Zu Gast in Benediktbeuern

CSU-Herbstempfang im Benediktbeurer Biergarten

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Ilse Aigner (re.) bei ihrer Rede vor Mitgliedern der oberbayerischen CSU im „Klosterwirt“.

Die Vorsitzende der oberbayerische CSU, Ilse Aigner, hatte nach Benediktbeuern geladen. Da kam selbst die nordrhein-westfälische Umweltministerin.

Benediktbeuern – Keine Frage: Das am Freitag beschlossene Umweltpaket der Bundesregierung stand auch beim Herbstempfang der oberbayerischen CSU im Biergarten des „Klosterwirts“ in Benediktbeuern im Mittelpunkt. Ehrengast Ursula Heinen-Esser, die Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, lobte das Maßnahmenpaket mit beredten Worten: „Nachhaltigkeit und Umwelt sind konservative Themen. Wir lieben unsere Heimat und wollen sie auch bewahren. Die Entscheidungen der Bundesregierung haben heute zu wirklich guten Beschlüssen geführt.“

Ehrengast: Ursula Heinen-Esser.

Geladen hatte zu dem Empfang Ilse Aigner, die Präsidentin des bayerischen Landtags, in ihrer Funktion als Vorsitzende der CSU Oberbayern. Aigner betonte, dass Oberbayern eindeutig die attraktivste Region Deutschlands ist, „das zeigt der stete Zuzug von Menschen aus aller Welt zu uns“. Arbeitsplätze, Natur und Kultur – „diese Kombination macht uns einzigartig.“ Heimat, Kultur und Nachhaltigkeit, dafür stehe das Kloster Benediktbeuern wie kaum ein anderer Ort. Direktor Pater Dr. Lothar Bily gab Aigner in seinem kurzen geschichtlichen Abriss über Kloster und Zentrums für Umwelt und Kultur recht: „Glaube, Heimat und Kultur sind seit jeher auch die Leitbegriffe der Salesianer.“

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser konzentrierte sich auf ihr Fachgebiet: „Der Klimawandel ist mitten in Deutschland angekommen“, konstatierte die Umweltministerin und führte Ernteausfälle und Waldschäden durch die Trockenheit als Beweise an. Sie zeigte sich überzeugt: „Der Höhepunkt der Kalamität wird erst noch kommen.“

Heinen-Esser verteidigte das Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen die Kritik der Umweltverbände: „Alles, was wir machen, muss bezahlbar bleiben.“ So begründete sie die nur langsam steigende CO2-Bepreisung: „Wir müssen dabei auch an die Pendler denken.“ Die Politikerin gab aber auch zu: „Wir werden es nicht schaffen, den Klimawandel aufzuhalten. Vielleicht werden wir es aber zumindest schaffen, die Erderwärmung bei 1,5 Grad aufzuhalten.“

Heinen-Esser gab sich überzeugt davon, „dass wir uns vom ökologischen Landbau alleine nicht werden ernähren können“. Deshalb brauche es eine ganz andere Landwirtschafts-Politik. Man müsse viel Geld in die Hand nehmen, um die Landwirtschaft zu unterstützen.

Letztlich bekundete Ise Aigner, dass es zwar Zufall sei, dass der Herbstempfang der CSU mit dem Umweltschutzpaket des Bundes an einem Tag zusammengefallen sei. „Es zeigt aber, dass wir auf der Höhe der Zeit sind.“  (esc)

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