittag bekannt wurde. Vielmehr rechnet die Staatsregierung mit steigenden Infektionszahlen.

Mittwoch, 17. März, 18.20 Uhr: 17 neue Fälle am Mittwoch sind erneut mehr als in den Vorwochen und werden die Inzidenz im Landkreis Starnberg weiter steigen lassen. Es gab einen weiteren Todesfall, ein Gautinger (78) starn an Corona. Er war das 103. Todesopfer im Landkreis. Die Inzidenz lag offiziell bei 62,90.

Die von Landrat Stefan Frey angepeilte Ausnahmegenehmigung, durch die Läden hätten weiter normal (unter Corona-Auflagen) hätten öffnen können, wurde erwartungsgemäß von der Regierung abgelehnt. Ab heute gelten laut Mitteilung des Landratsamtes daher diese Regelungen, da der Kreis drei Tage in Folge über 50 lag:

Kontakte: Die derzeit gültigen Kontaktbeschränkungen bleiben unverändert. Das bedeutet: Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur gestattet mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, aber nie mehr als fünf Personen. Die zu den Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben außer Betracht. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft gelten jeweils als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.

Einzelhandel: Die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden ist nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum zulässig. Kontaktdaten müssen erhoben werden, Abstände sind einzuhalten, es gibt pro Laden eine Höchstzahl an Kunden, die Maskenpflicht gilt weiter.

Kulturstätten: Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, und vergleichbare Kulturstätten können für Besucher nur nach vorheriger Terminbuchung unter bestimmten Voraussetzungen öffnen. Es gibt Besucher-Obergrenzen, eine Maskenpflicht, Schutz- und Hygienekonzepte sind nötig und Kontaktdaten sind zu erfassen.

Sport: Es ist laut Landratsamt nur kontaktfreier Sport unter Beachtung der Kontaktbeschränkung sowie zusätzlich unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt. Der Betrieb von Sportplätzen, Fitnessstudios, Tanzschulen und anderen Sportstätten ist nur unter freiem Himmel zulässig. Der Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.

Schulen: Die bisherigen Regelungen gelten am Donnerstag und Freitag, am Freitag kommt eine neue Vorgabe für die nächste Woche.

Dienstag, 16. März, 18 Uhr: Mit 27 Neuinfektionen meldete das Landratsamt am Dienstag den höchst Tagestand seit Mitte Januar. Konkrete Schwerpunkte gibt es aber nicht, es sind fast alle Gemeinden betroffen. Die Inzidenz wird dadurch auf bis zu 75 steigen - am Dienstag waren es offiziell 56,3, was allerdings wegen Meldeverzögerungen nicht ganz aktuell war. Neue Sterbefälle gab es glücklicherweise nicht.

Montag, 15. März, 18 Uhr: Sechs neue Fälle kamen am Montag dazu, einer mehr als vor einer Woche. Daher wird die Inzidenz, die auch am Montag bei 60,0 lag, wohl etwas ansteigen auf bis zu 65. Absehbar ist, dass voraussichtlich ab Donnerstag die Regelungen für Kreise mit mehr als 50 gelten werden, also beispielsweise Einkaufen nur auf Termin. Selbst bei 0 Fällen am Dienstag würde der Kreis vermutlich nicht unter 50 fallen. Das Landratsamt meldete am Montag zwei weitere Todesfälle, ein Gautinger (67) starb mit und ein Starnberger (81) an Corona.

Die Impfbemühungen im Landkreis haben durch den Stopp des Präparates von Astrazeneca einen herben Rückschlag erlitten. Der Kreis rechnete diese Woche mit rund 700 Dosen, die nun nicht verwendet werden dürfen. Das ist ein Viertel der gesamten Impfstoffmenge dieser Woche. Die Termine wurden abgesagt. „Betroffene erhalten einen Anruf vom Callcenter des Impfzentrums“, teilte das Landratsamt am späten Nachmittag mit. Hintergrund: „Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts setzt die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit Astrazeneca vorsorglich aus. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa, hält das PEI weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.“

Sonntag, 14. März, 19.10 Uhr: Der Landkreis Starnberg weist erstmals seit dem 5. Februar wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aus. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag einen Wert von glatt 60,00. Insgesamt kamen am Wochenende 26 neue Fälle hinzu (19 am Samstag, sieben am Sonntag). Das ist der höchste Zuwachs an einem Wochenende seit dem 16./17. Januar (Einzelheiten zu den Zahlen siehe Kasten).

Noch am Sonntagabend reagierte das Landratsamt auf den Anstieg – und ermöglicht den Grundschulen vom morgigen Dienstag an mit einer „infektionsschutzrechtlichen Ausnahmeanordnung“ wieder den Wechselunterricht. Am heutigen Montag gilt an den Grundschulen noch Präsenzunterricht – maßgeblich für die Unterrichtsregeln einer Woche ist nämlich die Inzidenz des vorhergegangenen Freitags. Da betrug sie im Landkreis Starnberg noch 49,80. Weil sich der Wert in dieser Woche „aller Voraussicht nach“ nicht wieder stabil unter 50 zurückentwickeln werde, habe der Kreis reagiert, erklärte Sprecherin Barbara Beck. Für die anderen Schulformen ändert sich bislang nichts. Es bleibt beim angekündigten Wechselunterricht. Für Kinderbetreuungseinrichtungen werden von Dienstag an wieder feste Gruppen angeordnet.

Auch dem Einzelhandel drohen im Laufe der Woche neue Einschränkungen. Liegt die Inzidenz nämlich drei Tage am Stück über 50, dürfen die Geschäfte nur nach dem Prinzip „Click und meet“ öffnen. Kunden müssen also erst einen fixen Termin ausmachen. Zudem ist nur noch ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt.

Unabhängig von der Entwicklung hat die Staatsregierung am Wochenende zweimal Post aus dem Landkreis bekommen. In beiden Schreiben geht es um die neue Impfstrategie des Freistaats, der künftig einen Großteil des Impfstoffs in Arztpraxen statt in Impfzentren verimpfen will. Landrat Stefan Frey hat, wie am Freitag angekündigt, eine „Brand-E-Mail“ an Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek verschickt. Darin warnt er vor einem „politischen Fiasko“, das Anfang/Mitte April drohe: dass ausreichend Impfstoff da ist, dieser aber nicht verimpft werden kann.

„Uns kommunizieren viele Hausärzte wie folgt: Wir möchten gerne impfen, aber nur unsere eigenen (wenigen) Patienten, kein weiteres Personal einstellen, impfen in unseren Praxen und möglichst wenig Verwaltungsaufwand“, schreibt Frey und schlussfolgert: Die Hausärzte würden „die ihnen zugeteilten Mengen nicht ohne Weiteres und nicht schnell verimpfen können“. Der Landrat plädiert mit Nachdruck dafür, die Hausärzte als Außenstellen und Unterstützung einzubinden, die Zuteilung des Impfstoffs jedoch über die Impfzentren laufen zu lassen.

Ähnlich äußert sich der Apotheker Dr. Stefan Hartmann, der Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Apothekenkooperationen ist und der in zwei seiner Apotheken in Gilching und Weßling seit voriger Woche Antigen-Schnelltests anbietet (wir berichteten). Auch er hat sich an Gesundheitsminister Holetschek gewandt und warnt: „Massentestungen (Antigentests) im laufenden Apothekenbetrieb bzw. Massenimpfungen (gegen Covid-19) in der Arztpraxis können NICHT im laufenden Betrieb sichergestellt werden“, schreibt Hartmann. „DAS IST UNMÖGLICH!“

Hartmann macht diese Rechnung auf: Er habe in seinen Testzentren abseits des normalen Apothekenbetriebs je 120 Personen im Fünf-Minnuten-Takt testen können – weil alle online einen Termin vereinbart hatten und die persönlichen Daten erfasst gewesen seien. Ohne diese Terminvereinbarung würden die Massentests nicht funktionieren und die Apotheken komplett zusammenbrechen – genau das drohe auch den Arztpraxen für den Fall des Impfens.

Hartmann empfiehlt stattdessen für den Landkreis ein bis zwei größere Impfzentren, die „zwingend“ in Turnhallen aufgebaut werden und durch zwei bis drei Außenteams und ausgewählte Arztpraxen ergänzt werden sollten. In den Impfzentren seien bei einer Fünfer-Teststraße 500 bis 600 Impfungen, also insgesamt 1000 bis 1200 Impfungen, pro Tag möglich. Eine normale Arztpraxis könne am Tag jedoch nur 16 Menschen impfen „ohne weitere Patientenbehandlung“, rechnet er vor. Zudem sei das Infektionsrisiko in Praxen „um ein Vielfaches höher“ als in Turnhallen.

Freitag, 12. März, 17.45 Uhr: Sieben Fälle am Freitag sind einer weniger als in der Vorwoche, doch ist das derzeit weniger der Punkt - das ist die Inzidenz. Offiziell lag sie am Freitag laut RKI bei 49,8, weswegen der Landkreis für kommende Woche den Normalbetrieb in Grundschulen ausrief. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlichte seine Zahlen später - 50,49. Da für Schulentscheidungen (und andere inzidenzabhängige Regelungen) allein die RKI-Zahlen ausschlaggebend sind, hatte das Landratsamt keine andere Möglichkeit.

Freitag, 12. März, 9 Uhr: Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert vom Freitag hat eine gewisse Bedeutung für den Schulunterricht in Grundschulen in der nächsten Woche. Das Landratsamt wird heute dazu eine Feststellung machen - und damit klarstellen, was kommende Woche gilt. Das RKI gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen auf ihrem Dashboard mit 49,8 an, also knapp unter 50. Der Landkreis Landsberg (39,9) hat drei Tage hintereinander die 50 unterschritten und lockert daher ab Samstag die Regeln für Einzelhandel, Sport, Kontakte und Einrichtungen wie Museen und Ausstellungen.

Mittwoch, 10. März, 18.30 Uhr: Mit 13 Neuinfektionen am Mittwoch lag der Landkreis Starnberg leicht über der Vorwoche (12), die Inzidenz wurde offiziell mit 46,8 angegeben. Mit den neuen Fällen könnte der Landkreis über 50 rutschen, was aber erst Folgen hat, wenn es drei Tage nacheinander der Fall ist. Es gab einen weiteren Todesfall, der allerdings schon einige Zeit zurück liegt: Eine Stranbergerin (81) starb zu Hause, war aber corona-positiv. Sie war das 99. Corona-Opfer im Landkreis.

Donnerstag, 11. März, 18.15 Uhr: Die dritte Corona-Welle wird im Landkreis spürbar: Mit 23 Neuinfektionen lag der Donnerstagswert deutlich über dem der Vorwoche (19) und von vor zwei Wochen (10). Starnberg erreicht die Marke von 800 Fällen – etwa jeder 30. Einwohner war oder ist infiziert. Zudem meldete das Landratsamt den 100. Todesfall, der allerdings schon etwas zurückliegt. Ein 72-jähriger Starnbergers war bereits am 29. Dezember im Tutzinger Krankenhaus an Covid-19 verstorben. Die britische Mutation greift weiter um sich, wie die neuen Zahlen zeigen: In 98 Fällen wurde B.1.1.7 bisher nachgewiesen, was einem Drittel aller Neuinfektionen seit Anfang Februar entspricht – und längst nicht alle positiven Tests sind auf die Mutation untersucht. Diese Entwicklung entspricht dem bundesweiten Trend.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag offiziell bei 44,6, allerdings sind die Fälle vom Donnerstag darin noch nicht enthalten. Rechnet man die Inzidenz auf Basis der veröffentlichten Fallzahlen des Landratsamtes hoch, könnte der Kreis wieder über 50 liegen. Das wird sich erst am Freitag und am Wochenende zeigen und hängt auch von den dann verzeichneten Fallzahlen ab.

Die Zahl der Geimpften ist weiter gestiegen und lag am Donnerstag bei 9171 mit Erst- und 4981 auch mit Zweitimpfung.
Dienstag, 9. März, 18.30 Uhr: Das Landratsamt meldete am Dienstag 16 Neuinfektionen, so viele wie seit fünf Wochen nicht an einem Dienstag. Die Gesamtzahl stieg jedoch nur um 14, weil zwei bereits verzeichnete Fälle gestrichen wurden. Die Inzidenz lag offiziell am Dienstag bei 46,1, könnte durch die neuen Fälle aber wieder auf etwa 50 steigen. Das hätte, bleibt es einige Tage so, Auswirkungen etwa auf Geschäftsöffnungen.

Dienstag, 9. März, 8.30 Uhr: Trotz am Montag im Vergleich zur Vorwoche leicht höheren Neuinfektionen-Zahl (5 statt 4), bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 Fällen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Sie lag am Montag bei 48,3, am Dienstagmorgen gab das Robert-Koch-Institut (RKI) den Wert mit 46,1 an. Die Daten des RKI sind allerdings nicht ganz aktuell und wurden gerade korrigiert - das RKI hatte mehr Fälle im Bestand als der Landkreis überhaupt gemeldet hat. Das wurde nun angepasst, weswegen die Gesamtzahl der Fälle bei RKI im 24 gesunken ist. Es geht aber um Fälle, die länger als sieben Tage zurückliegen und deswegen keine Auswirkung auf die aktuelle Inzidenz haben. Damit bleibt es im Landkreis bei den seit Montag geltenden Lockerungen für Einzelhandel, Sport und Museen.

Sonntag, 7. März 17.20 Uhr: Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 44,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gelten im Landkreis Starnberg vom heutigen Montag an Lockerungen der Corona-Regeln. Damit gehört der Landkreis zu den30 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten, die einige Schritte in Richtung Normalität gehen dürfen. Was gilt, hat das Landratsamt am Sonntag zusammengefasst.

Kontaktbeschränkung: Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 100 darf man sich mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands treffen, solange dabei eine Gesamtzahl von fünf Personen nicht überschritten wird. Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit.

Sport: Wird eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten, ist kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu zehn Personen oder unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt. Sportplätze, Fitnessstudios, Tanzschulen und andere Sportstätten, zum Beispiel Golf- und Tennisplätze, dürfen zur Ausübung von kontaktlosem Sport wieder betrieben und benutzt werden, allerdings nur im Freien auf den Außensportanlagen. In den Innenräumen ist die Ausübung von Sport weiterhin untersagt.

Handel- und Dienstleistungsbetriebe: Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 dürfen Ladengeschäfte mit Kundenverkehr öffnen. Die Inhaber müssen jedoch darauf achten, dass sich nicht zu viele Kunden gleichzeitig im Geschäft aufhalten, und ein Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten. Bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ist ein Kunde je zehn Quadratmeter erlaubt, darüber hinaus ein Kunde je 20 Quadratmeter.

Kulturstätten: Ist die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten, dürfen Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten öffnen.

Für die Öffnungsschritte gelten die Inzidenzwerte 35, 50 und 100. Überschreitet oder unterschreitet ein Landkreis einen dieser Werte an drei aufeinanderfolgenden Tagen, muss er dies unverzüglich bekannt machen. Am Tag darauf treten dann entweder weitere Lockerungen oder erneute Einschränkungen in Kraft. Nähere Einzelheiten dazu sind in der 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nachzulesen.

Landrat Stefan Frey sieht die inzidenzabhängigen Regeln „mit gemischten Gefühlen“. Am 28. Februar habe die Inzidenz im Landkreis bei 24,9 gelegen, jetzt bei 44,6. „Auch bei uns macht sich das Mutationsgeschehen deutlich bemerkbar.“ Jetzt sei es gerade so, dass man in Starnberg einkaufen dürfe, anderswo nicht. „Das kann sich mit dem aktuellen staatlichen Regelwerk immer wieder rasch ändern; ich hoffe, dass dieses Regelwerk damit auch wirklich der Praxis gerecht wird und wir nicht ständig ein Auf und Zu erleben“, sagte Frey. Aber natürlich freue er sich, dass die Geschäfte wieder öffnen dürften und es auch sonst „eine Menge mehr an Freiheiten“ gebe. Er appellierte aber: „Gerade im Freizeitverhalten und bei privaten Kontakten sollte man sich weiter disziplinieren und die gewohnten Abstands- und Hygieneregeln einhalten.“

Am Wochenende vermeldete das Landratsamt insgesamt elf Neuinfektionen. Das waren drei mehr als am Wochenende davor. Darunter waren zwei Schüler einer zweiten Klasse der Grundschule an der Ferdinand-Maria-Straße in Starnberg. Nachgewiesen sind mittlerweile 56 Fälle der britischen Mutation B.1.1.7 (acht mehr als am Freitag).

Sonntag, 7. März, 9 Uhr: Die Neuinfektionen meldet das Landkreis immer erst am späten Nachmittag, das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht die Inzidenz des Tages immer schon am frühen Morgen. Sie liegt am Sonntag für den Landkreis Starnberg bei 44,6 und damit deutlich unter 50. Damit erscheinen Ladenöffnungen ab Montag sicher - endgültige Klarheit wird es im Tagesverlauf durch eine Veröffentlichung der Staatsregierung geben.

Samstag, 6. März, 17 Uhr: Fünf Neuinfektionen am Samstag im Landkreis Starnberg dürften die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 halten, es sind ab zwei mehr als vor einer Woche. Am Samstag lag die Inzidenz laut RKI bei 45,4, mit den neuen Fällen könnten es bis zu 47 bis 48 werden. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass am Montag im Landkreis die Läden wieder öffnen können - ob es so ist, wird wohl erst am Sonntag von der Staatsregierung festgestellt.

Freitag, 5. März, 18 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Starnberg blieb auch am Freitag unter 50, auch wenn die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen ist. Das RKI meldete 43,9, mit den acht neuen Fällen vom Freitag dürften es zwischen 44 und 46 sein - je nachdem, wie schnell die Fälle weitergemeldet werden. Und natürlich je nachdem, wie viele Fälle am Samstag und auch am Sonntag auftreten. Bisher waren es an Wochenende eher wenige, was aber so nicht bleiben muss.

Bleibt es auch am Wochenende dabei, können am Montag im Landkreis Starnberg wieder die Läden öffnen. Weitere Todesfälle gab es glücklicherweise nicht. Die Zahl der Mutationen ist erneut gestiegen, die britische Variante macht nach den bestätigten Fällen inzwischen etwa 20,2 Prozent der Fälle (bezogen auf die Zeit seit Anfang Februar) aus.

Fortschritte macht auch das Impfen. Inzwischen sind 7685 Menschen, die im Landkreis leben oder in einem der Krankenhäuser abreiten, zumindest mit einer Dosis geimpft. Zwei haben 4064 erhalten. 1292 Menschen über 80 Jahre haben bereits beide Impfdosen bekommen, 1956 bisher eine. Damit ist fast ein Drittel dieser Altersgruppe zumindest einmal geimpft.

Donnerstag, 4. März, 7.45 Uhr: Es gibt im Landkreis Starnberg wieder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Am Mittwoch waren es 12, wie schon am Dienstag auch. Vorige Woche waren es Mittwoch nur fünf neue Fälle, in der Woche dafür aber 16. Ein direkter Trend lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, jedoch sind es in drei Tagen dieser Woche 28 Neuinfektionen nach 16 in der Vorwoche und 32 in der Woche davor. Es gab einen weiteren Todesfall, den 97. im Kreis: Ein Gilchinger (91) starb am
Montag in der Asklepios-Klinik in Gauting an den Folgen einer Corona-Infektion. Die Zahl der Fälle in Kindereinrichtungen ist erneut gestiegen, betroffen ist die Kindertageseinrichtung St. Nikolaus in Starnberg.

Donnerstag, 4. März, 19 Uhr: Die Zahlen für Donnerstag sind nicht sehr beruhigend - es gab mit 19 Neuinfektionen fast doppelt so viele neue Fälle wie an den Donnerstagen der beiden Vorwochen. Auffällig ist, dass sich das Virus in drei Gemeinden verstärkt ausgebreitet hat. Gauting meldet 9 neue Fälle, Starnberg 5, Krailling 4 - und Herrsching einen. Ob das an Mutationen liegt, ist nicht genau bekannt. Tatsache ist aber, dass die Zahl der nachgewiesenen Fälle der britischen Mutation auf 43 gestiegen ist. Es gab einen weiteren Todesfall zu beklagen, eine Starnbergerin (80) starb mit, aber nicht an dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag laut RKI wieder über 35, nämlich bei 35,9. Mit den neuen Fällen dürfte sie auf etwa 45 steigen.

Was die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungsmöglichkeiten betrifft, ist die Lage für den Landkreis nicht nur wegen der Inzidenz unklar. Das Landratsamt kann noch keine sicheren Aussagen treffen, weil die konkreten Vorgaben noch nicht vorliegen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. Am Mittwoch gab das RKI 30,0 an, am Donnerstagmorgen waren es 35,9. Inklusive der jüngsten Fälle sind es hochgerechnet fast 39.

Montag, 1. März, 17.45 Uhr: Mit vier neuen Fällen am Montag lag die Zahl der Neuinfektionen auf dem Niveau der beiden Vorwochen. Die Inzidenz lag am Montag weiter unter 30, nämlich bei 26,30, ist aber leicht gestiegen. Die Zahl der Todesfälle blieb unverändert. Bei den Mutationen ist die Zahl weiter gestiegen, erstmals wurde auch ein Fall der südafrikanischen Variante nachgewiesen. Die britische Variante trat im Landkreis bisher bei etwa 17,7 Prozent der Neuinfektionen der vergangen vier Wochen auf.

Sonntag, 28, Februar, 19 Uhr: Mit fünf Neuinfektionen am Sonntag und den dreien vom Samstag lag die Steigerung am Wochenende unter den Werten der beiden vorherigen. Das macht sich bei der Sieben-Tage-Inzidenz bemerkbar, die am Sonntag laut RKI unter 25 lag und mit den neuen Fällen bei etwa 30 liegen dürfte.

Samstag, 27. Februar, 17 Uhr: Lediglich drei Neuinfektionen wurden am Samstag aus dem Landkreis Starnberg gemeldet - deutlich weniger als an den Samstagen der beiden Vorwochen, als es 8 und 7 waren. Allerdings wird am Wochenende weniger getestet bzw. werden weniger Testergebnisse gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist entsprechend gefallen: Das RKI meldete für Samstag 26,3, wobei darin neuere Fälle noch nicht enthalten sind. Rechnet man alle vom Landratsamt gemeldeten Infektionen der vergangenen sieben Tage zusammen, ergibt sich eine Inzidenz von etwa 28,5 - ebenfalls ein vergleichsweise guter Wert. Die Zahl der Todesopfer blieb unverändert; derzeit sind etwa 150 Menschen mehr oder minder schwer von Covid-19 betroffen.

Samstag, 27. Februar, 9 Uhr: Die Zahlen vom Freitag sind moderat und liegen unter denen der Vorwochen - es gab sieben Neuinfektionen und einen weiteren Todesfall. Dabei handelte es sich um eine 80-Jährige, die im Rummelsberger Stift in Starnberg an den Folgen von Corona gestorben ist. Die Zahl der Todesfälle ist dennoch nicht gestiegen, weil ein Fall abgezogen wurde, da der mit Corona Verstorbene nicht aus dem Landkreis stammte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 29,30, in den Zahlen vom Samstagmorgen bei 26,3. Da es weiterhin Meldeverzögerungen gibt, also in die Berechnung des RKI Fälle vom Freitag nur teilweise eingeflossen sind, dürfte die Inzidenz realistisch bei etwa 32 liegen - was immer noch sehr gut ist im Vergleich zum Stand vor vier Wochen (79,24) und vor acht Wochen (127,32).

Die Mutationen, vor allem die britische, breiten sich aber auch im Landkreis aus. Die Mutation B.1.1.7 wurde in einem Gautinger Kindergarten nachgewiesen, eine Grupppe ist in Quarantäne. Der Fall betraf das Personal.

Donnerstag, 25. Februar, 18 Uhr: Mit zehn Neuinfektionen am Donnerstag meldete das Landratsamt dieselbe Zahl wie vor einer Woche. Die Inzidenz lag laut RKI bei 30,0, der niedrigste Wert in diesem Jahr. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 96, eine 91-Jährige starb an Corona im Starnberger Klinikum. Mit den neuen Fällen bleibt die Inzidenz unter 35.

Mittwoch, 24. Februar, 17 Uhr: Mit nur fünf Neuinfektionen meldete das Starnberger Landratsamt am Mittwoch erheblich weniger neue Fälle als in der Woche davor - da waren es 16. Betroffen sind drei Gemeinden. Die niedrige Zahl hat Auswirkungen auf die Inzidenz, die - die neuen Fälle eingerechnet - unter 35 bleiben dürfte. Heute meldete das RKI 32,9. Es gab aber auch einen weiteren Todesfall, den 95, seit Beginn der Pandemie. Ein Herrschinger (62) war vor einer Woche mit dem Virus in einem Münchner Krankenhaus gestorben. Die Zahl der aktiven Fälle ist so niedrig wie seit Wochen nicht mehr, auch die Zahl der Intensivpatienten ist zuletzt deutlich zurückgegangen auf sieben.

Die Mutationen jedoch breiten sich auch im Landkreis aus. Bestätigt sind bisher elf Fälle der britischen und ein Fall der brasilianischen Variante. Das ist im Vergleich zu anderen Kreis noch recht wenig - das muss so aber nicht bleiben.

Mittwoch, 24. Februar, 8.10 Uhr: Am Dienstag meldete das Landratsamt acht neue Fälle und einen weiteren Todesfall. Acht Neuinfektionen ist weniger als am Dienstag in den beiden Vorwochen (12 und 10). Am Dienstag lag die Inzidenz laut RKI bei 42,4, am Mittwochmorgen überraschend niedrig bei 32,9. Das kann sich durch Datenkorrekturen aber noch ändern. Das wird auch passieren, vielleicht noch nicht heute - beim RKI werden für den Landkreis 3716 Fälle ausgewiesen, der Landkreis ist bei seiner Zählung bei 3687. Woher die Differenz kommt, ist noch unbekannt.

Dienstag, 23. Februar, 8.30 Uhr: Mit drei Neuinfektionen blieben die Zahlen am Montag geringfügig unter dem Niveau der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 44,6. Die Zahl der Todesfälle blieb konstant. Etwas irritierend sind die Angaben am Dienstagmorgen auf der Seite des Robert-Koch-Institutes (RKI): Dort werden 3707 Fälle für den Landkreis ausgewiesen, der selbst 3679 meldet. Wochensumme und Inzidenz stimmen aber - sie lag am Morgen bei 42,4 (Stand Dienstag, 8 Uhr).

Montag, 22. Februar, 8.55 Uhr: Im Landkreis Starnberg sind am Wochenende elf neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Das sind zwei Fälle mehr als vor einer Woche und drei Fälle mehr als vor zwei Wochen. Positiv getestet wurden am Samstag acht und am Sonntag drei Landkreisbürger, wie das Landratsamt mitteilt. Darunter ist auch ein Kind, das die Notbetreuung eines Gilchinger Kindergartens besucht hat. Sechs Kinder und zwei Erzieherinnen der Einrichtung befinden sich nach Angaben von Landratsamtssprecherin Barbara Beck nun in Quarantäne. Insgesamt sind 154 Personen in häuslicher Isolation.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Freitag leicht auf 43,2 gestiegen. Im Vergleich zum Sonntag vergangener Woche ist der Anstieg aber deutlich. Damals wurde die Inzidenz mit 32,9 angegeben. Einen deutlichen Anstieg hat es am Wochenende auch bei der Zahl der Geimpften gegeben. 5271 Menschen haben mittlerweile ihre erste Dosis erhalten, 2651 von ihnen auch die zweite. Mit Spannung blicken Behörden und Virologen auf die weiteren Schulöffnungen. Von heute an gibt es für alle Grundschüler sowie die Abschlussklassen an den Real- und Mittelschulen wieder Präsenzunterricht, zumeist auf zwei Gruppen aufgeteilt im täglichen Wechsel.

Freitag, 19. Februar, 17.20 Uhr: Mit 10 Neuinfektionen lag der Anstieg der Coronafälle im Landkreis Starnberg am Freitag über den Werten der beiden Vorwochen, wenn auch nur gering. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist gestiegen auf heute 41,7, sie dürfte übers Wochenende weiter leicht ansteigen. Es gab einen weiteren, den 93. Todesfall: Eine Frau (92) starb vorigen Samstag mit Corona im Caritas Altenheim Maria Eich in Krailling. Da die Genesenen-Schätzung nur leicht gestiegen ist, sind mit 189 sogenannten aktiven Fällen wieder etwas mehr Landkreisbürger direkt von Covid-19 betroffen. Die Intensivstationen verzeichnen hingegen etwas weniger Patienten als noch vor Wochenfrist.

Die Impfungen gehen derweil weiter. Mit Stand Freitag sind laut Landratsamt 4984 Menschen mindestens mit einer Dosis geimpft, 2571 bereits mit zwei. Bei den über 80-Jährigen liegen die Wert bei 2011 und 625. Deutlich mehr Impfstoff - derzeit der Grund, warum die Impfungen eher schleppend vorangehen - soll es ab April geben. Problem ist allerdings, dass die Lieferungen und deren Ausmaß oft erst kurzfristig bekannt werden. Wann es mehr Impfstoff für den Landkreis gibt, ist daher nicht sicher vorherzusagen.

Donnerstag, 18. Februar, 18 Uhr: Zehn Neuinfektionen für Donnerstag sind weniger als vor einer Woche. Die Inzidenz sank leicht auf 38,8. Weitere Todesfälle gab es glücklicherweise nicht. Bei den Mutationen gibt es neue Erkenntnisse, wonach bisher vier britische Varianten gefunden wurden, bei einem Test laufen die Auswertungen noch. Die Geimpftenzahlen sind weiter gestiegen, die Zahl der Intensivpatienten ist leicht gesunken.

Mittwoch, 17. Februar, 18 Uhr: Mit 16 neuen Fällen meldete das Landratsamt am Mittwoch erheblich mehr Neuinfektionen als am Mittwoch voriger Woche - da waren es sieben. Das führt auch dazu, dass die Sieben-Tage-Inzidenz wohl wieder auf um die 45 steigen wird; am Mittwoch lag sie bei 39,5. Es gab einen weiteren Todesfall zu beklagen, eine 85-Jährige aus Gauting starb mit dem Virus. Inzwischen ist auch klar, dass die Mutationen im Landkreis angekommen sind, sowohl die britische als auch jene aus Südafrika bzw. Brasilien. Bei letzteren beiden sind noch weitere Untersuchungen nötig.

Montag, 15. Februar, 18 Uhr: Vier Neuinfektionen sind zwar deutlich mehr als vor einer Woche am Montag (damals 1), jedoch im Vergleich zum Dezember wenig. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um zwei auf nun 91. Zwei Männer (82, 88) starben an und mit Corona. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde vom RKI mit 36,6 angegeben, etwas mehr als erwartet. Das lag auch daran, dass das RKI mehr Fälle verzeichnet hat als der Landkreis, was vermutlich an Infizierten liegt, die im Landkreis getestet wurden, aber in anderen Landkreisen wohnen. Sie werden häufig erst einmal dem Landkreis Starnberg zugeordnet und später wieder abgezogen. Die Inzidenz mit den neuen Fällen vom Montag dürfte bei etwa 38 liegen. Folgen hat die niedrige Inzidenz nicht.

Dass der Sieben-Tage-Wert seit mittlerweile 25 Tagen unter 100 liegt, sorgt dafür, dass man heute Abend auch nach 21 Uhr noch aus dem Haus darf.

Samstag, 13. Februar, 16.30 Uhr: Sieben neue Fälle am Samstag entsprechen der Zahl vom Samstag der Vorwoche. Fünf Gemeinden sind betroffen, Schwerpunkte gibt es nicht. Die Zahl der Todesfälle blieb unverändert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstagmorgen bei 32,9 und damit weiter unter 35. Mit den neuen Fällen dürfte der Kreis in etwa bei dieser Inzidenz bleiben.

Sonntag, 14. Februar, 17.20 Uhr: Zwei Neuinfektionen aus Starnberg und Gauting - mehr hatte das Landratsamt am Sonntag nicht zu melden. Damit sind am Wochenende neun neue Fälle aufgetreten, einer mehr als am Wochenende zuvor. Die Zahlen an Wochenenden sind aber immer geringer, weil weniger getestete bzw. weniger Ergebnisse gemeldet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag mit 32,9 auf dem Niveau der Vortage. Da sie seit mehr als drei Wochen unter 100 liegt, gilt ab Montag die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr nicht mehr (wie in fast ganz Bayern). Mit den neuen Fällen dürfte die Inzidenz bei etwa 35 liegen.

Die Zahl der Geimpften steiger weiter an. 4042 Menschen haben bis Sonntag zumindest die erste Dosis erhalten, rund 1450 auch die zweite.

Freitag, 12. Februar, 19 Uhr: Acht neue Fälle und zwei weitere Todesopfer sind die Freitagsbilanz für den Landkreis Starnberg in der Corona-Pandemie. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer aus Tutzing und Gilching im Alter von 82 und 88 Jahren, beide verstarben an Covid-19. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 30,00; mit den neuen Fällen, erneut weniger als in der Woche davor, dürften es zwischen 30 und 35 sein.

Mittwoch, 10. Februar, 18.30 Uhr: Sieben neue Fälle und zwei weitere Todesfälle sind die Bilanz des Landratsamtes Starnberg für Mittwoch. Sieben Neuinfektionen ist vergleichsweise wenig, weniger als vor einer Woche und weniger als in den vergangenen drei Monaten an einem Mittwoch. Die beiden Todesfälle sind zwei Frauen im Alter von 92 und 83 Jahren, ein Fall ist eine Nachmeldung vom Dezember. Eine verstarb an, eine mit Corona. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag offiziell bei 27,1, allerdings hatte das Landratsamt am Dienstag keine Fälle an LGL und RKI melden können - deswegen ist die Zahl etwas ungenau. Realistischer waren etwa 35 bis 37. Die Fälle wurden gestern nachgemeldet.

Montag, 8. Februar, 17.45 Uhr: Lediglich zwei Neuinfektionen wurden am Montag im Landkreis Starnberg gemeldet, die Gesamtzahl stieg sogar nur um einen Fall. Denn: Ein Starnberg zugeordneter Fall stellte sich als Fehler heraus und wurde gelöscht. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI bei 42,4 und ist leicht gesunken. Etwa 227 Menschen sind derzeit mehr oder minder schwer an Covid-19 erkrankt bzw. sind positiv getestet. Weitere Todesfälle gab es glücklicherweise nicht.

Samstag, 6. Februar, 16.20 Uhr: Die Zahlen liegen vor, das Landratsamt meldet sieben neue Fälle und einen weiteren Todesfall. Sieben ist im Vergleich zur Woche wenig, vorigen Samstag waren es 12. Sieben Neuinfektionen an einem Samstag gab es zuletzt am 3. Oktober 2020. Neuinfektionen gab es in Gilching (4), das mit 19 Fällen in diesem Monat stark betroffen ist, sowie in Berg, Starnberg und Tutzing. Weitere Details sind nicht bekannt. Die Inzidenz liegt, wie bereits gemeldet, wieder unter 50 Fällen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen, nämlich bei 48,3. Da am Samstag weniger Fälle als am Samstag zuvor gemeldet wurden, ist mit einem weiteren Rückgang auf etwa 46 zu rechnen.

Samstag, 6. Februar, 13 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstag für den Landkreis erstmals seit 113 Tagen wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 50 Fällen je 100 000 Einwohner errechnet. Auf seinem Dashboard gab das RKI den Wert mit 48,3 an. Zwar sind noch nicht alle Fälle aus den vergangenen Tagen in die RKI-Zählung eingeflossen - mindestens drei fehlen noch -, doch auch diese eingerechnet bleibt die Inzidenz für den Moment knapp unter 50. Auswirkungen hat das zunächst nicht.

Neue Zahlen liegen für Samstag noch nicht vor, sie werden in der Regel zwischen 16 und 18 Uhr veröffentlicht. Je nachdem, wie viele Neuinfektionen gemeldet werden, kann die Inzidenz auch wieder über 50 steigen. In den vergangenen Tagen lagen die Neuinfektionen zumeist etwas unter dem Wert der Vorwoche.

Freitag, 5. Februar, 18.30 Uhr: Neun Neuinfektionen und damit erheblich weniger als vor einer Woche hat das Landratsamt Starnberg für Freitag gemeldet - allerdings auch drei weitere Todesfälle von Menschen im Alter von 83, 88 und 98 Jahren, von denen zwei an und eine Frau mit Corona gestorben sind. Ein Todesfalls stammt aus dem Marienstift Gauting (mit Corona). Die Gesamtzahl stieg damit auf 81. Die Inzidenz lag bei 57,80 und damit so niedrig wie seit Mitte Oktober nicht. Sollten die Neuinfektionen weiter zurückgehen wie in den vergangenen Tagen, könnte der Landkreis - wie zuvor München - die Inzidenz von 50 nach mehr als drei Monaten wieder unterschreiten.

Freitag, 5. Februar, 8 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Starnberg steigt weiter eher moderat, dafür gibt es eine beunruhigende Feststellung. Die britische Mutation B.1.1.7 ist bei einer Frau aus dem Landkreis Starnberg nachgewiesen worden, die in der Pähler Bäckerei arbeitet. Für sie gelten nun strengere Quarantäne-Bestimmungen: Während beim „normalen“ SARS-CoV-2-Virus die Quarantäne bei Symptom-Freiheit automatisch endet, müssen sich Menschen mit der britischen Mutattion mit einem PCR-Test „freitesten“.

Am Donnerstag meldete das Landratsamt zwölf neue Fälle aus sechs der 14 Landkreis-Gemeinden, aber keinen neuen Todesfall. 199 Menschen befinden sich häuslicher in Quarantäne. Die Zahl der Genesenen ist weiter gestiegen auf nun schätzungsweise 3301, damit dürfte es etwa 246 aktive Fälle geben. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 60,0, so niedrig wie seit 20. Oktober nicht. Auf diesen Niveau bleibt sich angesichts der neuen Fälle wohl auch, da vorigen Donnerstag 14 neue Fälle dazugekommen waren.

4. Februar 2021, 9.30 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Starnberg nähert sich langsam wieder der Marke von 50. Nach den vom Robert-Koch-Institut (RKI) berechneten und am Mittwoch vom Landratsamt veröffentlichten Zahlen liegt die Inzidenz nun bei 57,10. Das ist der niedrigste Wert seit dreieinhalb Monaten. Am 19. Oktober vergangenen Jahres hatte der Wert 53,41 betragen.

Insgesamt vermeldete das Landratsamt am Mittwoch elf Neuinfektionen im Landkreis – das waren neun weniger als am Mittwoch voriger Woche. Und auch das war der niedrigste Mittwochs-Wert seit Oktober vorigen Jahres. Es habe auch „kein weiteres Ausbruchsgeschehen“ in einem Pflegeheim, in einer Klinik oder in einer Gemeinschaftsunterkunft gegeben, sagte Landratsamtssprecher Christian Kröck am späten Nachmittag auf Anfrage des Starnberger Merkur. Die elf neuen Fälle teilen sich auf Gilching (einer), Krailling (drei), Starnberg (zwei), Tutzing (drei), Weßling (einer) und Wörthsee (einer) auf.

Die Gesamtzahlen der Infizierten seit Beginn der Pandemie ist damit auf 3535 im Landkreis gestiegen. Zieht man die vom RKI als genesen geschätzten Personen ab, ergibt sich daraus ein rechnerischer Wert von 247 aktiven Fällen im Landkreis. 166 Personen wurden am Mittwoch zum ersten Mal geimpft. Damit ist die Zahl der Geimpften auf 2940 gestiegen – etwas mehr als zwei Prozent der Landkreisbevölkerung.

Unabhängig davon hat das Landratsamt am Mittwoch einen weiteren Todesfall vermeldet – es ist der insgesamt 78. im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Nähere Einzelheiten zu dem Fall lagen Kröck allerdings noch nicht vor. Mit großer Aufmerksamkeit beobachtet die Kreisbehörde derweil die Situation in angrenzenden Landkreisen, wo bereits Mutationen des Virus aufgetreten sind. So meldete das Landratsamt in Landsberg gestern den zweiten bestätigten Infektionsfall mit der britischen Virus-Variante. In Starnberg ist bislang noch keine Mutation nachgewiesen worden.

Landkreis Starnberg - Das Corona-Virus macht Bewohnern und Personal von Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Starnberg weiter zu schaffen. 17 Neuinfektionen meldete das Landratsamt am Dienstag, darunter fünf aus dem Seniorenzentrum Pichlmayr in Gilching. Nach Angaben von Landratsamtssprecher Christian Kröck wurden drei Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv getestet. Jeweils einen zusätzlichen Fall gibt es aus dem Caritas-Altenheim Gauting und dem Rummelsberger Stift Starnberg. In der Asklepios-Klinik in Gauting habe sich ein weiterer Patient angesteckt, so Kröck.

Die insgesamt 17 neuen Fälle bedeuten einen weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mittlerweile auf 62,28 gesunken. In häuslicher Quarantäne befinden sich aktuell 229 infizierte Personen und enge Kontaktpersonen.

Corona im Landkreis Starnberg: Anzahl der Todesfälle bereinigt

Ungeachtet dessen hat es weitere Todesfälle gegeben. Insgesamt vermeldete das Landratsamt am Dienstag sechs Landkreis-Bewohner, die an oder mit dem Virus verstorben sind. Dabei handelt es sich um einen 97 Jahre alten Mann und zwei Frauen im Alter von 83 und 84 Jahren, die bereits vor einigen Wochen verstorben sind, aber erst jetzt in der Statistik auftauchen. Dazu kommen drei Todesfälle aus den vergangenen fünf Tagen. Die Frau (79) und die beiden Männer (83 und 89) waren Bewohner des Rummelsberger Stifts in Starnberg.

Weil das Gesundheitsamt die Sterbestatistik grundlegend bereinigt hat, sind drei in der Vergangenheit genannten Fälle herausgefallen. Dabei habe es sich um Menschen gehandelt, die entweder nicht im Landkreis gelebt hätten oder an einer anderen Ursache verstorben seien, erklärte Kröck. Deswegen ist die Zahl der Corona-Toten im Landkreis offiziell um drei auf nunmehr 77 seit Beginn der Pandemie gestiegen.

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