Schmid soll Bürgermeister werden

Einstimmig für mehr Lebensqualität

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Freuen sich über die Wahl: Ortsvorstand Sebastian Franz, Christoph Schmid und Landtagspräsidentin Ilse Aigner.
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Jetzt ist es endgültig fix: Christoph Schmid geht für die CSU in den Bürgermeister-Wahlkampf in Holzkirchen. Seine Vorstellungen:

Holzkirchen – Einmal sei ihm kurz das Herz stehen geblieben, sagte Christoph Schmid vor seiner einstimmigen Wahl zum Bürgermeisterkandidaten der CSU in Holzkirchen. Nicht etwa, als Amtsinhaber Olaf von Löwis scherzhaft sagte, er habe es sich spontan anders überlegt und wolle doch Bürgermeister bleiben. Das Herz sei ihm in die Hose gerutscht, als Altbürgermeister Josef Höss von den Veränderungen gesprochen habe, die auf einen Bürgermeister in Holzkirchen zukommen.

Um seine Wahl zum Bürgermeisterkandidaten bangen musste Schmid wenige Stunden vor seinem 50. Geburtstag nicht. Nachdem ihn Ortsvorstand und -gremien bereits im Mai zu ihrem Wunschkandidaten ernannt hatten, wählten ihn jetzt die CSU-Mitglieder im Café Kuhn. Einstimmig, wie es sich für die Holzkirchner CSU mittlerweile gehört.

Schmids Wahlprogramm dreht sich um ein Wort: Lebensqualität. Die will er für alle Holzkirchner verbessern. Eine große Chance hierbei sei die Südspange, also eine direkte Verbindung der B 13 mit der B 318 südöstlich von Holzkirchen, deren mögliche Trasse derzeit beim Staatlichen Bauamt liegt. „Ich glaube und bin fest überzeugt, sie ist ein wesentlicher Schlüssel für eine innerörtliche Verkehrsentlastung“, sagte Schmid. Daraus ergebe sich dann eine ganz neue Möglichkeit für die Gestaltung des Ortszentrums. Schmid wünscht sich ein harmonisches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer, egal ob im Auto, auf dem Rad oder zu Fuß. „Momentan spüre ich da eine Konkurrenz“, sagt er.

CSU Holzkirchen: Gemeinderatsliste folgt im November

Konkurrenz ist auch das Stichwort auf dem Wohnungsmarkt. Mit Nachverdichtung und der Wiedereinführung des Einheimischenmodells will Schmid dem steigenden Siedlungsdruck begegnen. Dazu kommt ein Erbbaumodell mit Investoren, bei dem die Gemeinde die Mieten deckeln könnte. Der Gemeinderat sei bereit, an die untere Schmerzgrenze zu gehen. Aufwerten will Schmid die Spielplätze in Holzkirchen: Statt derzeit 40 wünscht er sich zehn „richtig tolle“, auf den anderen könnten Mehrgenerationen-Begegnungsstätten entstehen. Vielleicht sogar in Zusammenarbeit mit den Vereinen.

Wer im kommenden März gemeinsam mit Schmid für die CSU in den Holzkirchner Gemeinderat einziehen soll, ist noch offen. Die Aufstellungsversammlung für die Liste ist laut Ortsvorstand Sebastian Franz im November geplant. 

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