Nach Verbot von Großveranstaltungen

OB Hartmann: Volksfest-Absage ist die „richtige Entscheidung“

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Hier wird dieses Jahr kein Volksfest stattfinden.
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Das Dachauer Volksfest darf in diesem Jahr nicht stattfinden. Für OB Florian Hartmann ist dies „die einzig richtige Entscheidung“.

  • Da Großveranstaltungen bis 31. August nicht stattfinden dürfen, hat die Stadt das Dachauer Volksfest abgesagt.
  • OB Florian Hartmann nennt das die „richtige Entscheidung“
  • Auch andere Veranstaltungen in Dachau sind davon betroffen.

Dachau – „Natürlich bin ich traurig“, sagt Oberbürgermeister Florian Hartmann auf die Frage, wie er die Volksfest-Absage beurteilt. Das Volksfest sei „DIE Veranstaltung im ganzen Jahr, eines der kulturellen Highlights der Stadt“! Aber, das müsse man auch sehen: „In der aktuellen Situation ist das eine notwendige und die einzig richtige Entscheidung.“

Tatsächlich hatte Kanzlerin Angela Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwochabend verkündet, dass bundesweit bis mindestens 31. August keine Großveranstaltungen mehr stattfinden dürfen (wir berichteten). Bayerns Regierungschef Markus Söder bestätigte das gestern.

Absage des Volksfests: Bitter für Schausteller und Wirte

Für die Dachauer Stadtgesellschaft sei dies ebenso bitter wie für die Schausteller und Wirte, befand Hartmann. Und schloss gleichzeitig aus, das Fest zu einem späteren Zeitpunkt, im Herbst, stattfinden zu lassen: „Aus Sicht der Stadt Dachau besteht für einen späteren Termin keinerlei Planungssicherheit.“ Eine Großveranstaltung mit großen Festzelten und täglich rund 30 000 Besuchern sei in Zeiten einer Corona-Pandemie „schlicht und ergreifend nicht durchführbar“.

Doch das Volksfest wäre nicht das einzige Event gewesen, das in den kommenden vier Monaten hätte stattfinden sollen: Jazz in allen Gassen wäre für den 29. Mai terminiert gewesen, der Musiksommer hätte am 15., 26. und 27. Juni Konzerte geboten und die Lange Tafel steht eigentlich für den 5. September im Terminkalender der Dachauer.

Auch Feier zu Partnerschaft mit Léognan betroffen

Wie es mit diesen Großveranstaltungen nun weitergeht, ist „nach wie vor nicht klar“, so Hartmann. Denn: „Was heißt Großveranstaltung überhaupt? Sind da 1000, 500 oder Personen die Grenze?“ Solange dies nicht beantwortet ist, sei es „schwierig zu planen“, so der OB. „Wir hangeln uns von Woche zu Woche.“

Außerdem hätte die Stadt ja noch einen anderen schönen Anlass zum Feiern: In diesem Sommer sollte die Partnerschaft mit dem französischen Léognan offiziell werden. Aus diesem Grund, so Hartmann, hätte eine französische Delegation zum Volksfest kommen und der Gegenbesuch der Dachauer im Herbst stattfinden sollen. Wie lange die Reisebeschränkungen noch aufrecht erhalten werden, wann Bürgerfeste hier wie dort wieder stattfinden dürfen – niemand weiß es. Fest steht nur, so Hartmann: „Die Franzosen haben da das gleiche Problem wie wir.“

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